Kreta und Spanien: Heftige Unwetter und Überschwemmungen
Schwere Unwetter in Spanien, während sich die Lage auf Kreta in Griechenland langsam beruhigt: Am Mittelmeer haben schwere Regenfälle und Gewitter für Überschwemmungen und Evakuierungen gesorgt.
Besonders in der Region Katalonien im Nordosten Spaniens mit Barcelona kamen zuletzt noch große Mengen an Regen herunter, wie der staatliche TV-Sender RTVE berichtete. Bilder aus der Stadt L'Hospitalet de Llobregat bei Barcelona zeigten, wie Straßen überflutet waren und Menschen knietief im Wasser standen.
Spanien: überschwemmte Keller und eingeschlossene Menschen
Nach Angaben der Zeitung "Vanguardia" erhielt die Feuerwehr in der Region in der Nacht zu Sonntag mehr als tausend Anrufe, vor allem wegen überschwemmter Keller und umgestürzter Bäume. Auch in Fahrzeugen eingeschlossene Menschen mussten gerettet werden.
Im Baskenland rund um die Stadt Bilbao meldeten die Behörden ebenfalls Überschwemmungen und überflutete Straßen infolge der heftigen Regenfälle. In einigen Teilen der Altstadt von Bilbao stand nach RTVE-Angaben das Wasser knietief. In einigen Gegenden kam der Verkehr zum Stillstand.
Kreta: Unwetter lassen nach
Auf Kreta entspannt sich die schwere Unwetterlage allmählich. Nach Angaben des griechischen Wetterdienstes sollen die heftigen Regenfälle noch einige Stunden anhalten. Danach soll sich das Wetter weiter beruhigen.
Eine erste Bilanz der schweren Regenfälle und Gewitter:
22.000 registrierte Blitze auf Kreta und der südlichen Ägäis innerhalb von 24 Stunden
Menschen, die wegen Überflutungen in ihren Autos feststeckten; Touristen wurden evakuiert
Autos und Bäume wurden ins Meer gespült, Straßen waren unpassierbar
weite Teile der landwirtschaftlichen Produktion auf Kreta zerstört
Stromausfälle an vielen Orten
im Raum Rethymno bis zu 500 Liter Regen pro Quadratmeter
Überschwemmungen: Menschen sitzen in ihren Autos fest
Auf der Straße zwischen Ierapetra und Sitia steckten wegen der Überflutungen 23 Menschen in ihren Autos fest, wie der Fernsehsender ERT berichtete. Drei Touristen und ihr Taxifahrer wurden im Auto von einem Sturzbach fortgerissen. Sie konnten aussteigen und sich in Sicherheit bringen, als das Taxi an einer Böschung hängenblieb. In dem bei Touristen beliebten Hafen Canea beschädigten riesige Wellen Restaurants und andere Treffpunkte von Touristen an der Strandpromenade.
In der Samaria-Schlucht, einem beliebten Ausflugsziel für Kreta-Urlauber, steckten acht Mitarbeiter des Nationalparks wegen der starken Regenfälle fest, wie die griechische Nachrichtenagentur ANA weiter berichtete. Nach Angaben der Behörden waren sie jedoch an einem sicheren Ort.
Deutsche Touristin auf Rhodos von Blitz getroffen
Auf Rhodos wurde am Freitag eine 58-jährige deutsche Touristin von einem Blitz getroffen und getötet. Ihr Ehemann wurde leicht verletzt. Das Paar war auf Rhodos im Urlaub und hatte zuvor im Meer gebadet. Als die beiden anschließend am Strand entlanggingen, traf ein Blitz die Frau.
Auch auf Rhodos wird mit einer Entspannung der Wetterlage gerechnet, teilte das Wetteramt mit.
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Quelle: AFP, dpa