Krieg aktuell: Keine „Putin
Startseite Politik Ukraine-Krieg aktuell: Keine „Putin-Müdigkeit“ in Russland – Drohnen-Architekt rückt auf Von: Franziska Schwarz Uns auf Google folgen Aktuelle News-Lage im Ukraine-Krieg im Ticker: Die russische Bevölkerung wohl weiterhin Putin-freundlich. Wegweisende Abstimmung heute in Kiew. Kiew – Update, 8:31 Uhr: In der Region Saporischschja hat Russland binnen eines Tages 1019 Angriffe auf ukrainische Ortschaften verübt – mit verheerenden Folgen für die Zivilbevölkerung. Wie die Kyiv Post berichtet, wurden dabei zwei Menschen getötet und zehn verletzt. Die Opfer stammen aus der Stadt Saporischschja und dem umliegenden Bezirk. Gouverneur Iwan Fedorow bestätigte die Opferzahlen. Neben 717 Drohnenattacken führten russische Streitkräfte auch 19 Luftangriffe auf 13 Ortschaften sowie 276 Artillerieschläge durch – die Region gehört damit weiterhin zu den am stärksten beschossenen Gebieten der Ukraine. Transparenzhinweis Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Keine „Putin-Müdigkeit“ in Russland Erstmeldung: Laut einem Russland-Experten ist die Kriegsmüdigkeit in Moskau trotz ukrainischer Drohnenangriffe weiterhin kein Massenphänomen – im Gegenteil. Die Unterstützung für Wladimir Putins Angriffskrieg sei in der Hauptstadt derzeit sogar stärker ausgeprägt als in vielen kleineren und mittleren Städten Russlands, berichtet laut n-tv der Kölner Stadt-Anzeiger. Dem Journalist Andrey Gurkov zufolge halte der Kremlchef „borniert an seinen Zielen fest“ und betrachte ukrainische Friedensangebote als „Merkmal der Schwäche“. Zwar fühle sich Russlands Elite „zunehmend in der Sackgasse“, doch gelte: „Niemand in Moskau ist derzeit stark genug, Putin von seiner Position abzubringen.“ Ukraine-Krise von innen: Fedorow fordert Wahlen Ex-Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow hat Wahlen in der Ukraine noch während des laufenden Krieges gefordert. In einer auf YouTube veröffentlichten Videoansprache sprach der 35-Jährige von einer Regierungskrise und verlangte ein Ende der Korruption in Kriegszeiten. Es ist laut Reuters die erste derartige Forderung einer bedeutenden ukrainischen Politikerin oder eines bedeutenden Politikers seit Beginn der russischen Invasion 2022. Fedorow war im Juli entlassen worden und hatte anschließend abgelehnt, als Berater von Präsident Wolodymyr Selenskyj tätig zu werden. Die ukrainische Gesetzeslage verbietet Wahlen während des Krieges ausdrücklich. Selenskyj setzt auf Ex-Geheimdienstoffizier Khmara Selenskyj hat unterdessen den früheren Geheimdienstoffizier Jewhen Khmara offiziell als neuen Verteidigungsminister der Ukraine nominiert und damit eine Rückkehr seines gefeuerten Vorgängers Fedorow ausgeschlossen. Das ukrainische Parlament, das am Dienstag (18. August) aus der Sommerpause zurückgekehrt ist, soll laut Kyiv Independent noch am heutigen Mittwoch über die Nominierung abstimmen. Parlamentspräsident Ruslan Stefantschuk erklärte, das Parlament werde „die Vorlage in naher Zukunft gemäß der Verfassung der Ukraine und dem etablierten parlamentarischen Verfahren prüfen“. Khmara, ein Generalmajor und ehemaliger Kommandeur des Alpha-Sonderoperationszentrums des ukrainischen Geheimdienstes SBU, gilt als Architekt der ukrainischen Langstreckendrohnenangriffe gegen Russland. (Redaktion mit Nachrichtenagenturen)