Krieg: Russland greift Kiew an – Nato
Russland greift die ukrainische Hauptstadt Kiew erneut mit ballistischen Raketen an. Es gebe Explosionen in der Stadt, schrieb Bürgermeister Vitali Klitschko in der Nacht auf der Plattform Telegram. Kiew werde mit „ballistischen Raketen“ angegriffen. Er forderte die Einwohner der Millionenstadt auf, in ihren Schutzräumen zu bleiben. In zwei Stadtbezirken gebe es Brände, die Feuerwehr sei vor Ort. Herabfallende Trümmer hätten zudem mehrere Autos in Brand gesetzt. Nach Angaben der Militärverwaltung wurde eine Person verletzt. Die ukrainische Luftwaffe berichtete auf Telegram zudem von Angriffen mit Raketen, Gleitbomben und Drohnen auf andere Landesteile, unter anderem auf die Industriestädte Krementschuk und Krywyj Rih. Unterdessen hat ein spanischer F-18-Kampfjet im Rahmen einer Nato-Mission eine Drohne über Rumänien abgeschossen. Die Drohne habe den nationalen Luftraum illegal verletzt, teilte das rumänische Verteidigungsministerium mit. Die Radare hätten die Drohne geortet, als sie aus dem benachbarten Moldau in den rumänischen Luftraum eindrang. Es sei bereits die vierte in diesem Jahr abgeschossene Drohne. Zur Herkunft machte das Ministerium keine Angaben. Die Trümmer seien in einem unbewohnten Gebiet niedergegangen. Das Nato-Mitglied Rumänien hat eine über 600 Kilometer lange Grenze mit der Ukraine. In den vergangenen vier Jahren wurde der rumänische Luftraum wiederholt von russischen Drohnen verletzt. Im Juli schossen rumänische F-16-Kampfjets erstmals drei russische Drohnen ab. Im Zuge eines Angriffs auf die benachbarte Ukraine war zuvor in diesem Jahr eine russische Drohne in einen Wohnblock in der Stadt Galati gestürzt und hatte zwei Menschen verletzt.