Krieg in Nahost im Live-Blog: Iran wirft USA Vertragsbruch vor und droht
08:23 Uhr: ➤ "Wir haben es euch gesagt": Iran wirft USA Vertragsbruch vor und droht 07:09 Uhr: Alarm in Golfstaaten: Angriffe mit Raketen und Drohnen 06:49 Uhr: US-Militär: Rund 140 militärische Ziele im Iran angegriffen 06:31 Uhr: Crew verlässt Schiff in Straße von Hormus – Brand an Bord 02:41 Uhr: Vorfall in Straße von Hormus: USA greifen erneut den Iran an 01:34 Uhr: Irans Revolutionsgarden: Straße von Hormus geschlossen +++ Hier Live-Blog zum Krieg in Nahost aktualisieren +++ ➤ "Wir haben es euch gesagt": Iran wirft USA Vertragsbruch vor und droht 08:23 Uhr Der Iran hat den USA nach der bereits dritten Angriffswelle diese Woche Vertragsbruch vorgeworfen. "Die Zeit der einseitigen Abmachungen ist VORBEI. Wir haben es euch gesagt: Haltet euer Wort oder zahlt den Preis", schrieb der iranische Parlamentspräsident und Verhandlungsführer Mohammed Bagher Ghalibaf auf X. Die USA hatten vergangene Nacht bereits zum dritten Mal innerhalb einer Woche den Iran angegriffen. Auslöser war erneut iranischer Beschuss eines Schiffs in der Straße von Hormus. Vertreter aus Washington und Teheran hatten sich Mitte Juni auf ein Rahmenabkommen geeinigt, das den Weg für ein dauerhaftes Ende des Kriegs ebnen soll. Auch Irans Militär warf US-Präsident Donald Trump vor, Zusagen nicht einzuhalten. "Die Amerikaner versuchen, südlich der Straße von Hormus eine regelwidrige Route durchzusetzen, die der mit der Islamischen Republik Iran unterzeichneten Vereinbarung widerspricht", sagte Militärsprecher Amir Akraminia laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim. Gemäß dem Rahmenabkommen liege die Verantwortung beim Iran, sagte Akraminia weiter. Teheran bemühe sich gemeinsam mit dem Golfstaat Oman, "eine gemeinsame Verständigung und gemeinsame Regelungen in der Region durchzusetzen". (dpa/bearbeitet von mbo) +++ Weitere News zum Krieg im Iran vom 12. Juli Alarm in Golfstaaten: Angriffe mit Raketen und Drohnen 07:09 Uhr Nach nächtlichen Angriffen des US-Militärs gegen den Iran herrschte in den frühen Morgenstunden in mehreren mit den USA verbündeten Golfstaaten Alarm. In Bahrain ertönten in den frühen Morgenstunden wieder die Warnsirenen, wie das Innenministerium mitteilte. Die Bewohner wurden aufgerufen, ruhig zu bleiben und einen sicheren Ort aufzusuchen. Die Vereinigten Arabischen Emirate gerieten wieder unter Beschuss. Dort würden Angriffe mit Raketen und Drohnen aus dem Iran abgewehrt, teilte das Verteidigungsministerium mit. Der Katastrophenschutz warnte die Bewohner vor einer Bedrohung durch Raketen. Das Innenministerium von Katar teilte auf der Plattform X mit, die Sicherheitslage sei ernst. Die Einwohner sollten zu Hause bleiben, nicht nach draußen gehen und sich von Fenstern und offenen Flächen fernhalten. Das Verteidigungsministerium teilte mit, die Flugabwehr habe einen Raketenangriff abgewehrt. Der katarische Nachrichtenkanal Al Jazeera berichtete dann, Anwohner seien benachrichtigt worden, dass die Gefahr vorüber sei. Auch im kleinen Golfstaat Kuwait meldete die Armee "feindliche Ziele" im eigenen Luftraum. Bei Explosionen handle es sich um Flugabwehr, die Angriffe abwehre. Einwohner wurden aufgerufen, Schutz zu suchen. (dpa) +++ Crew verlässt Schiff in Straße von Hormus – Brand an Bord 06:31 Uhr Bei einem erneuten Vorfall in der Straße von Hormus ist die Crew eines Containerschiffs nach einem Brand von Bord gegangen. Die Besatzungsmitglieder hätten sich auf ein Rettungsschiff begeben, teilte die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt UKMTO am frühen Morgen mit. Dies hätten ein Sicherheitsoffizier des Schiffs und Militärbehörden gemeldet. Die