DAX +0,74 % 26.319,45 Pkt 18:00:00 MDAX -0,06 % 32.407,20 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,33 % 6.523,86 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,57 % 54.036,93 Pkt 22:50:36 S&P 500 +0,44 % 7.757,64 Pkt 22:50:24 Nasdaq +1,24 % 26.690,62 Pkt 23:15:59 Nikkei -0,12 % 65.606,71 Pkt 08:45:02 Gold +3,76 % 4.401,30 USD 22:59:55 Silber +3,84 % 63,80 USD 22:59:56 Brent -0,27 % 82,27 USD 22:59:58 WTI -0,27 % 77,08 USD 22:59:59 Bitcoin +0,03 % 64.904,60 USD 03:17:59 EUR/USD +0,04 % 1,15620 USD 23:29:57 EUR/GBP -0,15 % 0,85670 GBP 23:29:57 EUR/CHF +0,13 % 0,93350 CHF 23:29:57 EUR/JPY +0,13 % 182,378 JPY 23:29:57

Krankenkassen verlieren Millionen Beitragsgelder durch Investments

Wirtschaft

Mehrere Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigungen haben nach Medienberichten insgesamt mindestens 220 Millionen Euro durch umstrittene Investments verloren. Bei den bereits vor Jahren verlorenen Millionensummen der Krankenkassen handele es sich um Beitragsgelder von gesetzlich Versicherten, so NDR, WDR und »Süddeutsche Zeitung«. Bei den Kassenärztlichen Vereinigungen entspreche das Geld Mitgliedsbeiträgen von Ärztinnen und Ärzten. Zunächst hatte das »Handelsblatt« über einzelne Fälle berichtet. Laut NDR, WDR und SZ gibt es inzwischen Informationen darüber, dass insgesamt 28 Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigungen mehr als 500 Millionen Euro in bestimmte Immobilienfonds investiert hätten, bei denen Investoren inzwischen von einem Totalverlust ausgingen. Laut dem Bericht soll etwa die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe 40 Millionen Euro in die Fonds gesteckt haben. Die AOK Bremen, die laut dem Bericht 5,5 Millionen Euro verloren hatte, prüft nach eigenen Angaben die Einreichung einer Klage, wie Radio Bremen berichtete. Bei der KV Baden-Württemberg läuft laut NDR, WDR und SZ bereits eine Klage gegen Finanzunternehmen. Vorwurf: vorsätzliche Täuschung über die Risiken. Auch weitere Kassen und KVen werden in den Berichten namentlich als betroffen genannt. Nur wenige hätten aber öffentlich gemacht, ob sie in die fraglichen Fonds investiert hätten, hieß es. Der Linke-Gesundheitsexperte Ates Gürpinar nannte es »eine Schande«, dass Krankenkassen mit dem Geld der Menschen spekulierten. »Dass viele Kassen weiterhin verschweigen, wie tief sie im Sumpf des Kapitalmarkts drinstecken, ist völlig absurd.« Sie schuldeten ihren Versicherten Transparenz. Dabei sei zweitrangig, ob Kassen falsch beraten worden seien. »Die eigentliche Frage lautet, ob Kapitalanlagen in einer Sozialversicherung überhaupt etwas verloren haben«, sagte Gürpinar.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren