DAX +0,78 % 26.536,32 Pkt 13:53:00 MDAX +1,04 % 32.672,42 Pkt 13:53:00 Euro Stoxx 50 +0,30 % 6.564,95 Pkt 13:53:00 Dow Jones +0,09 % 53.839,99 Pkt 22:39:34 S&P 500 +0,92 % 7.798,99 Pkt 22:35:03 Nasdaq +1,35 % 26.803,03 Pkt 23:15:59 Nikkei +0,59 % 68.713,80 Pkt 08:45:03 Gold +1,37 % 4.423,20 USD 13:57:53 Silber +0,38 % 65,12 USD 13:57:54 Brent +0,11 % 87,17 USD 13:57:28 WTI +0,46 % 81,62 USD 13:57:57 Bitcoin -0,98 % 62.778,03 USD 14:07:57 EUR/USD +0,36 % 1,15710 USD 14:07:20 EUR/GBP +0,07 % 0,85450 GBP 14:07:59 EUR/CHF +0,16 % 0,93890 CHF 14:08:00 EUR/JPY +0,17 % 183,983 JPY 14:07:58

Krieg: USA verlieren rund 25 Prozent ihrer Reaper

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Startseite Politik Milliarden-Verluste im Iran-Krieg: US-Militär zehrt seine Drohnen auf Uns auf Google folgen Im Iran-Krieg verliert das US-Militär rund ein Viertel seiner Reaper-Drohnen. Auch bei Raketen und Munition schwinden die Reserven – mit Folgen. Eine Analyse. Washington, D.C./Teheran – Das US-Militär hat im Krieg mit dem Iran mindestens 45 MQ-9-Reaper-Drohnen verloren – rund 25 Prozent seiner Flotte. Das sagten drei mit der Angelegenheit vertraute US-Vertreter. The Washington Post vier Wochen gratis lesen Ihr Qualitäts-Ticket der washingtonpost.com: Holen Sie sich exklusive Recherchen und 200+ Geschichten vier Wochen gratis. Hohe Verluste bei Reaper-Drohnen Eine Reaper wird für Überwachungsmissionen und gezielte Angriffe eingesetzt. Je nach Art der mitgeführten Sensoren und Waffen kann sie zwischen 30 und 50 Millionen Dollar kosten, wie die Air Force mitteilte. Die möglichen Kosten für die Steuerzahler belaufen sich allein bei diesem Waffensystem auf mehr als 1,3 Milliarden Dollar. Das US-Militär setzte die Flugzeuge rund um die Straße von Hormus intensiv ein. Die wichtige Schifffahrtsroute ist zu einem zentralen Konfliktherd und einem entscheidenden Hindernis für Verhandlungen über ein dauerhaftes Friedensabkommen geworden. Die Drohnen fliegen jedoch langsam und häufig in geringer Höhe, wodurch sie zu relativ leichten Zielen für das iranische Militär und dessen regionale Verbündete im Jemen und im Irak werden. Ein vierter US-Vertreter sagte, er wolle wie die anderen anonym bleiben, um über Daten des Pentagons zu sprechen. Er sagte, dass nicht alle verlorenen Reaper abgeschossen worden seien. Eine unbekannte Zahl sei abgestürzt, nachdem die Kommunikationsverbindung zwischen den Bedienern und den Drohnen abgebrochen sei, sagte der Vertreter. Die Reaper reiht sich in eine wachsende Liste von US-Waffensystemen und Munitionsarten ein. Der Iran-Krieg und die jahrelange US-Militärhilfe für die Ukraine in ihrem Konflikt mit Russland haben die Bestände dieser Systeme erschöpft. Im ersten Monat des Iran-Einsatzes feuerten US-Streitkräfte mehr als 850 Tomahawk-Marschflugkörper sowie mehr als 1000 Patriot- und Terminal-High-Altitude-Area-Defense-Raketen (THAAD) ab. Dadurch schrumpften die Bestände an Waffen für weitreichende Angriffe und an den gefragtesten Luftabwehrsystemen des Militärs deutlich, wie The Post zuvor berichtet hatte. Diese Engpässe haben die militärischen Möglichkeiten von Präsident Donald Trump eingeschränkt, während die Spannungen mit Teheran hoch bleiben. Zudem zwangen sie US-Kommandeure in der Region, ihre Verteidigungstaktik zu ändern und Raketen in Reserve zu halten, wenn sie zu dem Schluss kamen, dass eine anfliegende iranische Rakete wahrscheinlich niemanden gefährden würde. Das Pentagon lehnte eine Stellungnahme für diesen Artikel ab. Die Behörde wies Berichte über zur Neige gehende Waffenbestände jedoch wiederholt zurück. Gleichzeitig bat die Trump-Regierung den Kongress um Dutzende Milliarden Dollar, um die durch den Iran-Krieg entstandenen Kosten auszugleichen und die Vorräte wieder aufzufüllen. Wie The Post in der vergangenen Woche berichtete, stellte Trump Verteidigungsminister Pete Hegseth wegen des Zustands der US-Waffenbestände zur Rede. Das Gespräch fand am 31. Juli am Rande einer Kabinettssitzung in Camp David statt, dem Landsitz des Präsidenten in Maryland. Iran erhöht Druck auf Straße von Hormus Die Engpässe scheinen den Iran ermutigt zu haben. Das Land hat seine Forderungen nach Kontrolle über die Straße von Hormus sowie nach Entschädigungen für die Schäden verschärft, die es seit