UKMTO berichtete zuvor, dass das Schiff östlich des Omans beschädigt wurde. Das US-Militär hatte zuvor mitgeteilt, Irans Revolutionsgarden (IRGC) hätten das unter zyprischer Flagge fahrende Containerschiff "GFS Galaxy" in der Straße von Hormus angegriffen. Ein ziviles Besatzungsmitglied wird demnach vermisst. Das 300 Meter lange Schiff sei wegen eines Feuers an Bord sowie erheblicher Schäden im Maschinenraum nicht in der Lage, seine Reise fortzusetzen. Irans Revolutionsgarden hatten zuvor erklärt, Warnschüsse auf ein Schiff in der Meerenge abgegeben zu haben. Das Schiff habe die maritime Sicherheit in der Meerenge gefährdet, teilten die Revolutionsgarden über ihren Kanal Sepah News auf Telegram mit. (dpa/bearbeitet von mbo) +++ US-Militär: Rund 140 militärische Ziele im Iran angegriffen 06:49 Uhr Die US-Armee hat bei ihren neuen Attacken auf den Iran nach eigenen Angaben rund 140 militärische Ziele angegriffen. Dazu gehörten iranische Raketen- und Drohnenstellungen sowie Munitionsdepots, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom im Onlinedienst X mit. Die neuen US-Angriffe auf den Iran waren nach Centcom-Angaben erfolgt, nachdem die iranischen Revolutionsgarden ein Schiff in der Straße von Hormus angegriffen hatten. (afp) +++ Vorfall in Straße von Hormus: USA greifen erneut den Iran an 02:41 Uhr Das US-Militär hat eigenen Angaben zufolge in der Nacht erneut Ziele im Iran angegriffen. Die Attacke sei eine Reaktion auf einen Angriff der Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) auf das unter zyprischer Flagge fahrende Containerschiff "GFS Galaxy" in der Straße von Hormus, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Ein ziviles Besatzungsmitglied wird demnach vermisst. Das Schiff sei wegen eines Feuers an Bord sowie erheblicher Schäden im Maschinenraum nicht in der Lage, seine Reise fortzusetzen. (dpa) +++ Irans Revolutionsgarden: Straße von Hormus geschlossen 01:34 Uhr Die Marine der Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) hat nach eigenen Angaben Warnschüsse auf ein Schiff in der Straße von Hormus abgegeben und dieses gestoppt. Das Schiff habe die maritime Sicherheit in der Meerenge gefährdet, teilten die Revolutionsgarden über ihren Kanal Sepah News auf Telegram mit. Demnach hätten zuvor mehrere Schiffe versucht, eine nicht genehmigte Route zu befahren und Aufforderungen der Revolutionsgarden ignoriert, ihre Route zu korrigieren. Infolge dieses Vorfalls werde die Straße von Hormus bis auf weiteres und bis zum Ende der US-amerikanischen Eingriffe in der Region geschlossen bleiben, hieß es in der Mitteilung weiter. Die Durchfahrt sei verboten. Sollte der "Aggressor" neue Angriffe gegen den Iran starten, hieß es an die USA gewandt, werde man mit weiteren Angriffen auf "feindlich Stützpunkte" in der Region reagieren. Die US-Regierung äußerte sich zunächst nicht offiziell zu dem Vorfall. Ein US-Beamter bestätigte jedoch dem gut vernetzten Journalisten Barak Ravid, dass die Revolutionsgarden eine Rakete auf ein Handelsschiff abgefeuert hätten, das versucht habe, die Straße von Hormus zu passieren. Das Schiff sei getroffen und schwer beschädigt worden. Empfehlungen der Redaktion Russischer Gleitbombenangriff: Tote und Verletzte in Sumy Nach Berichten zu Trump-Flugzeug: "New York Times"-Reporter vorgeladen Rente und Pension: Wie groß sind die Unterschiede? Die Revolutionsgarden hätten zuvor erklärt, keine "ausländische Einmischung" bei der Festlegung von Schiffsrouten in der Straße von Hormus dulden zu wollen, hieß es in der Mitteilung der IRGC-Marine weiter. Eine solche Einmischung würde ein entscheidendes Vorgehen von iranischer Seite nach sich ziehen. (dpa) Mit Material von dpa und afp