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Krieg: Selenskyj ordnet gezielten Angriff auf Russland an – „Ich erwarte, dass er vollständig erfüllt wird“

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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat bei einer Sitzung der militärischen und politischen Führung seines Landes gezielte Einsätze gegen Russlands Rüstungsindustrie angeordnet.

Dabei gehe es um „bestimmte Unternehmen, die wir bereits identifiziert haben“, teilte Selenskyj auf Facebook mit. Alle Anwesenden bei der Sitzung hätten klare Aufgaben erhalten. „Ich erwarte, dass sie vollständig erfüllt werden.“ Russlands Militärindustrie müsse „spürbar eingeschränkt“ werden.

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Details zu den bevorstehenden Einsätzen nannte Selenskyj nicht. Er beklagte, dass Moskau weiterhin Unterstützung sowie wichtige Komponenten für seine Kriegsführung aus dem Ausland erhalte. „Wir sehen, dass jede russische Rakete, jede Drohne und andere Waffen kritische Komponenten aus anderen Ländern enthalten, ohne die solche Waffen einfach nicht existieren könnten.“

Indes macht die Ukraine nach den Worten Selenskyjs Fortschritte bei der Entwicklung ihres eigenen Systems zur Abwehr ballistischer Raketen. „Wir können feststellen, dass auch unsere Waffenhersteller bereits das erforderliche Niveau erreicht haben“, schrieb er bei Telegram. „Wir gehen davon aus, dass die Ukraine im Zeitraum 2026-2027 die angestrebten Ergebnisse erzielen wird“, sagte er.

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Die Ukraine setzt auf ein eigenes Abwehrsystem mit dem Namen Freyja, weil sie den Angriffen durch russische ballistische Raketen beinahe schutzlos ausgeliefert ist. Selenskyj beklagt immer wieder, dass der Ukraine die wirksamen Patriot-Abwehrraketen fehlten. Er hat die Verbündeten wiederholt aufgefordert, eigene Bestände freizugeben. Parallel entwickelt das Land ein eigenes Abwehrsystem.

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Nur eine kleine Zahl an Ländern sei in der Lage dazu, meinte Selenskyj. Die Ukrainer hätten die wissenschaftliche Basis und die Kompetenzen. Das Freyja-Programm komme voran. „Europa braucht eine gemeinsame und wirklich großangelegte Fähigkeit, um sich wirksam gegen jegliche ballistischen Bedrohungen verteidigen zu können“, betonte er.

Selenskyj hatte im Juli in Paris für die Schaffung eines neuen europäischen Flugabwehrsystems geworben. Freyja soll eine kostengünstige und leistungsfähige Alternative zum US-amerikanischen Patriot-System sein.

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Die Ukraine hat zuletzt die Erdölindustrie und auch die Rüstungswerke Russlands schwer getroffen. Dazu setzt Kiew Langstreckendrohnen ein, die mehrere Tausend Kilometer tief auf russisches Staatsgebiet, sogar bis Sibirien, vordringen können.

rct/dpa

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