Krieg? Trump trifft beim NATO
Startseite Politik Trump trifft Selenskyj beim NATO-Gipfel: „Ich denke, da bewegt sich etwas“ Von: Gregor-José Moser Uns auf Google folgen Hoffen auf das Ende vom Ukraine-Krieg: Beim NATO-Gipfel trifft Trump auf Selenskyj. Beide verbreiten im Vorfeld viel Optimismus. Zu Recht? Ankara – Wenn auf dem NATO-Gipfel in Ankara an diesem Mittwochnachmittag (8. Juli) US-Präsident Donald Trump mit seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj zusammenkommt, dürfte es primär um zwei Themen gehen: eine mögliche Aufnahme der Ukraine in das Verteidigungsbündnis und das lang erwartete Ende des Ukraine-Kriegs. In Sichtweite scheint dieses auch nach weit über vier Jahren Krieg nicht zu sein, doch Trump schenkt der Angelegenheit mittlerweile wieder mehr Aufmerksamkeit. Wenige Tage vor Beginn des Gipfels hatte Trump erneut seine Hilfe bei der Beendigung des russischen Angriffskriegs angeboten. Er telefonierte am 4. Juli sowohl mit Selenskyj als auch mit Russlands autoritärem Machthaber Wladimir Putin. Selenskyj verbreitete im Anschluss an sein Telefonat mit dem US-Präsidenten Optimismus: „Es gibt eine echte Aussicht, diesen Krieg zu beenden, und die amerikanische Entschlossenheit wird entscheidend sein“, hatte Selenskyj mitgeteilt. Trump über Ukraine-Krieg: „Ich denke, da bewegt sich etwas.“ Mit genau dieser Botschaft wird Selenskyj vermutlich in das persönliche Gespräch mit Trump am Mittwochnachmittag gehen. Dieser wiederum hat kurz vorher noch einmal versichert, dass sowohl Russland als auch die Ukraine zu einer Einigung kommen wollten. „Ich glaube, beide wollen einen Deal eingehen. Es ist schade, dass es so lange gedauert hat. Aber ich denke, da bewegt sich etwas“, sagte Trump am Dienstag am Rande des NATO-Gipfels. Trump behauptete zudem, er habe am Montag – also einen Tag vor Beginn des zweitägigen Gipfels – erneut zuerst mit Putin und dann mit Selenskyj telefoniert. „Ich hatte ein sehr gutes Gespräch mit Präsident Putin. Wir haben uns gestern lange unterhalten“, so Trump. Vonseiten des Kremls gibt es dafür bislang keine Bestätigung. Sichtbaren Friedenswillen lässt Putin jedoch weiter vermissen, auch angesichts der schweren Luftangriffe auf ukrainische Städte in den vergangenen Tagen. NATO-Gipfel: Bekenntnis zur Ukraine – Merz sieht für Russland „keine Chance, diesen Krieg zu gewinnen“ Ob ein Kriegsende zwischen Russland und der Ukraine also zeitnah zu erreichen ist, wie Trump es im Vorfeld des Gipfels behauptet hat, ist fraglich. Die NATO jedenfalls steht nach wie vor felsenfest an der Seite des angegriffenen Landes – ein Bekenntnis, das sich einem Bericht nach auch in der aktuellen Beschlussvorlage zum Gipfel findet. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz hat die Unterstützung des Bündnisses für die Ukraine bekräftigt.