DAX -1,18 % 26.128,36 Pkt 18:00:00 MDAX -1,92 % 31.839,83 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,95 % 6.468,17 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,60 % 53.407,54 Pkt 18:26:45 S&P 500 -1,02 % 7.706,00 Pkt 18:26:45 Nasdaq -1,39 % 26.357,10 Pkt 18:26:44 Nikkei -2,54 % 67.460,73 Pkt 08:45:03 Gold +0,10 % 4.422,00 USD 18:16:44 Silber -3,09 % 64,08 USD 18:16:44 Brent +0,72 % 91,52 USD 18:16:37 WTI -0,04 % 84,47 USD 18:16:39 Bitcoin +0,27 % 64.683,39 USD 18:26:37 EUR/USD +0,11 % 1,15870 USD 18:25:55 EUR/GBP +0,08 % 0,85510 GBP 18:26:44 EUR/CHF -0,06 % 0,93990 CHF 18:26:42 EUR/JPY +0,30 % 184,834 JPY 18:26:44

Krankschreibung: Attest ab Tag 1

Nation

Startseite Politik Merz-Plan zur Krankschreibung: Klingbeil und Bas rudern schon jetzt zurück – Grüne Lang geht Kanzler an Von: Christian Stör Uns auf Google folgen Die Merz-Regierung will Telefon-Krankschreibungen beenden und Atteste ab Tag eins. Klingbeil bremst und warnt vor Arztzwang trotz Krankheit. Berlin – Krankschreibungen per Telefon sollen bald nicht mehr möglich sein. Und: Wer krank ist, benötigt wohl bald ab Tag eins einen Nachweis dafür. Die Pläne der Merz-Regierung sorgen für enorm viel Aufregung. Oder kommt am Ende doch alles anders? Lars Klingbeil hat den Beschluss jedenfalls schon mal ein wenig relativiert. Der Vizekanzler betonte bei RTL/ntv, bei der Umsetzung müsse sichergestellt werden, „dass niemand, der krank ist, dann auch wirklich zum Arzt gehen muss“. Es komme jetzt sehr viel auf die Gesetzgebung an, sagte Klingbeil, und fügte hinzu: „Das müssen wir jetzt vernünftig gestalten, was da im Koalitionsausschuss vorgeschlagen wurde.“ Klingbeil bezeichnete die Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag als „klassischen politischen Kompromiss“ und verwies darauf, dass die SPD in den Verhandlungen weitergehende Forderungen der Union – konkret die zwischenzeitlich diskutierten Karenztage ohne Lohnfortzahlung – abgewehrt habe. „Da haben wir als SPD sehr klar gesagt: Das machen wir nicht mit“, so Klingbeil. Zugleich mahnte er: „Ich will auch nicht, dass Menschen sich krank zur Arbeit schleppen. Ich will auch, dass die Ärzte vernünftig ihren Job machen können.“ Im ZDF-heute journal hatte Klingbeil zuvor ebenfalls betont, es handele sich bisher um eine „Grundsatzeinigung im Koalitionsausschuss“, nun gehe es darum, „gute pragmatische Lösungen“ zu finden. Krankschreibungen: Attest ab Tag eins – Bas kündigt genaue Prüfung der Folgen an Ähnlich äußerte sich SPD-Co-Chefin und Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas im „Nachtjournal Spezial“ bei RTL. „Also das war jetzt nicht mein Vorschlag“, sagte sie und kündigte an, die Folgen der Regelung genau zu beobachten: „Wir werden schauen, ob das wirklich überhaupt eine Wirkung erzeugt oder eher zu Schwierigkeiten führt.“ Bas betonte außerdem, dass die Regelung noch nicht im Gesetz verankert sei: „Das werden wir jetzt im Verfahren klären.“ Sie erinnerte auch daran, dass Arbeitgeber bereits heute eine Krankschreibung ab dem ersten Tag verlangen können – und dass Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) selbst auf Ausnahmemöglichkeiten durch Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen hingewiesen habe. Ricarda Lang warnt wegen Änderung bei Krankschreibungen – mehr Arztbesuche statt weniger Kranktage Deutlich schärfer fällt die Kritik von der Opposition aus. Die Grünen-Politikerin Ricarda Lang warnte in der Bild-Zeitung vor einem Schuss nach hinten: „Die einen schleppen sich krank zur Arbeit, stecken ihre Kollegen an und verschleppen den Infekt. Die anderen rennen auch mit einer handelsüblichen Erkältung zum Arzt, statt sich zu erholen – nur, um sich im Wartezimmer noch etwas Ärgeres einzufangen.“ Lang sieht besonders junge Eltern mit kleinen Kindern von der Regelung belastet und befürchtet längere Krankheitsdauern sowie noch längere Wartezeiten beim Hausarzt. „Das ist schlecht für die Bürger und schlecht für die Wirtschaft“, so Lang. Auf der Plattform X schrieb sie: „Wenn die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung und die Attestpflicht ab dem ersten Tag so kommen, wird das auf jeden Fall zu mehr Krankentagen in Deutschland führen.“ Mit einem ironischen Seitenhieb ergänzte sie: „Ich find’s gut, dass die Bundesregierung endlich was gegen Unterbeschäftigung bei Hausärzten unternimmt.“ Auf Instagram sprach Lang von Symbolpolitik, bei der so getan werde, als helfe man der Wirtschaft, „aber eigentlich wird nur Schaden angerichtet – für die Arbeitnehmer, für die Ärzte, für das Gesundheitssystem und für die Wirtschaft.“ Sie warf Kanzler Merz vor, kranke Menschen als „Wettbewerbsnachteil“ zu betrachten, und forderte ihn auf, den Menschen mehr zu vertrauen. Hausärzte schlagen Alarm: Beschlüsse zu Krankschreibungen könnten Praxen überlasten

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