DAX +0,78 % 26.203,43 Pkt 11:40:10 MDAX +0,20 % 32.576,71 Pkt 11:40:11 Euro Stoxx 50 +0,01 % 6.487,46 Pkt 11:40:00 Dow Jones +3,05 % 54.085,88 Pkt 22:42:17 S&P 500 +3,30 % 7.736,52 Pkt 22:42:18 Nasdaq +4,77 % 26.584,99 Pkt 23:15:59 Nikkei +3,66 % 66.300,44 Pkt 08:45:02 Gold +2,96 % 4.216,50 USD 11:45:09 Silber +2,84 % 61,76 USD 11:44:08 Brent +1,39 % 80,46 USD 11:45:07 WTI +0,63 % 76,25 USD 11:45:09 Bitcoin +0,07 % 64.102,53 USD 11:55:03 EUR/USD +0,31 % 1,15430 USD 11:54:56 EUR/GBP 0,00 % 0,85700 GBP 11:55:11 EUR/CHF +0,14 % 0,93380 CHF 11:55:11 EUR/JPY +0,43 % 182,059 JPY 11:55:11

Krieg aktuell: Nahost wohl vor Hormus

Allgemein

Startseite Politik Iran-Krieg aktuell: Trump hofft auf Hormus-Einigung – doch Ölkonzerne machen die dicken Gewinne Von: Felix Busjaeger Uns auf Google folgen Lage im Iran-Krieg im Überblick: USA, Iran und Oman verhandeln über Öffnung der Straße von Hormus. Ölkonzerne fahren Rekordgewinne ein und Teheran rüstet auf. Teheran/Washington, DC – Im Iran-Krieg zeichnet sich aktuell eine mögliche Wende für die blockierte Straße von Hormus ab: Die USA, der Iran und der Oman stehen nach Informationen des US-Portals Axios kurz vor einer Übergangslösung, die die für die Welthandelsschifffahrt lebenswichtige Meerenge wieder öffnen soll. Wie aus den Informationen zum aktuellen Iran-Krieg hervorgeht, streben die USA bereits für Mittwoch eine Einigung an. Das berichten ein US-Regierungsbeamter sowie zwei Quellen aus der Golfregion. US-Präsident Donald Trump äußerte sich gegenüber Reportern vorsichtig optimistisch: Die Meerenge könne am Mittwoch oder am darauffolgenden Tag geöffnet werden. Dem Sender Fox News sagte der Republikaner, man führe „sehr gute“ Gespräche. Iran-Krieg aktuell: Lage in Nahost von möglichem Hormus-Deal dominiert Auch andere hochrangige Vertreter signalisierten Bewegung in den Verhandlungen. US-Außenminister Marco Rubio bestätigte mit Blick auf den aktuellen Iran-Krieg Fortschritte, betonte aber, eine endgültige Einigung sei noch nicht erzielt worden: „Wir hoffen, dass dies sehr bald geschehen wird.“ US-Finanzminister Scott Bessent stellte eine zeitnahe Wiedereröffnung in Aussicht: „Wir befinden uns in Gesprächen mit den Iranern, und ich denke, es besteht die Chance, dass wir heute oder morgen eine Einigung erzielen, um die Meerenge zu öffnen.“ Angesprochen auf eine mögliche Gebührenerhebung in der Straße von Hormus sagte Bessent, er gehe von einer freien Durchfahrt aus. Der Sprecher des katarischen Außenministeriums, Madschid al-Ansari, sprach von diplomatischen Bemühungen, die „bereits weit fortgeschritten“ seien. Eine Einigung könne sich demnach „in den nächsten Tagen oder Stunden“ ergeben. Vom Weißen Haus oder anderen US-Behörden gab es zunächst keine offizielle Stellungnahme. Der Axios-Bericht zufolge würde die Übergangslösung mit Blick auf die Lage in Nahost einige der Forderungen des Iran erfüllen und ihm mehr Kontrolle über die strategisch wichtige Meerenge geben, als er vor dem Krieg hatte. Teheran hatte zuvor einen Rundkurs-Vorschlag ins Spiel gebracht: Frachter könnten auf einer nördlichen Route durch iranische Hoheitsgewässer in der Straße von Hormus einfahren und für die Rückfahrt eine südliche Route durch omanischen Gewässer nutzen. Im US-Verteidigungsministerium