DAX +0,37 % 26.429,01 Pkt 16:37:12 MDAX +0,51 % 32.499,85 Pkt 16:37:12 Euro Stoxx 50 -0,06 % 6.541,58 Pkt 16:37:00 Dow Jones -0,02 % 53.756,85 Pkt 16:52:11 S&P 500 +0,59 % 7.793,99 Pkt 16:52:08 Nasdaq +0,62 % 26.753,62 Pkt 16:52:10 Nikkei +0,59 % 68.713,80 Pkt 08:45:03 Gold +1,76 % 4.440,20 USD 16:42:12 Silber +1,09 % 65,58 USD 16:42:12 Brent +0,78 % 87,75 USD 16:42:10 WTI +0,49 % 81,65 USD 16:42:05 Bitcoin -1,27 % 62.597,88 USD 16:52:10 EUR/USD +0,48 % 1,15850 USD 16:51:24 EUR/GBP +0,09 % 0,85470 GBP 16:52:12 EUR/CHF +0,25 % 0,93970 CHF 16:52:12 EUR/JPY +0,25 % 184,130 JPY 16:52:12

Krieg zwischen Aldi und Lidl! Discounter kritisiert „Zweikassengesellschaft“

Wirtschaft

Es ist ein Phänomen, das in den vergangenen Jahren immer mehr um sich gegriffen hat: In kaum einem Supermarkt oder Discounter kann man noch einkaufen, ohne ständig nach einer App gefragt zu werden. Geworben wird mit Rabatten, die man dadurch nutzen kann, was viele Kunden neugierig macht. Netto Marken-Discount schießt dabei den Vogel ab: Hier kann man die SB-Kassen nicht mehr nutzen, wenn man nicht die App der Kette hat. Aldi geht nun dagegen vor – und entfacht den App-Krieg zwischen sich und der Konkurrenz! Aldi sagt Rabatt-Apps beim Einkaufen den Kampf an Erst vor Tagen ging Aldi mit einer Pressemitteilung an die Öffentlichkeit – und wagte damit einen heftigen Frontalangriff auf die Konkurrenz! Die Kritik des Discounters: „Der Aufwand rund um Loyalty-Programme wächst und die Komplexität beim Einkaufen steigt“, heißt es. „Wer kein Smartphone besitzt oder keine App nutzen möchte, zahlt vielerorts mehr für dasselbe Produkt.“ Aldi wolle nun klar Stellung zur wachsenden Verbreitung von Bonus-Apps und gegen eine „Zweikassengesellschaft“ beziehen. Die Botschaft von Aldi: Der Discounter stehe für ein einfaches Konzept – er will den Kunden den besten Preis liefern, und das ohne Bedingungen. Damit wendet sich die Kette offensiv gegen die Nutzung von Apps und entsprechenden Rabatten. „In einer Zeit, in der alles komplexer wird, ist Einfachheit wichtiger denn je“, heißt es aus den Hauptquartieren von Aldi Nord und Aldi Süd. „Und genau das ist unser Geschäftsmodell. Den Aldi Preis muss man nicht aktivieren, suchen oder freischalten.“ Ein direkter Angriff auf die Konkurrenz, denn in vielen anderen Märkten gehört die Nutzung von Apps inzwischen zum Standard. Sowohl Rewe als auch Edeka und Lidl bieten entsprechende Apps an. Bei Netto Marken-Discount ist es sogar nicht einmal mehr möglich, als Kunde an der Selbstbedienungskasse zu zahlen, wenn man das Programm nicht auf dem Smartphone installiert hat. Denn damit der Scanner im SB-Bereich genutzt werden kann, muss zuerst die App gescannt werden. Wer also schneller einkaufen will, muss seine Daten hergeben. Ein Schritt, der für viel Kritik sorgte. Lidl schießt mit neuem Werbevideo gegen Aldi Auch bei Lidl gibt es eine App, die viele Kunden nutzen – der Discounter reagiert deshalb nun mit einem Video auf den Vorstoß von Aldi. In dem witzigen Clip ist ein Mann zu sehen, der in seinem Leben ständig Absagen bekommt. Erst will ihn die Angebetete in der Schule nicht, worauf er mit „Bist eh nicht mein Typ“ reagiert. Dann wird er nicht in die Disco gelassen und antwortet mit „Der Laden kann eh nix“. Als er später von seinem Chef die Absage für eine Spar-App bekommt, stellt er fest: „Spar-Apps sind doof.“ Der Mann ist offenbar Aldi-Manager – und für Lidl ein Verlierer, wie er im Buche steht. Lidl macht Werbung für die eigene App-Strategie Gegenüber „Horizont“ hieß es von Lidl, man habe mit dem Werbevideo die Debatte um die Kunden-Apps „humorvoll aufgreifen“ wollen. Allerdings macht der Clip auch deutlich, dass man den Kunden zeigen will, dass Lidl aus eigener Sicht die bessere Strategie fährt. Denn am Ende des Videos zählt eine Sprecherin die Vorteile auf, die die App noch so hat – von Rabattcoupons und Gratisartikeln bis hin zu günstigen Tickets für Freizeitparks, Kinos und Musicals. Es sind so viele, dass die Erzählerin völlig aus der Puste kommt.

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