DAX +0,44 % 25.818,21 Pkt 18:00:00 MDAX +0,15 % 30.472,32 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -1,22 % 6.131,31 Pkt 18:00:00 Dow Jones -1,34 % 51.770,31 Pkt 21:47:53 S&P 500 -2,12 % 7.580,07 Pkt 21:47:43 Nasdaq -4,19 % 25.437,00 Pkt 22:15:59 Nikkei -0,08 % 63.236,55 Pkt 06:26:00 Gold +0,51 % 3.918,80 USD 06:31:07 Silber +2,16 % 50,34 USD 06:31:06 Brent -3,34 % 109,64 USD 06:30:20 WTI -3,59 % 100,38 USD 06:31:08 Bitcoin +0,01 % 78.239,81 USD 06:41:04 EUR/USD +0,01 % 1,11840 USD 06:40:28 EUR/GBP -0,16 % 0,83450 GBP 06:41:09 EUR/CHF -0,02 % 0,92070 CHF 06:41:09 EUR/JPY -0,02 % 176,441 JPY 06:41:09

Kriegsdienstverweigerung: Zahl der Anträge auf Kriegsdienstverweigerung ist stark gestiegen

Nation

Die Zahl der Anträge auf Kriegsdienstverweigerung ist weiter steil angestiegen. Im ersten Halbjahr 2026 gab es bereits mehr Anträge als im gesamten Jahr der Aussetzung der Wehrpflicht 2011, berichtete das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) unter Berufung auf eine Sprecherin des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben. Demnach sind dort bis 30. Juni 5.862 Anträge auf Kriegsdienstverweigerung eingegangen. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2025 gab es 3.867 Anträge. 2011 seien es 4.348 gewesen.

Als Gründe für die Zunahme der Verweigerungen sieht das RND die angespannte Sicherheitslage und das neue Wehrdienstgesetz, das zum 1. Januar 2026 in Kraft trat. Seitdem müssen alle 18-jährigen Männer sich auf einen Aufruf der Bundeswehr zurückmelden, um so Freiwillige für den Ausbau der Truppe zu rekrutieren.

Die Bundeswehr soll von zuletzt 186.000 aktiven Soldatinnen und Soldaten bis 2035 auf 260.000 wachsen. Gelingt der Ausbau auf Basis der Freiwilligkeit nicht, behalten sich insbesondere die Unionsparteien die Einführung einer Bedarfswehrpflicht vor. Die Wehrpflicht war 2011 ausgesetzt worden, ist aber weiter im Grundgesetz verankert.

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