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Krieg in Nahost: USA attackieren erneut Ziele im Iran - Kuwait und Bahrain geraten unter Beschuss

Welt

US-Streitkräfte haben zum zweiten Mal binnen 24 Stunden iranische Ziele angegriffen. Damit solle die Fähigkeit des Iran geschwächt werden, „die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus zu bedrohen“, erklärte das zuständige US-Kommando Centcom am Mittwoch im Onlinedienst X. Präsident Donald Trump hatte die mit dem Iran vereinbarte Feuerpause am Rande des Nato-Gipfels für beendet erklärt und die neuen Angriffe angeordnet. „Wir werden sie heute Nacht richtig hart treffen“, hatte Trump am Mittwoch in Ankara gesagt. „Sie verletzen das Abkommen jeden Tag“, betonte der US-Präsident mit Blick auf die Führung in Teheran und das US-iranische Rahmenabkommen zur Beendigung des am 28. Februar begonnenen Krieges gegen den Iran. „Sie stimmen allem zu und dann geben sie eine Pressekonferenz und sagen, wir hätten nicht einmal darüber geredet“, sagte der US-Präsident. Auch in Bahrain heulten wie in der Nacht zuvor wieder die Sirenen. Die Bevölkerung solle sich in Sicherheit bringen und ruhig verhalten, teilte das Innenministerium des Inselstaats im Persischen Golf mit. Bahrain und Kuwait waren wie auch andere Golfstaaten schon mehrfach unter iranischen Beschuss geraten. Sie beherbergen US-Militärbasen, die nur wenige Hundert Kilometer vom Iran entfernt liegen. Kurz nach Beginn der erneuten Angriffe postete Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social ein Foto, das offenbar einen amerikanischen Angriff auf die Stadt Chabahar zeigt. „Dies ist eine Vergeltungsmaßnahme für die gestrigen iranischen Schiffsangriffe“, schrieb Trump und drohte in Richtung Teheran: „Sollte es erneut passieren, wird es noch viel schlimmer werden!“ Anschließend veröffentlichte der US-Präsident mehrere Videos, die ebenfalls US-Angriffe auf den Iran zeigen sollen. Trump: Iran will weiterhin „unbedingt“ ein Abkommen Auf dem Rückflug nach Washington sagte Trump Reportern: „Sie haben angegriffen, und wir haben viel härter zurückgeschlagen.“ Auf die Frage, ob es zu einer umfassenden Militäroffensive kommen würde, antwortete Trump: „Ich weiß es nicht“, aber der Sieg würde „sehr schnell“ errungen werden. Der Iran will nach Darstellung von Trump trotz der erneuten Angriffe weiterhin ein Friedensabkommen. „Sie haben vor kurzem angerufen, sie wollen unbedingt ein Abkommen abschließen“, behauptete er. Er sei sich allerdings nicht sicher, ob sie eines Abkommens würdig seien oder ob sie sich an eines halten würden. Auf die Frage einer Journalistin, warum die iranische Führung Handelsschiffe angreife, wenn sie doch an einem Abkommen interessiert sei, sagte Trump: „Weil ... sie etwas verrückt sind.“ Trump erklärte Waffenruhe mit Iran als „Zeitverschwendung“ Zuvor hatte Trump mit Blick auf die geltende Waffenruhe erklärt: „Was mich betrifft, ist sie vorbei“. Es sei „reine Zeitverschwendung“, sich mit der Führung in Teheran „abzugeben“. Er werde jedoch mit den US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner über die Verhandlungen mit Teheran sprechen. „Ich werde unseren wunderbaren Unterhändlern erlauben weiterzureden, wenn sie wollen, aber ich sehe es nicht“, sagte Trump.

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