Krieg in Europa: Drohnenangriffe auf Russland, Anschlag in Monaco
Die Ukraine hat ihre Drohnenangriffe auf Russland verstärkt. Die russische Luftabwehr habe in der Nacht zum Dienstag im ganzen Land „419 ukrainische Festflügeldrohnen abgefangen und zerstört“, erklärte Russlands Verteidigungsministerium laut AFP. Der Bürgermeister von Moskau, Sergej Sobjanin, schrieb auf Telegram, dass die Luftabwehr in der Nacht 61 auf die Hauptstadt zusteuernde „feindliche Drohnen“ abgeschossen habe. An den betroffenen Orten gingen Trümmer nieder, die Helfer der Rettungsdienste waren im Einsatz. In der Region Moskau wurde den Behörden zufolge ein sechs Monate altes Baby bei den Angriffen getötet. Der Regionalgouverneur von Moskau, Andrej Worobjow, teilte auf Telegram mit, dass Drohnen in dem Dorf Jegorjewsk südöstlich von Moskau ein „Privathaus“ getroffen hätten. Angriff aufs Weltraumzentrum Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte laut AFP, die ukrainischen Streitkräfte hätten zum zweiten Mal binnen einer Woche eine Satellitenkommunikationsanlage in der Region Moskau angegriffen. Dabei handelt es sich ihm zufolge um das Weltraumkommunikationszentrum Dubna. Diese „spezielle Einrichtung zur Satellitenkommunikation“ werde „insbesondere für die Aufklärung und die Koordinierung der Aktivitäten des russischen Besatzungskontingents in der Ukraine genutzt“. Zur Identität der Opfer machte die Staatsanwaltschaft keine Angaben. Nach Medienberichten in Monaco, Frankreich und der Ukraine soll es sich um den ukrainischen Oligarchen Wadym Jermolajew, seine Ehefrau und einen Sohn des Paares handeln. Ukrainisches Justizsystem ist „nicht ideal“ Jermolajew gab laut dem Guardian seine ukrainische Staatsbürgerschaft im Jahr 2019 auf und nahm die zypriotische an. Die Ukraine verhängte 2023 Sanktionen gegen ihn, da er angeblich Geschäftsbeziehungen zu russischen Unternehmen unterhielt, die in von Moskau besetzten ukrainischen Gebieten, darunter die Krim (die Russland 2014 völkerrechtswidrig annektierte), tätig waren. Jermolajew hat laut dem Guardian keine explizit prorussischen Ansichten vertreten. In einem Interview mit Forbes Ukraine im Jahr 2024 sagte Jermolajew, er habe seine ukrainische Staatsbürgerschaft aufgegeben, weil er „internationalen Schutz“ suche. Das ukrainische Justizsystem sei „nicht ideal“, das Steuersystem sei „nicht objektiv“. Lesen Sie mehr zum Thema