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Krieg in der Ukraine: Selenskyj fordert mehr Druck auf Russland und nennt Putin „Patient Null“ des Krieges

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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die internationale Gemeinschaft aufgefordert, Russlands Einnahmen weiter zu beschneiden und damit dessen Kriegsführung zu erschweren. „Russlands Einnahmen müssen ein Ziel bleiben“, sagte Selenskyj am Mittwoch bei der Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York.

„Wenn jemand Russland durch Handel mehr Geld gibt, gibt er diesem Krieg mehr Zeit“, sagte Selenskyj auf Englisch. „Und genau deshalb bestehen wir darauf, den Handel mit dem Aggressor einzuschränken, und deshalb verbrennen wir Russlands Einnahmen selbst.“

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Rubio und Lawrow äußern sich widersprüchlich

Für Russland richtet sich am Samstag Außenminister Sergej Lawrow im Rahmen der Generaldebatte an die UN-Vollversammlung. Präsident Wladimir Putin ist nicht nach New York gereist. Lawrow sagte vor dem UN-Sicherheitsrat, Russland sei bereit, über einen dauerhaften Frieden zu verhandeln, werde seine Angriffe aber nicht pausieren, weil dies den Unterstützern Kiews nur Raum gebe, der Ukraine weitere Waffen zu liefern.

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Zuvor hatte US-Außenminister Marco Rubio nach einem Treffen mit Lawrow erklärt, beide Kriegsparteien hätten Interesse an einer Vereinbarung signalisiert, die einen Stopp der Angriffe auf Getreidelieferungen und Energieanlagen beinhalten könnte. Rubio, der am Rande der Generaldebatte mit Reportern sprach, erklärte, auch ein Teilabkommen in dem Konflikt sei nicht leicht zu erreichen, die Mühe aber auch dann wert, wenn es den Krieg nicht gänzlich beende. Vielleicht könne ein solches Teilabkommen später auch als Plattform für eine breitere Einigung dienen, sagte Rubio.

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„Patient Null muss gestoppt werden“

Selenskyj zweifelte die Friedensabsichten des Kremls in seiner Rede an. Irgendetwas scheine Putin stets davon abzuhalten, zu sagen: „Das war es. Genug. Frieden.“

„Können Sie sich ihn ohne Krieg überhaupt vorstellen?“, fragte Selenskyj. Putin sei „Patient Null“, von dem sich der Krieg immer weiter ausbreite. „Patient Null muss gestoppt werden.“

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Allein in diesem Jahr habe Russland bereits 63.000 Angriffsdrohnen gegen die Ukraine eingesetzt. Die Ukraine habe unter Beweis gestellt, dass man selbst gegen einen weitaus größeren Feind bestehen und überleben könne. Dennoch gelte es, Putin Geld und ausländische Kämpfer zu verweigern. „Begrenzen Sie sein Geld. Begrenzen sie diesen Krieg.“

Es möge manchmal den Anschein haben, als konzentriere sich die Ukraine nur auf Krieg, „weil wir über Waffen sprechen, wir sprechen über Verteidigung und Sanktionen gegen den Aggressor. Aber die Ukrainer haben sich diesen Krieg nicht ausgesucht“, erklärte Selenskyj. „Wir entscheiden uns dafür, nicht zu sterben. (...) Wir verteidigen uns.“

AP/ceb

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