Krieg in Nahost: Saudi-Arabien schmiedet Bündnis zum Schutz von Schiffen
Newsblog zum Krieg in Nahost Saudi-Arabien schmiedet Bündnis zum Schutz von Schiffen Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Saudi-Arabien wehrt sich gegen Angriffe der Huthis. Die Terrormiliz dementiert einen Angriff auf einen US-Tanker. Alle Entwicklungen im Newsblog. Donnerstag, 30. Juli Saudi-Arabien schmiedet Bündnis zum Schutz der Schifffahrt Saudi-Arabien hat nach Angriffen auf seine Schiffe ein Militärbündnis angekündigt zum Schutz der Schifffahrt im Roten Meer und um die wichtige Meerenge Bab al-Mandab. Teil der Allianz sind nach saudischen Angaben 14 Länder, darunter die Golfstaaten Kuwait, Katar und Bahrain sowie Pakistan, die Türkei, Ägypten und Jordanien. Das Bündnis solle die Freiheit der Schifffahrt sowie internationale Routen für Handel und die weltweite Energieversorgung schützen, teilte das saudische Verteidigungsministerium am Donnerstagabend nach einem Treffen zur Allianz in Riad mit. Die Ankündigung folgt auf Angriffe der Huthi-Miliz im Jemen vergangene Woche gegen saudische Schiffe. Die Miliz hatte Handelsschiffe im Roten Meer aber schon ab 2023 massiv attackiert. Daraufhin wurde zum Schutz der Schifffahrt bereits die EU-geführte Mission Aspides ins Leben gerufen und der US-geführte Einsatz Prosperity Guardian. "Sicherheit zur See ist eine gemeinsame Verantwortung", teilte das Ministerium mit. Dies solle durch gemeinsame Militäreinsätze, Planungen und Übungen sowie den Austausch von Geheimdienstinformationen erreicht werden. Die Allianz sei in ihrer Natur aber "rein defensiv" und habe nicht das Ziel, einen Staat, ein anderes Bündnis oder eine internationale Organisation anzugreifen.Wegen der faktischen Blockade der Straße von Hormus exportiert Saudi-Arabien einen Teil seines Öls derzeit über eine Pipeline ans Rote Meer. Durch neue Angriffe der Huthi wird aber auch dieser Exportweg unsicherer. Huthis weisen Verantwortung für Angriff von sich Die jemenitische Huthi-Miliz steckt nach eigenen Angaben nicht hinter einem Drohnenangriff im Hafen der ägyptischen Stadt Stadt Damietta, bei dem zwei Tanker getroffen wurden. "Gerüchte, wonach der Jemen ein Schiff im Hafen von Damietta in Ägypten ins Visier genommen hat, entbehren jeder Grundlage", erklärte ein Vertreter des außenpolitischen Büros der Huthis am Donnerstag laut der Nachrichtenagentur Saba. Die Huthi-Miliz nehme "ausschließlich das saudiarabische Regime ins Visier". Nach dem Ausbruch von Feuer auf zwei Flüssiggastankern im Hafen von Damietta hatte die Regierung in Kairo am Donnerstag einen Drohnenangriff als Ursache genannt. Laut dem auf Schifffahrtsdaten spezialisierten Dienstleister Kpler handelt es sich bei den beschädigten Schiffen um das Gasspeicherschiff einer US-Firma und um einen griechischen LNG-Tanker. Der Angriff war der erste in Ägypten seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar. In sozialen Medien kursierten diese Bilder von den brennenden Schiffen: Empfohlener externer Inhalt Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen X -Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren X -Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren. X-Inhalte immer anzeigen Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen. Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz hatte in der vergangenen Woche eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt und griff seither nach eigenen Angaben saudiarabische Öltanker und Ölanlagen an. Am Montag meldete die Miliz Drohnenangriffe auf "sensible Knotenpunkte" für den Öltransport nach Janbu. Saudi-Arabien griff Ziele in von den Huthis kontrolliertem Gebiet im Jemen an. Teure Flugabwehr: US-Kommandeure lassen iranische Raketen durch Die USA verschießen mehr Abfangraketen, als sie nachproduzieren können. Für Donald Trump wird das zum Problem, denn der Iran ergreift die Initiative. Lesen Sie den ganzen Artikel hier. Iran-Krieg lässt Wirtschaft Saudi-Arabiens einbrechen Der Iran-Krieg lässt die Wirtschaft von Saudi-Arabien einbrechen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des weltgrößten Ölexporteurs fiel im zweiten Quartal um 4,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie die Statistikbehörde Gastat am Donnerstag auf Basis vorläufiger Daten mitteilte. Grund für den Rückgang war demnach ein Einbruch des Ölgeschäfts um 24,7 Prozent. Die anderen Wirtschaftsbereiche wuchsen dagegen um 0,9 Prozent. Die Staatsausgaben legten um 0,6 Prozent zu. Der Konflikt in der Region dauert bereits seit fünf Monaten an. Die als Meerenge für den Ölexport wichtige Straße von Hormus ist praktisch gesperrt. Hinzu kommt, dass die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen die Schifffahrt im Roten Meer unter Beschuss nehmen. Das stört den Ölexport erheblich. Eine Entspannung ist derzeit nicht in Sicht: Erst am Mittwoch griffen die USA den Iran wieder an. Einer Reuters-Umfrage unter Ökonomen zufolge dürften die meisten Golf-Staaten in diesem Jahr wirtschaftlich stärker schrumpfen als noch vor drei Monaten erwartet. Erst 2027 wird mit einer Erholung gerechnet. USA greifen den Iran wieder an Die USA haben die Angriffe auf den Iran wieder aufgenommen. Das meldete das US-Zentralkommando. Man habe Dutzende Ziele des Korps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) im Iran angegriffen, darunter militärische Kommandozentralen, Raketen- und Drohnenanlagen, Küstenüberwachungs- und Verteidigungsanlagen sowie maritime Kapazitäten. Die Angriffe wurden am frühen Morgen beendet. Die Angriffe zielten darauf ab, die Bedrohungen, die vom Iran und seinen Stellvertretern für die amerikanischen Streitkräfte, die Handelsschifffahrt und die Nachbarländer am Persischen Golf ausgehen, weiter zu verringern. Loading... Loading... Loading... Iran soll erste Luftabwehrraketenwerfer aus China bekommen Der Iran wird voraussichtlich innerhalb weniger Wochen eine erste Lieferung von bis zu 400 in China hergestellten, schultergestützten Luftabwehrraketenwerfern erhalten, wie drei mit dem Geschäft vertraute Quellen gegenüber Reuters angaben. Der Kauf im Wert von 60 bis 70 Millionen US-Dollar ist eine der größten bekannten Maßnahmen Teherans zur Stärkung seiner Kurzstrecken-Luftabwehr seit Ausbruch des Krieges mit den USA und Israel. Dem Iran war es in den vergangenen Wochen immer wieder gelungen, amerikanische Militärbasen im Nahen Osten anzugreifen. Mittwoch, 29. Juli Drohne trifft US-Gastanker in Ägypten Eine Drohne hat wohl am Mittwoch im ägyptischen Mittelmeerhafen Damietta einen US-Gastanker getroffen. Wie die britische Sicherheitsfirma Ambrey mitteilte, geriet die "Energos Winter", ein schwimmendes Tank- und Regasifizierungsschiff, in Brand. Das Feuer griff auf ein weiteres Schiff, die "Gaslog Salem", über. Das ägyptische Ölministerium bestätigte, dass es auf zwei Schiffen gebrannt habe. Die Flammen seien jedoch rasch gelöscht worden. Es habe keine Verletzten gegeben. Einen Drohnenangriff erwähnte die Behörde nicht.