DAX +0,44 % 25.818,21 Pkt 18:00:00 MDAX +0,15 % 30.472,32 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -1,22 % 6.131,31 Pkt 18:00:00 Dow Jones -1,34 % 51.770,31 Pkt 21:47:53 S&P 500 -2,12 % 7.580,07 Pkt 21:47:43 Nasdaq -4,19 % 25.437,00 Pkt 22:15:59 Nikkei +0,45 % 63.574,37 Pkt 04:37:50 Gold +0,39 % 3.914,00 USD 04:42:42 Silber +2,05 % 50,11 USD 04:42:37 Brent -6,45 % 110,05 USD 04:42:34 WTI -3,03 % 100,97 USD 04:42:38 Bitcoin +0,38 % 78.532,10 USD 04:52:46 EUR/USD -0,10 % 1,11720 USD 04:52:25 EUR/GBP -0,17 % 0,83440 GBP 04:52:44 EUR/CHF 0,00 % 0,92090 CHF 04:52:49 EUR/JPY -0,04 % 176,408 JPY 04:52:49

Krieg: Sergej Lawrow rätselt über Deutschlands Absichten – und droht dann Polen

Welt

Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat die deutsche Rolle im Ukraine-Krieg scharf kritisiert und zugleich vor den Folgen einer weiteren militärischen Unterstützung Kiews gewarnt. Am Rande des sogenannten Valdai-Diskussionsklubs in Moskau äußerte sich Lawrow zudem zu den Beziehungen mit den USA und richtete eine indirekte Drohung an Polen.

Mit Blick auf Deutschland und die jüngsten diplomatischen Bemühungen sagte Lawrow: „Es fällt mir schwer zu beurteilen, was Deutschland damit bezweckt. Ich denke, eine naheliegende Erklärung ist der grundlegende Wunsch, relevant zu bleiben. Man geht davon aus, dass sich die Lage in der Ukraine-Krise zuspitzt – ich bin mir allerdings nicht sicher, ob das stimmt.“ Die „Militarisierung“ der EU, die Debatte über einen Nato-Beitritt der Ukraine und die Darstellung Russlands als dauerhaften Feind bezeichnete er als „fruchtlos und sogar schädlich“.

Mit dem Verweis auf die russische Militärdoktrin spielte Lawrow offenbar auf die von Kremlchef Wladimir Putin mehrfach zitierte Nukleardoktrin an. Diese beschreibt die Bedingungen, unter denen Moskau den Einsatz von Atomwaffen in Betracht ziehen würde. Einen konkreten Passus nannte der Außenminister nicht.

Er bekräftigte zudem die Position Moskaus, Europa führe faktisch einen Krieg gegen Russland, weil westliche Waffen gegen russische Streitkräfte eingesetzt würden. Zu den Beziehungen mit Washington kündigte Lawrow neue Gespräche an. Russland und die USA hätten vereinbart, in Kürze erneut über bilaterale Streitfragen und sogenannte „Irritanten“ zu beraten. Ort und Zeitpunkt würden derzeit abgestimmt.

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