Krieg: Offizieller Bericht räumt Munitionsmangel ein
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Erstmals öffentlich Offizieller US-Bericht räumt Munitionsmangel wegen Irankriegs ein
Donald Trump drohte Medien, wenn sie einen Munitionsmangel thematisierten. Jetzt zeigt ein Bericht des Pentagon-Generalstabs: Der Irankrieg hat die Lager tatsächlich leer gefegt.
15.09.2026, 15.34 Uhr
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Erstmals seit Beginn des Irankriegs haben die USA offiziell Munitionsmängel gemeldet. In dem am Montag (Ortszeit) veröffentlichten Pflichtbericht an den US-Kongress verwies die Generalinspektion des Pentagon darauf, dass Munition infolge des Kriegs knapp geworden sei. Sie bestätigte zudem den Tod von sieben Soldaten im Einsatz sowie sieben weiteren bei nicht feindlichen Ereignissen.
Der Munitionsverbrauch im Nahen Osten habe »strategische Bestandslücken« verursacht und »Engpässe in der Rüstungsindustrie bei der Nachschubversorgung offenbart«, heißt es in dem Bericht. Deswegen arbeite das Verteidigungsministerium daran, Beschaffungsprozesse und Produktionsvorlaufzeiten zu straffen und kritische Materialien, Komponenten und ausgewählte Munition einzulagern, »um im Notfall schnell reagieren zu können«.
Der Bericht deckt den Zeitraum vom 1. April bis 30. Juni ab. Bei welchen Waffensystemen ein Mangel herrscht, geht daraus nicht hervor.
Trump und Co. wiesen Berichte zurück
Die US-Munitionsvorräte sind seit Kriegsbeginn Ende Februar ein politisch brisantes Thema. Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte Berichte über Munitionsknappheit wiederholt zurückgewiesen. Erst am Montag schrieb US-Präsident Donald Trump bei Truth Social, die USA produzierten mehr Waffen »als jemals zuvor in unserer Geschichte«. Diese würden täglich in den Nahen Osten und darüber hinaus geliefert.
Trump war Berichten immer wieder entgegengetreten und hatte Medien und ihren Quellen unverhohlen gedroht. Menschen, die verräterische Informationen durchstechen, würden gejagt, schrieb er. Unter anderem der Sender CNN hatte berichtet , ein Mangel an Langstrecken-Lenkflugkörpern und Flugabwehr-Abfangraketen habe Trumps Strategie im Irankrieg geschwächt. Fast 80 Prozent des Bestandes der THAAD-Abfangraketen seien aufgebraucht, hieß es von dem Sender unter Berufung auf interne Quellen.
Die Munitionsknappheit betrifft jedoch nicht nur Trumps Ziele. Die Ukraine und Taiwan sind auf Waffenlieferungen aus den USA angewiesen. In ihrem Krieg gegen Russland benötigt die Ukraine dringend Patriot-Abfangraketen. Taiwan ist abhängig von Waffenabkommen mit Washington, um China abzuschrecken. Peking beansprucht die demokratisch regierte Insel für sich.
hba/dpa/AFP