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Krieg: USA greifen Iran erneut an – zwei Öltanker geraten in Straße von Hormus nach Explosionen in Brand

Welt

Audioplayer wird geladen Anzeige Das US-Militär hat nach eigenen Angaben die siebte Nacht in Folge Ziele im Iran attackiert. Die Angriffe seien um 15 Uhr US-Ostküstenzeit (22.30 Uhr Ortszeit im Iran) aufgenommen worden, teilte das für die Region zuständige Kommando des US-Militärs (Centcom) auf X mit. Ziel sei es, die militärischen Fähigkeiten des Irans weiter zu schwächen, hieß es. Örtliche Medien meldeten Explosionen in mehreren Gebieten des Landes. Während das US-Militär keine Angaben dazu machte, wo es attackierte, meldete der iranische Staatssender Irib Detonationen in der Umgebung von Sirik nahe der Straße von Hormus sowie der Küstenstadt Bandar Abbas. Anzeige Bei „feindlichen“ Angriffen in der iranischen Provinz Hormozgan sind zudem nach Angaben eines örtlichen Behördenvertreters drei Menschen getötet und acht weitere verletzt worden. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Fars gab es dort erneut Angriffe auf Brücken. Nach iranischen Angaben hatte das US-Militär dort bereits in der vorherigen Nacht Brücken und andere zivile Infrastruktur attackiert. Derzeit werden nach eigenen Angaben vier Tanker in der Straße von Hormus aufgehalten. Die Schiffe hätten versucht, die Meerenge zu passieren, und seien unter Einsatz von Raketen und Drohnen gestoppt worden, teilen die Garden mit. Anzeige Parallel gerieten nach Explosionen zwei Öltanker südlich der Straße von Hormus in Brand. Die Schiffe hätten zuvor ein vermintes Seegebiet durchquert, berichtet das iranische Staatsfernsehen unter Berufung auf eine Erklärung der Revolutionsgarden. Die zwei Öltanker seien demnach auf Minen aufgefahren und „explodiert“. Die Öltanker seien vom US-Geheimdienst „in die Irre geführt“ worden. Angaben zur Länderzugehörigkeit der Schiffe oder zu möglichen Opfern wurden zunächst nicht gemacht. Die Revolutionsgarden verkündeten später zudem, dass sie mit einem „kombinierten Raketen- und Drohneneinsatz“ vier Schiffe gestoppt hätten, welche die Straße von Hormus durchqueren wollten. „In den vergangenen Stunden versuchten vier Schiffe, unter Verletzung von Vorschriften und mit Unterstützung der terroristischen US-Armee, die Straße von Hormus zu durchfahren“, hieß es in der vom Staatsfernsehen verbreiteten Erklärung. „Alle vier Schiffe wurden in einem kombinierten Raketen- und Drohneneinsatz gestoppt.“ Lesen Sie auch Die Führung in Teheran hält die für die internationale Schifffahrt äußerst wichtige Straße von Hormus wegen des Iran-Kriegs de facto geschlossen. Unter anderem hat der Iran in der Meerenge Minen ausgelegt, um Schiffen die Passage unmöglich zu machen. Die Schließung der für den weltweiten Handel mit Erdöl und Flüssigerdgas wichtigen Schifffahrtsstraße führte weltweit zu massiv gestiegenen Energiepreisen. USA haben offenbar nicht nur militärische Ziele attackiert Bei ihren vorherigen massiven Angriffen auf den Iran hatten die USA zuletzt nicht nur militärische Ziele attackiert, sondern nach iranischen Medienberichten auch Infrastruktur, die auch zivilen Zwecken dient, beschädigt. Bis zum frühen Freitagmorgen (MESZ) bombardierte das US-Militär eine Reihe von Zielen. Nach iranischen Angaben wurden Brücken, ein Flughafen und Infrastruktur der Seefahrt getroffen. Irans UN-Botschafter hatte daraufhin erklärt, die US-Angriffe auf zivile Infrastruktur stellten Kriegsverbrechen dar. Das US-Militär erklärte dagegen, man habe Dutzende „militärische Ziele“ getroffen, darunter Flugabwehrsysteme und Radaranlagen zur Küstenüberwachung. Lesen Sie auch Insgesamt sind nach iranischen Angaben im Juli bisher 38 Menschen im Zuge der US-Angriffe getötet worden. Die Zahlen des Gesundheitsministeriums dürften sich ausschließlich auf getötete Zivilisten beziehen und noch nicht die Opfer der nächtlichen Angriffswelle beinhalten. Iranische Medien sprachen zunächst von insgesamt acht weiteren Toten. dpa/Reuters/afp/nw/saha

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