DAX +1,75 % 26.039,68 Pkt 18:00:00 MDAX +0,99 % 30.798,65 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,64 % 6.207,07 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,07 % 52.342,56 Pkt 21:33:51 S&P 500 -0,03 % 7.720,39 Pkt 21:32:46 Nasdaq -1,11 % 26.184,73 Pkt 22:15:59 Nikkei -0,14 % 64.565,82 Pkt 01:02:40 Gold -0,88 % 4.016,10 USD 01:07:42 Silber -2,89 % 51,91 USD 01:07:41 Brent -3,28 % 111,54 USD 01:07:42 WTI +0,04 % 102,82 USD 01:07:41 Bitcoin -0,36 % 77.509,38 USD 01:17:39 EUR/USD +0,29 % 1,11880 USD 01:16:45 EUR/GBP -0,13 % 0,83580 GBP 01:17:41 EUR/CHF -0,31 % 0,92070 CHF 01:17:41 EUR/JPY +0,20 % 176,418 JPY 01:17:41

Krieg im Schwarzen Meer eskaliert: Ukraine leitet Getreide wieder über EU-Häfen um

Welt

Die internationale Nachfrage nach ukrainischem Weizen bleibt trotz der Aussetzung der Getreideexporte über die Häfen von Groß-Odessa bestehen. Das meldet die Plattform agrarportal.ua. Aufgrund der verstärkten russischen Angriffe bewerten viele Reeder und Versicherer die Sicherheitslage derzeit als kritisch und laufen deshalb die Terminals nicht mehr an. Mittlerweile werden Exportlieferungen über Donauhäfen umgeleitet und anschließend über das rumänische Constanta auf den Weg gebracht.

Nach Ansicht von Marktexperten ist die Donau zwar weiterhin eine wichtige Alternative für die Exporte. Aufgrund begrenzter Kapazitäten, niedriger Wasserstände und höherer Logistikkosten könne sie jedoch die Tiefwasserhäfen von Groß-Odessa nicht vollständig ersetzen. Die Wiederinbetriebnahme der Schwarzmeerhäfen bleibe daher eine entscheidende Voraussetzung für die Rückkehr zu den gewohnten Exportmengen, so die Fachleute.

Der Präsident der Ukrainischen Getreidevereinigung (UGA), Mykola Gorbatschow, rechnet für die Donau nur mit einem Maximaldurchsatz von etwa 2,5 Mio. Tonnen Getreide, Öl, Mehl und anderer Fracht pro Monat. „Die Donau wird auf die gleiche Weise beschossen wie die Häfen von Groß-Odessa; also wird sie keine vollwertige Alternative sein“, gab Gorbatschow zu bedenken. Zudem sei der Wasserstand der Donau mittlerweile auf dem niedrigsten Niveau seit 30 Jahren, weshalb die Schiffe nur noch zu einem Drittel beladen werden könnten.

Bleibt zu hoffen, dass die Exporte auch tatsächlich auf die Drittländerdestinationen geleitet werden. In den vergangenen Jahren hatte es in etlichen EU-Staaten Unmut darüber gegeben, dass große Mengen an preiswertem ukrainischen Getreide dort statt auf dem Weltmarkt landeten. Nicht nur in Polen gab es daraufhin teils drastische Protestaktionen und politische Verwerfungen.

Ihre Meinung ist gefragt

Was denken Sie über dieses Thema? Was beschäftigt Sie aktuell? Schreiben Sie uns Ihre Meinung, Gedanken, Fragen und Anmerkungen.

Wir behalten uns vor, Beiträge und Einsendungen gekürzt zu veröffentlichen.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren