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Kreml bestätigt Besuch des CIA-Chefs in Moskau

Welt

Erst wollte der Kreml nichts davon gewusst haben, nun gibt es doch eine Bestätigung: Der Direktor des US-Auslandsgeheimdienstes CIA, John Ratcliffe, war tatsächlich in Moskau. Wie Kremlsprecher Dmitri Peskow der Washington Post sagte, kam Ratcliffe zu Kontakten "zwischen den Geheimdiensten" in die russische Hauptstadt.

Der russischen Nachrichtenagentur Interfax sagte Peskow, dass es kein Treffen zwischen dem CIA-Chef und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gegeben habe. Zu den Inhalten von Ratcliffes Gesprächen machte Peskow keine Angaben.

Maschine war am Flughafen Wnukowo gelandet

Am Vortag hatte der Kremlsprecher nach Landung eines US-Militärflugzeugs in Moskau noch behauptet, ihm sei nichts bekannt dazu. Russische Kommentatoren amüsierten sich über die Äußerungen, weil es Aufnahmen von dem Flugzeug in den Sozialen Netzwerken gab. Viele fragten sich, wie eine solche riesige Maschine ohne Wissen der Staatsführung mit dem CIA-Chef an Bord einfach auf dem Flughafen Wnukowo landen könne.

Zuletzt war ein CIA-Direktor 2021 zu Besuch in der russischen Hauptstadt - damals hatte den Posten William Burns inne, der auch mit Putin zusammenkam. Burns sollte im Auftrag von US-Präsident Joe Biden eine Eskalation im Ukraine-Konflikt verhindern. Putin begann dann seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine am 24. Februar 2022. Auch danach gab es weiter Kontakte zwischen Geheimdiensten und Militär.

Ukraine oder Iran? Mutmaßungen über Inhalte

Über den Anlass des jüngsten Besuchs des CIA-Chefs gibt es bislang nur Spekulationen. So wurde vielfach gemutmaßt, dass Ratcliffe Russland vor einer weiteren Eskalation im Ukraine-Krieg warnen wollte.

Die Ukraine hatte unter Berufung auf Geheimdienstinformationen mitgeteilt, Putin plane eine Mobilmachung nach der Parlamentswahl im September. Kremlsprecher Peskow wies das erst am Dienstag erneut als Falschinformation - als eine "Ente" - zurück, die nur das Ziel habe, die Lage in Russland vor den Wahlen zu destabilisieren.

Auch ein Zusammenhang mit dem Iran-Krieg erscheint manchen Experten möglich. Die Regierung in Moskau unterhält eine enge strategische Partnerschaft mit dem Iran. Teheran hat Russland unter anderem mit Drohnen für den Krieg gegen die Ukraine beliefert.

Am Dienstagabend hob das US-Flugzeug nach Berichten russischer Staatsmedien wieder in Richtung Riga ab. Auffällig war in Moskau, dass es am Dienstag keine ukrainischen Drohnenangriffe gab. Laut US-Medien hatten die Amerikaner Kiew gebeten, die Angriffe zeitweilig einzustellen.

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