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Krieg: „Mehr russische Soldaten töten“ – „FAZ“ reagiert auf Kritik nach Frage an Selenskyj

Welt

Nach der Frage eines ihrer Korrespondenten an den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zum Töten russischer Soldaten hat sich die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ („FAZ“) zu dem Vorgang geäußert. Die Frage des Reporters sei missverständlich formuliert gewesen, teilte die Pressestelle der Zeitung auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit. Dies bedauere man. Es sei nicht die redaktionelle Linie der „FAZ“, dass möglichst viele russische Soldaten getötet werden sollten.

„FAZ“-Korrespondent Michael Martens hatte Selenskyj am Samstag bei der Pressekonferenz in Belgrad gefragt, was die Europäer tun könnten, um der Ukraine dabei zu helfen, mehr russische Soldaten zu töten. Nach Angaben der „FAZ“ bezog sich die Frage auf aktuelle Debatten unter Verteidigungsexperten darüber, wie die russische Armee in personelle Schwierigkeiten gebracht werden könnte, um Russland zu Friedensverhandlungen zu bewegen.

Auf seinem X-Account schrieb Martens nach Kritik, bei der Frage habe es sich um eine Anspielung auf ein Zitat des britischen Politikers Winston Churchill gehandelt. Der damalige britische Premierminister Churchill soll die Entscheidung über die Unterstützung der jugoslawischen Widerstandsgruppen im Zweiten Weltkrieg auf eine militärische Frage zugespitzt haben: „Wer tötet die meisten Deutschen, und wie können wir ihnen helfen, noch mehr zu töten?“

Das russische Außenministerium reagierte am Sonntagabend mit scharfer Kritik an dem Journalisten. Es bezeichnete ihn unter anderem als „braunen Propagandisten“ und warf ihm vor, Russen zu entmenschlichen und Hass gegen Russland zu legitimieren. Zudem bezeichnete das Ministerium die Äußerung des Journalisten als „revanchistisch“ und kritisierte, dass die Frage im Westen nicht verurteilt worden sei.

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