gibt es laut New York Times jedoch Vorbehalte: Zu viele iranische Seeminen in omanischen Gewässern erforderten weiterhin Koordination mit Teheran — was Iran faktisch eine Kontrolle darüber gäbe, welche Schiffe passieren dürfen. Aktuelle Lage in Nahost: Schiffsverkehr in der Straße von Hormus wegen Iran-Krieg eingebrochen Die Lage im Iran-Krieg hat den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus dramatisch einbrechen lassen. Passierten die Meerenge vor den US-israelischen Luftangriffen auf den Iran Ende Februar täglich noch zwischen 60 und 140 Schiffe, waren es zuletzt laut Datenanbieter Kpler am Montag lediglich neun. Auch in der vergangenen Woche lag der tägliche Schnitt bei nur rund 16 Schiffen. Trotz ausbleibender direkter Angriffe zwischen den USA und dem Iran geriet auch in der Nacht auf Dienstag wieder ein Frachter in der Meerenge unter Beschuss, wie die britische Schifffahrtsbehörde UKMTO mitteilte. Auch die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen hält die Region in Atem: Sie beeinträchtigt weiterhin die Schifffahrt durch den Seeweg Bab al-Mandab am Ausgang des Roten Meers und meldete am Dienstag einen Drohnenangriff auf den Flughafen Najran in Saudi-Arabien. Neue Bedrohung im aktuellen Iran-Krieg? Teheran rüstet auf – trotz Waffenstillstand Während die Diplomatie läuft, hat der Iran nach Angaben seiner Militärvertreter die Waffenstillstandsphase intensiv zur Aufrüstung genutzt. „Wir haben maximalen Gebrauch von der Gelegenheit des Memorandum of Understanding und jedes Moments des Waffenstillstands gemacht“, sagte Armeesprecher Mohammad Akraminia dem iranischen Staatsfernsehen. Drohnenproduktion und Raketenherstellung seien nicht unterbrochen worden, erklärte der amtierende Verteidigungsminister Majid Ebn-e Reza. Demnach habe die Drohnenproduktion das Dreifache des Vorkriegsniveaus erreicht. IRGC-Sprecher Hossein Mohebbi ergänzte laut Al Jazeera, die Raketenproduktion sei gestiegen und die Präzision habe sich durch Kampferfahrungen verbessert. US-Medienberichten aus dem Juni zufolge verfügt der Iran noch über rund 70 Prozent seines Raketenbestands und 40 Prozent seines Drohnenarsenals aus der Vorkriegszeit. Folgen durch aktuellen Iran-Krieg: Ölkonzerne profitieren massiv von Lage in Nahost Die anhaltende Krise im Iran-Krieg und die damit verbundene Unterbrechung der Ölversorgung haben großen Energiekonzernen Rekordgewinne beschert. Wie der Guardian analysiert hat, erwirtschafteten acht der weltgrößten Ölunternehmen, darunter Saudi Aramco, BP, Shell, ExxonMobil und Chevron, im zweiten Quartal 2026 zusammen fast 93 Milliarden US-Dollar Gewinn. Das entspricht einer nahezu Verdopplung gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Ölpreis war nach dem Beginn des Iran-Kriegs auf über 126 Dollar pro Barrel gestiegen. Patrick Galey von Global Witness kritisierte: „BPs himmelhoch schießende Gewinne sind eine skandalöse Erinnerung daran, wer in diesem Jahr auf Kosten menschlichen Elends kassiert.“ Auch US-Präsident Trump äußerte Kritik an Chevron und ExxonMobil und warf ihnen vor, „zu viel Geld“ mit seinem Krieg gegen den Iran zu verdienen. (Quellen: Axios, dpa, Al Jazeera, Fox News, Guardian) (fbu)

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