Krieg in der Ukraine: Nordkorea verlegt Raketeneinheit nach Russland
Neue Hilfe aus Pjöngjang Kim verlegt Raketeneinheit nach Russland Von t-online, pri Aktualisiert am 05.08.2026 - 09:15 UhrLesedauer: 2 Min. Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00 Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Nordkorea zählt zu den engsten Verbündeten Putins. Nun verlegt das Land neue Truppen. Der ukrainische Präsident Selenskyj fand schon im Vorfeld deutliche Worte. Nordkorea hat eine Raketeneinheit seiner Armee in den Westen Russlands verlegt. Das berichtet der englische Dienst der Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf den ukrainischen Geheimdienst. Demnach handelt es sich um sechs mobile Abschussbasen, die mit rund 120 Raketen ausgestattet werden können. Demnach plant Russland, die rund 90 nordkoreanischen Soldaten in der westrussischen Region Woronesch zu stationieren. Russland hat seit Ende 2023 bereits zahlreiche nordkoreanische Raketen auf die Ukraine abgefeuert. Die Entsendung einer eigenen Einheit wäre eine Ausweitung der ohnehin umfassenden militärischen Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern. Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un zählt seit Beginn des Angriffskriegs in der Ukraine 2022 zu den wichtigsten Verbündeten des russischen Staatschefs Wladimir Putin. 2024 wurde ein offizielles Beistandsabkommen besiegelt. Russland liefert Nahrungsmittel, Medikamente und Öl Allein in die Region Kursk wurden rund 14.000 nordkoreanische Soldaten entsandt. Hinzu kommt die Lieferung von Munition und Geschossen. Im Gegenzug lieferte Russland Nahrungsmittel, Medikamente und Öl. Und Nordkorea profitierte vom Know-how auf dem Schlachtfeld. Bruce Klingner von der US-Forschungseinrichtung Mansfield Institution erklärte zuletzt zum Einsatz der nordkoreanischen Truppen im Krieg gegen die Ukraine: "Sie galten von Beginn als tapfer, aber wenig geschult in neuen Techniken." Das habe sich geändert. "Sie lernen schnell dazu." Selenskyj: "Dreckskerle und Wahnsinnige" Die Lieferung von Raketen und Truppenteilen bringt die ohnehin überlastete ukrainische Raketenabwehr weiter in Bedrängnis. Bereits Ende Juli hatte die Ukraine über einen Einschlag einer Rakete aus nordkoreanischer Produktion berichtet. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fand damals drastische Worte. "Das Bündnis zwischen den Moskauer Dreckskerlen und dem wahnsinnigen Regime in Nordkorea existiert für Raketen, für nordkoreanische Truppen an unseren Grenzen hier in Europa und dafür, unsere ukrainischen Kinder zu töten", teilte er mit. Erst in der Nacht zu Mittwoch war es erneut zu schweren russischen Angriffen auf die Region Kiew gekommen. Mindestens 15 Menschen kamen ums Leben. Von den 28 Raketen und 98 Drohnen der russischen Seite haben nur die Drohnen abgefangen werden können, räumte das ukrainische Militär ein.