Krieg in Nahost: Huthis wollen wohl Gebühren für Fahrt durchs Rote Meer
Newsblog zum Krieg in Nahost Huthis wollen wohl Gebühren für Passage durchs Rote Meer erheben Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Die Huthis setzen ihre Kampagne gegen saudi-arabische Schiffe fort. Der Iran fungiert dabei mit der Hormus-Blockade wohl als Vorbild. Alle Entwicklungen im Newsblog. Mittwoch, 29. Juli Huthi-Miliz will wohl Gebühren für Passage durchs Rote Meer erheben Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen erwägt die Einführung von Gebühren für die Durchfahrt von Handelsschiffen durch das Rote Meer. Dies sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Der Plan bezieht sich demnach auf die strategisch wichtige Meerenge Bab al-Mandab, die das Rote Meer mit dem Golf von Aden und damit mit dem Indischen Ozean verbindet. Ein Zeitplan dafür wurde nicht genannt. Die Idee wurde bei einem Treffen in Teheran erörtert. Huthi-Vertreter seien im Juli zur Trauerfeier für Irans obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei gereist. Dort hätten iranische Gesprächspartner die Einführung von Gebühren vorgeschlagen. Damit solle der Druck auf die USA erhöht werden. Chinesische Schiffe sollen von den Abgaben ausgenommen werden. Peking hatte zuvor in direkten Gesprächen mit der Miliz erreicht, dass seine Tanker das südliche Rote Meer ohne Angriffe passieren können. Die Volksrepublik ist der weltgrößte Abnehmer von Öl aus Saudi-Arabien aber auch großer Abnehmer von iranischem Öl. Der Iran fordert seinerseits in den Verhandlungen für ein Kriegsende im Konflikt mit den USA Gebühren für die Schiffspassage durch die Straße von Hormus, was die Vereinigten Staaten strikt ablehnen. Die Schließung oder Behinderung der Durchfahrt bei Bab al-Mandab würde Saudi-Arabien einer wichtigen Alternative zur Straße von Hormus berauben. Die Furcht vor Engpässen bei der Ölversorgung dürfte damit verstärkt werden. Der Schiffsverkehr im Roten Meer hat sich seit Beginn der Huthi-Angriffe vor der jemenitischen Küste im November 2023 im Zuge des Gaza-Kriegs nicht vollständig erholt. Die Miliz hatte ihre Angriffe als Akt der Solidarität mit den Palästinensern im Gazastreifen im Krieg mit Israel bezeichnet. USA und Saudi-Arabien greifen "Terroristen" im Irak an Das US-Militär hat nach eigenen Angaben gemeinsam mit saudi-arabischen Streitkräften im Irak Angriffe gegen dem Iran nahestehende "Terroristen" durchgeführt. Amerikanische und saudi-arabische Kampfflugzeuge hätten mehrere Logistik- und Waffenlager der nicht näher benannten Gruppierung im Osten des Iraks angegriffen, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Dies sei eine Reaktion auf angeblich mehr als 30, von den iranischen Revolutionsgarden angeordnete Drohnenangriffe in den vergangenen 72 Stunden gewesen, hieß es zur Begründung. Die Revolutionsgarden sollen demnach die "Terroristen" zu Angriffen auf in Saudi-Arabien stationierte US-Truppen und Energieinfrastruktur in dem Land angestiftet haben. Die Angriffe auf US-Streitkräfte seien "erfolglos" gewesen. Iran startet "Überraschungsangriff" auf US-Truppen Nach einigen Tagen ohne gegenseitige Attacken hat die US-Armee neue Raketenangriffe des Iran gemeldet. Die Truppen Teherans hätten einen "Überraschungsangriff auf im Nahen Osten stationierte US-Streitkräfte" versucht, erklärte das zuständige US-Regionalkommando Centcom am Dienstagabend (Ortszeit). "Alle iranischen Raketen wurden erfolgreich abgefangen." Einheiten der Iranischen Revolutionsgarden hätten "mehrere ballistische Raketen vom Iran aus" abgefeuert, erklärte Centcom auf der Plattform X. Dies sei der "Versuch eines Überraschungsangriffs auf im Nahen Osten stationierte US-Streitkräfte" gewesen, der aber vereitelt worden sei. Nach 13 Nächten mit neuen US-Luftangriffen auf den Iran und Vergeltungsattacken Teherans hatten zuvor beide Seiten seit Freitag vergangener Woche keine gegenseitigen Angriffe mehr gemeldet. In der Folge zeigte sich US-Präsident Donald Trump zuversichtlich über eine mögliche Verhandlungslösung. Er sprach am Montag von einer "guten Chance" für eine Einigung mit Teheran. Dienstag, 28. Juli Huthis melden Angriff auf saudischen Öltanker im Roten Meer Die pro-iranische Huthi-Miliz im Jemen hat nach eigenen Angaben einen saudi-arabischen Öltanker im Roten Meer angegriffen. Der Tanker "NCC Ghazal" habe gegen eine Seeblockade der Huthis für saudi-arabische Schiffe "verstoßen", erklärte die Miliz am Dienstag über ihren Fernsehsender Al-Masira. Das Schiff habe "Warnungen ignoriert und war gezwungen, umzukehren, nachdem mehrere Raketen abgefeuert wurden." Die von Teheran unterstützte Miliz hatte in der vergangenen Woche eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt und seither nach eigenen Angaben saudi-arabische Öltanker und Ölanlagen angegriffen. Am Montag meldete die Miliz Drohnenangriffe auf "sensible Knotenpunkte" für den Öltransport zum saudi-arabischen Hafen Janbu am Roten Meer. Saudi-Arabien griff Ziele in von den Huthis kontrolliertem Gebiet an. Eine von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition hatte seit 2015 die jemenitische Regierung im Kampf gegen die Huthis unterstützt. Seit einer von der UNO vermittelten Waffenruhe im Jahr 2022 waren die Kämpfe zwischen Saudi-Arabien und der Miliz weitgehend zum Erliegen gekommen. Durch die jüngsten gegenseitigen Angriffe droht diese faktische Feuerpause zu kippen. Iranische Revolutionsgarden bedrohen Melania und Barron Trump Die iranische Propaganda hat ein Drohvideo gegen Melania Trump veröffentlicht. Am Ende des Clips gerät auch Sohn Barron Trump ins Visier der Revolutionsgarden. Lesen Sie den ganzen Artikel hier. Loading... Loading... Loading... Iran schlägt Übergangslösung für Straße von Hormus vor Der Iran schlägt dem Oman eine Übergangslösung zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus vor. Demnach soll die Route in die eine Richtung komplett und die Gegenroute teilweise durch iranische Gewässer verlaufen, sagte Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi im staatlichen iranischen Fernsehen. Einen omanischen Vorschlag zur gleichmäßigen Aufteilung der Transitwege lehnt Teheran ab. Dieser räume nicht die Sicherheitsbedenken des Landes aus, solange keine langfristige regionale Stabilität erreicht sei, so Gharibabadi. Sollte die omanische Regierung den Plan zurückweisen, bleibe die Meerenge geschlossen, fügte er hinzu. Der Iran habe die Südroute entlang der omanischen Küste nie anerkannt.