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Krieg: Elon Musk wirft Kiew Verstöße mit Starlink vor

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Musk wirft Ukraine Regelverstoß bei Starlink-Nutzung vor: „Kein Mittel zum Töten“

Von: Katja Thorwarth

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Elon Musk wirft der Ukraine Regelverstöße beim Einsatz von Starlink vor. Trotzdem meldet Kiew wieder eine stabile Satelliten-Verbindung.

Washington, D.C./Kiew – Nachdem die Ukraine wieder eine „stabile Verbindung“ zu dem vom US-Unternehmen SpaceX bereitgestellten Satelliten-Internetdienst Starlink vermeldete, kommen Vorwürfe vom Betreiber Elon Musk. Der Milliardär wirft dem ukrainischen Militär vor, Starlink gegen die Regeln eingesetzt zu haben. Wie Musk auf seiner Plattform X ausführt, habe Kiew den Dienst „für offensive Drohnenangriffe genutzt, um Menschen zu töten“.

Der SpaceX-Chef betonte in einem weiteren Beitrag, die Nutzungsbedingungen seien „darauf ausgelegt, dass es sich um ein ziviles System handelt – nicht um ein Mittel zum Töten“. Ein Verstoß dagegen führe „zum Abschalten des Dienstes“, weshalb er diese Lücke im System geschlossen habe.

Musk führte aus, dass Starlink „entscheidend für die Verteidigung der Ukraine“ bleibe, da dies das einzige System sei, „das zumindest derzeit weder gestört noch zerstört“ werden könne. „Würde Starlink abgeschaltet, würde die ukrainische Frontlinie sofort zusammenbrechen.“ Das sei keine Drohung, lediglich eine Benennung der Fakten; zudem habe SpaceX mehr für die Verteidigung der Ukraine getan, als irgendein anderes privates Unternehmen.

Davon abgesehen hege ich nichts als VOLLKOMMENE VERACHTUNG für die selbstgerechten, bösartigen Kriegstreiber, die auf endloses Gemetzel drängen und keine realistische Lösung für den Konflikt anbieten. Möget ihr in der Hölle schmoren.

Ukrainischer Aktivist widerspricht Musk bezüglich Starlink-Nutzung

Dieser Darstellung widersprach Serhii Sternenko, ukrainischer Aktivist und Jurist, auf X.: „Die Nutzung des zivilen Starlink-Systems für Drohnenmissionen war technisch unmöglich. Alle Drohnenmissionen, die Satellitenkommunikation erforderten, konnten ausschließlich über Starshield durchgeführt werden“, erklärte er als – nach eigenen Worten – jemand, der im Verteidigungsministerium direkt in diesen Prozess eingebunden war.

Drohnen würden mit Geschwindigkeiten von 120 Kilometern pro Stunde oder mehr fliegen, Starlink funktioniere in der Ukraine bei Geschwindigkeiten von 60–70 km/h nicht mehr. Alles, was sich schneller bewege, erfordere Starshield. Weiter sei man jedoch „den Vereinigten Staaten und SpaceX sehr dankbar für den Zugang zu dieser äußerst wichtigen Satellitenkommunikation“. Die Ukraine habe aber nicht gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen.

Kiew meldet wieder stabile Starlink-Verbindung an der Front im Ukraine-Krieg

Kiew hatte seit Tagen eine Drosselung von Starlink und der militärischen Variante Starshield beklagt. Verteidigungsminister Jewhenij Chmara sprach am Samstag jedoch von einer Erholung der Geschwindigkeit: „Überwachungssysteme verzeichnen eine Erholung der Geschwindigkeit von Starlink“. Die Verbindung sei wieder stabil, fügte er hinzu. Die Wiederherstellung der Verbindung sei „vor allem wichtig für unsere Front, für unsere Soldaten, für den Einsatz von Drohnen, für Logistik und für Kommunikation“, erklärte Chmara weiter. Kiew verzeichne eine Geschwindigkeit von mehr als 400 Kilometern pro Stunde.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte, dass die Übertragungsrate von Starlink wieder das Niveau von vor den Einschränkungen erreicht habe. „Derzeit entspricht diese Übertragungsrate unseren Bedürfnissen. Die Wiederherstellung begann im Laufe der Nacht“, erklärte er in Onlinenetzwerken. „Das ist von großer Bedeutung für unsere Logistik an der Front, um die Ukraine zu schützen.“

Verwirrung um Starshield und wachsende Spannungen der Ukraine mit Washington

Das Wall Street Journal hatte zuvor berichtet, Musk habe die Einschränkung von Starshield für die Ukraine angeordnet. Dieser widersprach und verwies auf „alle Beschränkungen bei Geschwindigkeit oder Nutzung“ des Systems, über die das US-Militär und letztlich der Präsident entscheide. Doch sowohl Donald Trump als auch Verteidigungsminister Pete Hegseth wiesen diese Variante der Ereignisse zurück. Trump erklärte am Donnerstag, Musk habe den Zugang der Ukraine zu Starlink wiederhergestellt; am Freitag kündigte er an, mit Musk zu sprechen, sollte Kiew weiter Probleme haben.

Die Beziehungen zwischen Kiew und Washington haben sich in den vergangenen Wochen spürbar verschlechtert. Trump schloss ein Abkommen mit Moskau über die Lieferung von Dieselkraftstoff und setzte geplante Sanktionen gegen Russland aus. Als Präsident Selenskyj den Diesel-Deal kritisierte, forderte Trump dessen Ablösung. Obwohl Russland seine Angriffe verstärkt, erhöht Trump den Druck auf Selenskyj, Kapitulationsbedingungen für ein Friedensabkommen zu akzeptieren. Derweil ist die Zahl der zivilen Todesopfer in der Ukraine laut UN-Angaben um 85 Prozent höher als noch vor einem Jahr. (Quellen: AFP, dpa, The Independent, eigene Recherche) (ktho)

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