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Krieg: Experten warnen vor neuem wirtschaftlichen Einbruch in der Ukrain

Welt

Seit viereinhalb Jahren wehrt die Ukraine den russischen Angriffskrieg ab. Wegen der anhaltenden massiven russischen Angriffe verdüstern sich die wirtschaftlichen Aussichten des Landes laut einer neuen Prognose immer mehr. Die Wirtschaft der Ukraine stehe »mit dem Rücken zur Wand«, heißt es in der jüngsten Analyse des Wiener Instituts für Internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw).

Das auf Zentral- und Osteuropa spezialisierte Institut senkte seine Erwartung für das diesjährige ukrainische Wirtschaftswachstum auf 0,6 Prozent. Das ist um 0,4 Prozentpunkte niedriger als in der vorigen Prognose von Juli.

Die Wachstumsrate für 2027 wurde ebenfalls um 0,4 Prozentpunkte nach unten revidiert und liegt nun bei erwarteten 2,1 Prozent – falls die Ukraine genug finanzielle und militärische Unterstützung aus dem Ausland erhalte, hieß es. Dies erscheint jedoch zunehmend ungewiss, schrieben die Fachleute. »Der fünfte Kriegswinter dürfte die Ukraine vor eine harte Bewährungsprobe stellen«, sagte Olga Pindyuk, eine Ukraineexpertin des Instituts.

Russland kämpfe ebenfalls mit den Folgen seines Angriffskrieges, hieß es vom wiiw. Doch Russlandexperte Vasily Astrov stellte klar: »Auch im nächsten Jahr wird Präsident (Wladimir) Putin keinerlei Probleme haben, den Krieg gegen die Ukraine zu finanzieren.« Der Staat könne sich weiter Geld bei inländischen Banken leihen.

Die Wachstumsprognose des Instituts für Russland liegt bei 0,6 Prozent für 2026 und 1,3 Prozent für 2027. Ukrainische Drohnenangriffe auf russische Raffinerien haben zu einer Treibstoffkrise geführt, die die Inflation anheizt. Moskau verhängte ein Exportverbot für Treibstoffe. Dadurch profitiere das Land weniger stark von den derzeit hohen Weltmarktpreisen, so die Wiener Ökonomen. Die russische Industrie habe zusätzlich mit westlichen Sanktionen zu kämpfen.

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