Krahl hält FCK-Sieg in Nürnberg fest
Der 1. FC Kaiserslautern gewinnt 1:0 in Nürnberg und bangt um den Torschützen.
Der 1. FC Kaiserslautern hat in der Zweiten Liga ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. Mit einem nicht unverdienten 1:0 (0:0)-Sieg im Topspiel beim 1. FC Nürnberg am Samstagabend schoben sich die Roten Teufel in der Tabelle auf den dritten Platz vor. Der zur Pause eingewechselte Erencan Yardimci erzielte das einzige Tor des Abends (58.), musste kurze Zeit später aber ausgewechselt werden.
Der FCK begann vor fast 50.000 Zuschauern im ausverkauften Max-Morlock-Stadion richtig gut – und hatte die ersten Chancen. Ibrahim Kanaté bediente nach einer Umschaltsituation Naatan Skyttä, Nürnbergs Torhüter Jan Reichert parierte (3.).
Aber aus 5:0 Torschüssen für die Roten Teufel wurden in einem temporeichen und intensiven Topspiel schnell 6:5 für den „Club“. Erst köpfte Piet Scobel an die Latte (19.), dann zeigte der an diesem Abend wieder überragende FCK-Torhüter Julian Krahl nach einem Solo von Rayan Ghrieb eine echte Weltklasse-Parade, als er den Ball noch um den Pfosten lenkte (23.). Das kleine Duell mit dem Nürnberger Außenstürmer entschied der FCK-Keeper auch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte noch einmal für sich (45.+1).
Die zweite Halbzeit begann mit Eren Yardimci für Milos Lukovic und Thierry Tazemeta für den Gelb-rot-gefährdeten Kanaté. Ein weiter Krahl-Abschlag hätte beinahe für die Führung gesorgt: Tazemeta setzte sich stark durch und traf nur den Pfosten (48.) – die beste Chance für den FCK bis dahin. Auf der Gegenseite musste Krahl mit einer Fußabwehr gegen Rafael Lubachs Versuch eingreifen (53.).
Das Tor schoss aber der FCK. Eine Flanke von Mario Sauer köpfte Joker Yardimci technisch anspruchsvoll ins lange Eck (58.). Kurz danach musste der Torschütze, offenbar aufgrund einer Problematik an der Achillessehne, schon wieder ausgewechselt werden. Für ihn kam Fabian Kunze.
Die Lauterer hielten das Geschehen in der Folge weitgehend vom eigenen Tor fern, hatten aber Glück, als Lubach aus acht Metern den Ball nicht richtig traf (75.). Nach Murphys Flanke vergab Paul Joly aus kurzer Distanz wiederum die Riesengelegenheit aufs 2:0, weil Reichert glänzend reagierte (77.). Auch in der sechsminütigen Nachspielzeit hielt die FCK-Defensive den Nürnberger Angriffen stand – es war das siebte Saisonspiel ohne Gegentor für den viermaligen deutschen Meister aus der Pfalz.