Krieg: „Putin könnte eines Tages aus dem Fenster springen“, sagt Estlands Außenminister
Estlands Außenminister Margus Tsahkna sieht deutliche Erfolge, Russlands Präsident Wladimir Putin zu Friedensverhandlungen zu bewegen. „Selbst im Kreis der Oligarchen zweifeln mehr und mehr an Putins Krieg“, sagte Tsahkna dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Die Spannungen im Umfeld Putins nähmen zu. „Viele, die vor einem Jahr noch von einem Sieg gesprochen haben, glauben inzwischen nicht mehr daran.“ Der Außenminister betonte: „Zum ersten Mal sehen wir deutlich, dass unsere Strategie wirkt.“ Die Sanktionen zeigten Wirkung, die Wirtschaft stehe unter Druck und der Ukraine gelängen Schläge weit ins russische Hinterland hinein gegen Ölraffinerien und Infrastruktur. „Mittlerweile spürt jeder Russe, dass dieser Krieg nicht irgendwo weit entfernt stattfindet, sondern das eigene Land erreicht hat.“ „Putin könnte seine Ziele ändern und ernsthafte Verhandlungen aufnehmen – wenn er rational handelt“, sagte Tsahkna. „Es kann aber genauso gut sein, dass er eines Tages gemeinsam mit seiner Familie aus dem Fenster springt. So etwas kommt in Russland schließlich vor.“ Die bisherigen Verhandlungsversuche von US-Präsident Donald Trump mit Russland kritisierte Tsahkna unterdessen scharf. „Die Gespräche sind faktisch gescheitert“, sagte er. „Putin hat Trump vor allem Zeit gekostet. Genau davor haben wir von Anfang an gewarnt“, sagte der Außenminister weiter. „Während über Gespräche geredet wurde, hat Russland den Druck auf die Ukraine weiter erhöht.“ Die Intensität der Angriffe in den vergangenen Wochen zeige das deutlich.