Krebs bei „Tüll und Tränen“-Star Uwe Herrmann: „Muss immer mit Rückfall rechnen“
Im Video oben: Schon zwei OPs hinter sich: VOX-Star Uwe Herrmann leidet an aggressiver Krebsart
Ein kleiner Knoten oberhalb seines Ellbogens, den er zunächst für einen Mückenstich hielt, hat das Leben von Brautmoden-Papst Uwe Herrmann (64) im Februar schlagartig verändert. Der aus der VOX-Sendung „Zwischen Tüll und Tränen“ bekannte Brautausstatter aus Dresden erfuhr, dass er am sogenannten Merkelzellkarzinom erkrankt ist, einer sehr seltenen und aggressiven Form von Hautkrebs, die sich schnell ausbreitet und früh Metastasen bildet. In zwei mehrstündigen OPs wurden der Tumor sowie insgesamt 13 Lymphknoten entfernt.
Rund sieben Monate nach der Krebsdiagnose stand bei Herrmann jetzt eine Kontrolluntersuchung an. Eine einmonatige Bestrahlung liegt gerade hinter ihm. „Ich hatte jetzt einen engmaschigen Check – eine Computertomografie (CT) mit Kontrastmittel, Ultraschall und Blutbild. Mein Ultraschall sah sehr gut aus, auch das Blutbild ist gut“, sagt Herrmann im Gespräch mit BUNTE.de. Aktuell warte er noch auf das CT-Ergebnis. „Ich bin guter Hoffnung“, betont der 64-Jährige. Die Sorge bleibe aber immer, stellt er gleichzeitig klar.
Uwe Herrmann wartet nach Krebs-Kontrolle auf entscheidendes Ergebnis
„Ich muss immer mit einem Rückfall rechnen, weil das Merkelzellkarzinom wirklich eine der aggressivsten Krebsarten ist. Wenn eine Metastase festgestellt würde, wäre es ein sehr schnelles Rezidiv. Dann habe ich das Worst Case Szenario – das wollen wir aber nicht hoffen“, sagt er zu BUNTE.de.
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Wie geht der Publikumsliebling mit der Angst vor einem Rückfall um? „Ich mache das mit mir selber aus“. Und: Indem er offen über seine Erkrankung spreche. „Auch das ist eine Art Schmerzbegleitung. Ich bin nicht allein, es gibt ja Tausende von Menschen, die an Krebs erkrankt sind. Und ich will ehrlich sein“, so der 64-Jährige.
Auch eine mögliche Immuntherapie steht bei dem „Zwischen Tüll und Tränen“-Star noch an
Möglicherweise unterzieht sich Herrmann auch noch einer Immuntherapie. Diese habe die Krankenkasse ihm bisher noch nicht genehmigt. Sollte ein Rückfall festgestellt werden, wäre sie sofort fällig. „Dann ist Gefahr im Verzug“, erklärt er.
Nach der ersten Operation war bei Uwe Herrmann eine Mikrometastase in einem Lymphknoten festgestellt worden. In einer zweiten OP wurden daraufhin kurz vor Ostern noch mal zwölf Lymphknoten entfernt – weitere Metastasen wurden dabei nicht entdeckt. Eine erleichternde Nachricht. Er galt als „faktisch krebsfrei“, wie er sagte. Am Arm von Uwe Herrmann musste Haut transplantiert werden, um die große Wunde nach der Tumorentfernung zu schließen.
HINTERGRUND
„Zwischen Tüll und Tränen”-Star
Nur eine Frau durfte Uwe Herrmann nach Krebs-OPs in Klinik besuchen
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Brautausstatter Uwe Herrmann: „Die Bestrahlung war hart“
Über die einmonatige Strahlentherapie, die bei ihm im vergangenen Monat fünf Mal die Woche durchgeführt wurde, sagt er: „Die Bestrahlung war hart, aber ich habe alles gut überstanden. Es macht einen müde und matt. Ich bin trotzdem arbeiten gegangen, habe das gut hingekriegt und habe auf mich geachtet. Man soll es aber auch nicht auf die leichte Schulter nehmen, wenn man merkt, dass es nicht mehr geht, dann sollte man sich schonen.“
Auf Instagram hat Uwe Herrmann ein Foto seines bestrahlten Arms gezeigt. Die sichtbare Verfärbung der Haut sei eine Folge der Therapie. „Mein Oberarm ist von der OP auch noch deformiert und etwas verhärtet. Er lässt sich gut bewegen, aber man merkt den Schmerz und die Einschränkungen.“ Gleichzeitig hebt der „Zwischen Tüll und Tränen“-Star hervor: „Aber meine Oberfläche hat für mich keine Priorität, sondern nur der Tumor.“
Direkt nach seiner Krebs-Bestrahlung reiste Uwe Herrmann nach Asien
Trotz seiner Krebsbehandlung ist Uwe Herrmann in den vergangenen Monaten immer aktiv geblieben. Der Brautmoden-Designer trat Anfang September auch bei der „Goldenen Henne“ auf dem roten Teppich auf und reiste unmittelbar nach der letzten Bestrahlung sogar nach Asien.
„Den letzten Tag der Bestrahlung bin ich erst zur Arbeit gegangen, hatte da einen 'Zwischen Tüll und Tränen'-Dreh, habe mich danach Auto gesetzt und bin nach Prag zum Flughafen gefahren“, verrät Herrmann. Von dort aus flog er nach Bangkok. In Asien verband er das Geschäftliche mit einer Auszeit.
„Da kann ich mental runterkommen“
„Wir haben ja in China eine Produktion. Und dann war ich auch auf der Insel Ko Lan in Thailand. Ich mache sehr gern Strandspaziergänge, 20 bis 30 Kilometer lang. Da kann ich mental runterkommen.“
Die Zeit in Thailand nutzte Uwe Herrmann daneben auch, um mit seinem Sohn Philipp die Umgestaltung seines Brautmodengeschäfts „Weißes Gewölbe“ in Dresden zu planen. Neue Umkleiden sind vorgesehen und der Laden soll künftig rollstuhlgerecht sein: „Neue Saison, neuer Wind“, kündigt der Brautausstatter an.