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Krieg in Nahost | Iran droht Ukraine nach Angriff auf Frachtschiff

Welt

Newsblog zum Krieg in Nahost Iran droht Ukraine nach Angriff auf Frachtschiff Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Der Iran schaltet sich in den Ukraine-Krieg ein. Ein Öltanker soll in der Straße von Hormus explodiert sein. Alle Entwicklungen im Newsblog. Sonntag, 26. Juli Iran droht Ukraine nach Angriff auf Frachtschiff Nach einem ukrainischen Angriff auf einen iranischen Frachter im Kaspischen Meer mit einem Toten hat Irans Außenminister Abbas Araghtschi der Ukraine mit einer Reaktion gedroht. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj habe "ein iranisches Handelsschiff angegriffen und dabei einen Seemann getötet", schrieb Araghtschi am Sonntag auf X. Er verurteilte einen "eklatanten Verstoß gegen die UN-Charta". Am Samstag hatte Selenskyj erklärt, im Kaspischen Meer seien "sehr solide Ergebnisse" durch Angriffe erzielt worden. Die Attacken hätten sich insbesondere gegen Schiffe gerichtet, "die für den Transport militärischer Fracht mit Beteiligung des Iran genutzt wurden, sowie auf ein Kriegsschiff". Der ukrainische Geheimdienst SBU sprach auf Telegram von Drohnenangriffen auf mit internationalen Sanktionen belegte Frachtschiffe, "die zum Transport militärischer Fracht zwischen dem Iran und Russland" genutzt worden seien. Das Kaspische Meer ist ein Binnengewässer, das an den Iran und Russland grenzt. Weitere Anrainerstaaten sind Kasachstan, Turkmenistan und Aserbaidschan. USA bestätigen Verlegung von Militär in den Nahen Osten Die USA haben inmitten des Iran-Kriegs die Verlegung von weiterem Militär in den Nahen Osten bestätigt. Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, sagte in der Polit-Sendung "Face the Nation" des US-Senders CBS News, zusätzliche Kapazitäten würden in die Region verlegt. Genauere Angaben machte er nicht. US-Medien hatten bereits vor rund einer Woche berichtet, dass die USA weitere Kampf- und Tankflugzeuge in die Region verlegen. Nach einer Angriffsserie von 13 Nächten in Folge hatte das US-Militär in den vergangenen beiden Nächten keine Angriffe gegen den Iran gemeldet. Waltz sagte, das gebe der Diplomatie etwas Raum. Iranische Medien: Öltanker explodiert in der Straße von Hormus In der Straße von Hormus ist nach Berichten iranischer Medien ein Öltanker explodiert. Der Tanker sei von einer vorgeschriebenen Route abgewichen und auf eine Seemine aufgelaufen, berichteten die dem Militär und den Revolutionsgarden nahestehenden Nachrichtenagenturen Defapress und Tasnim. Der Tanker habe zuvor sein Radarsystem ausgeschaltet. Weitere Angaben wurden nicht gemacht. Die Straße von Hormus spielt eine Schlüsselrolle im weltweiten Energiehandel. Der Iran fordert von Handelsschiffen die Einhaltung einer festgelegten Passage und beansprucht die Kontrolle über die Meerenge für sich. Revolutionsgarden stoppen Schiffe in der Straße von Hormus Irans Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben sechs Handelsschiffe vor einer Durchfahrt durch die strategisch wichtige Straße von Hormus gestoppt. Die Garden erklärten laut der ihnen nahestehenden Agentur Tasnim, sie setzten die Kontrolle über ein 240.000 Quadratkilometer großes Gebiet im Persischen Golf und der Straße von Hormus durch. Diese Fläche entspricht etwa zwei Dritteln des deutschen Staatsgebiets. Kein Schiff könne passieren, ohne die iranischen Vorschriften einzuhalten, hieß es. Versuche des US-Militärs, den Kurs von Schiffen zu ändern, würden mit "einer entschlossenen Reaktion und Warnschüssen beantwortet". Als Folge seien die betroffenen Schiffe gezwungen, umzukehren. Irans Außenamtssprecher Ismail Baghai erklärte laut englischsprachigem Staatssender PressTV, es gebe keine Veränderung der Verkehrslage in der Straße von Hormus. Der Sprecher verwies auf bilaterale Gespräche mit Vertretern des Oman, dessen Territorialgewässer einen Teil der internationalen Schifffahrtsroute umfassen. Der Streit um die Durchfahrtsrechte auf einer Schlüsselroute für Öl, Gas und Düngemittel gilt als ein wesentlicher Auslöser für die jüngste Eskalation im militärischen Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Nach US-Angriffspause: Iran will Attacken ebenfalls eingestellt haben Nach zwei Nächten ohne US-Angriffe hat der Iran nach eigenen Angaben seine Attacken auf Ziele in der Region ebenfalls eingestellt. "Da unsere Strategie im Wesentlichen auf Vergeltung beruhte, haben auch wir unsere Vergeltungsmaßnahmen gestoppt", erklärte Armeesprecher Mohammed Akraminia am Sonntag. Die USA befänden sich in einer "schwierigen und instabilen" Lage und suchten wahrscheinlich nach "einer neuen Strategie", fügte er hinzu. US-Präsident Donald Trump hatte noch am Freitag erklärt, er erwäge neue, massivere Angriffe auf den Iran. Washington spreche allerdings derzeit mit Teheran, das in den Verhandlungen "von Tag zu Tag ernsthafter" werde. Die "New York Times" hatte dagegen berichtet, dass es innerhalb der US-Regierung große Sorgen über die schwindenden Bestände an Militärmaterial gebe. Dies betreffe vor allem Ausrüstung der Golfstaaten zur Abwehr iranischer Angriffe, wie zum Beispiel Patriot-Abfangraketen. Auch der Sender CNN berichtete, dass die USA die Angriffe aus diesem Grund "auf Eis gelegt" hätten. Samstag, 25. Juli Huthis drohen Saudi-Arabien mit Vergeltung Der Konflikt im Nahen Osten weitet sich aus. Nach Luftangriffen einer von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition im Jemen schwor die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz dem benachbarten Königreich Vergeltung. Die Angriffe auf zivile Ziele würden "nicht ungestraft bleiben", zitierte die von der Schiitenmiliz kontrollierte Nachrichtenagentur Saba deren Mitteilung auf der Plattform Telegram. Die Abschreckungsformel sei klar: Eskalation werde mit Eskalation beantwortet.

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