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Krieg: Putin ist empört über Vorgehen gegen „Schattenflotte“ – und droht der EU

Welt

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Russlands Präsident Wladimir Putin hat mit der Beschlagnahmung europäischer Schiffe gedroht als Vergeltung für Pläne, Fracht von Schiffen der russischen „Schattenflotte“ zu verkaufen.

„Wir werden gezwungen sein, in gleicher Weise zu reagieren“, sagte der Kreml-Chef am Mittwoch bei der Beaufsichtigung eines Marinemanövers im Fernen Osten Russlands. Moskau werde „überall dort handeln, wo wir es selbst für notwendig und angemessen halten – überall“, fügte er hinzu.

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Mehrere europäische Staaten haben Schiffe abgefangen, die russisches Öl transportierten und damit gegen westliche Sanktionen verstießen. Im vergangenen Monat verabschiedete Sanktionen erlauben es den EU-Mitgliedstaaten, das Öl oder sonstige von den Schiffen beschlagnahmte Ladungen zu verkaufen. Moskau reagierte mit Empörung auf das Vorhaben, das Putin als „Piraterie und Banditentum“ bezeichnete.

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Schweden will etwa ein Anfang März beschlagnahmtes russisches Schiff an die Ukraine übergeben, das in Verdacht steht, Getreide aus den besetzten Gebieten der Ukraine transportiert zu haben. Die schwedische Polizei hatte die „Caffa“ im März auf Anfrage der ukrainischen Justiz beschlagnahmt. Der 96 Meter lange Frachter war auf dem Weg von Casablanca in Marokko nach St. Petersburg in Russland. Das Schiff steht auf einer Sanktionsliste der Ukraine und fuhr unter falscher guineischer Flagge, zehn von elf Crewmitgliedern waren Russen.

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Mit Schiffen der sogenannten Schattenflotte versucht Russland, die von westlichen Alliierten im Ukraine-Krieg verhängten Sanktionen zu umgehen. Diese Flotte besteht aus oft veralteten Schiffen in schlechtem Zustand, ohne angemessene Versicherung und mit intransparenten Eigentumsverhältnissen.

Schätzungen zufolge fahren mittlerweile mehr als 1000 „Schattentanker“ um die Welt.

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Putin sprach an Bord des russischen Kreuzers „Warjag“ vor der Insel Sachalin, wo die russische Marine Manöver abhielt. Sie finden eine Woche vor Militärübungen der USA und Südkoreas statt, die eine mögliche Invasion durch Nordkorea simulieren sollen. Die Spannungen in der Region sind groß: Kiew und Seoul werfen Moskau und Pjöngjang vor, ihre militärische Zusammenarbeit weiter zu intensivieren.

AFP/lay

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