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Krieg: „Der kritischste Moment“ – Tusk warnt vor russischen Angriffen auf Nato

Welt

Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk rechnet für die kommenden Wochen mit stärkeren russischen Angriffen auf die Ukraine wie auf ihre Unterstützer. Nach Einschätzung von Geheimdiensten könnte es zu scheinbar versehentlichen Attacken mit Drohnen und Raketen auf die Länder kommen, die der Ukraine Beistand leisten – darunter Polen. Das sagte Tusk im polnischen Parlament in Warschau, wie die Nachrichtenagentur PAP meldete.

„Es besteht ein reales Risiko, dass Drohnen oder andere Geschosse auf das Territorium eines oder mehrerer Länder an der Nato-Ostflanke eindringen und sogar Schäden verursachen“, sagte Tusk. Die offizielle russische Darstellung werde anschließend lauten, es habe sich um einen Unfall gehandelt und es gebe keinen Grund für eine Reaktion des Bündnisses.

Am Abend waren erneut Flugzeuge in der Luft wegen russischer Drohnen über der Ukraine, wie das Einsatzkommando der polnischen Streitkräfte mitteilte. Die Flugabwehr sei einsatzbereit gewesen.

Der Regierungschef sagte, Russland konzentriere sich derzeit auf Angriffe gegen Grenzübergänge zwischen der Ukraine und ihren europäischen Nachbarn. Allein in der vergangenen Woche habe es an der polnisch-ukrainischen Grenze vier entsprechende Vorfälle gegeben. Ziel sei es, die Nachschub- und Versorgungswege der Ukraine zu stören.

Für Freitag kündigte Tusk einen Besuch in der Ukraine an, um mit Präsident Wolodymyr Selenskyj zu sprechen. Dabei solle es vor allem um die von russischen Angriffen bedrohte Energieversorgung der Ukraine gehen. Auch der slowakische Ministerpräsident Robert Fico wird nach Angaben aus Bratislava in die Ukraine reisen.

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