Trumps Anordnung des Beginns der Feindseligkeiten am 28. Februar erlitten hat. Vor Beginn des Konflikts umfasste die Flotte des US-Militärs nach öffentlich zugänglichen Haushaltsdaten und Angaben der Teilstreitkräfte etwa 185 Reaper-Drohnen: 165 bei der Air Force und 20 beim Marine Corps. Reaper-Drohnen von US-Geheimdiensten sind in dieser Zahl nicht enthalten. Bislang sei keine Reaper-Drohne des Marine Corps verloren gegangen, sagte ein Sprecher, Oberstleutnant Joshua Benson, in einer Erklärung. Sie würden hauptsächlich im asiatisch-pazifischen Raum eingesetzt. Der ranghohe Air-Force-Offizier im Pentagon, Generalleutnant David Tabor, sagte im Mai vor dem Senat, die Zahl der verbliebenen Drohnen sei auf etwa 135 gesunken. Tabor erklärte den Abgeordneten damals, er sei „besorgt“ über die Verluste, und die Air Force prüfe, wie sie ihre Flotte schnell wieder auffüllen könne. Das Pentagon ersetzt die von General Atomics produzierte Reaper schrittweise. Es plant eine Ersatzflotte aus günstigeren bewaffneten Drohnen zur Überwachung, die ihre Ziele in Schwärmen angreifen können. Unterdessen versucht die Trump-Regierung, die Abgeordneten für zusätzliche Mittel von 67 Milliarden Dollar für den Iran-Krieg zu gewinnen. Sie bezeichnet die Summe als entscheidend, um das Arsenal des Pentagons wieder aufzufüllen. Selbst wenn der Kongress die Mittel bewilligt, wird es Jahre dauern, die Bestände wieder aufzufüllen, die der Iran-Krieg und die Militärhilfe für die Ukraine erschöpft haben. Hegseth sagte im Juli vor dem Senat, das Pentagon müsse die militärische Ausbildung einschränken, wenn der Kongress nicht schnell zusätzliche Mittel bewillige. Der Iran-Krieg belaste den Verteidigungshaushalt, fügte er hinzu. Er schätzte, dass der Konflikt bis Ende September 37,5 Milliarden Dollar kosten werde. In dieser Summe sind die Kosten für den Wiederaufbau von US-Stützpunkten im Nahen Osten, die durch iranische Angriffe beschädigt wurden, jedoch nicht enthalten. Die Republikaner im Kongress sind sich über die beste Strategie zur Sicherung der kriegsbezogenen Mittel uneinig. Für ihre Augustpause verließen sie Washington. Munitionsproduktion kommt nur langsam voran In dieser Woche veröffentlichte das rechtsgerichtete American Enterprise Institute eine Untersuchung dazu, wie das Militär die Produktion wichtiger Munition steigern will. Das Institut stellte darin fest, dass die Pläne des Pentagons in einigen Fällen „entscheidende Abhängigkeiten“ aufweisen. Dazu gehört eine deutliche Ausweitung der Produktionskapazitäten der Rüstungsindustrie. So könnte es der Untersuchung zufolge Jahre dauern, die während des Krieges eingesetzten THAAD-Abfangraketen zu ersetzen. Das Raketensystem dient der Abwehr anfliegender ballistischer Raketen. Die US Missile Defense Agency kann höchstens 96 solcher Raketen pro Jahr produzieren. Das Pentagon fordert jedoch 857 Raketen im Verteidigungshaushalt für das kommende Jahr und insgesamt fast 2600 in den nächsten fünf Jahren. Bei den derzeitigen Produktionsraten würde es „etwa 27 Jahre“ dauern, die Forderung zu erfüllen, stellte das American Enterprise Institute fest. Todd Harrison, Senior Fellow des American Enterprise Institute und Autor der Untersuchung, sagte, die Herstellung einer einzelnen THAAD-Abfangrakete dauere fast drei Jahre. „Selbst wenn man sie heute bestellen würde, würden sie erst geliefert, wenn Präsident Trump aus dem Amt scheidet“, sagte Harrison. Die Untersuchung ergab, dass auch andere vom American Enterprise Institute geprüfte US-Munitionen ähnlich lange brauchen würden. Hegseth hat sich mit vielen Unternehmen getroffen, die wichtige Munition herstellen, und sogenannte Vereinbarungen zur Steigerung der Produktion gesichert. Diese Unternehmen haben bislang jedoch weder Verträge noch Mittel, um weiterzumachen. Zu den Autoren: Noah Robertson kam 2025 zu The Washington Post, wo er über die zentralen außen- und sicherheitspolitischen Ausschüsse des Kongresses berichtet. Zuvor berichtete er über das Pentagon und die amerikanische Politik – von Waffenkontrolle bis zur Polizeiarbeit. Tara Copp ist nationale Reporterin mit Schwerpunkt auf Militär und nationale Sicherheit. Sie hat über US-Militäroperationen auf der ganzen Welt berichtet.

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