Kritik an KI-Training: Twitch-Einstellung empört Nutzer
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Twitch hat eine neue Funktion eingeführt, die bei vielen Streamern für Kritik sorgt. Der Grund: Amazon darf Inhalte von Twitch-Kanälen für das Training generativer KI nutzen. Die Zustimmung dafür ist bereits voreingestellt. Wer das nicht möchte, muss die Freigabe selbst deaktivieren. Genau diese Vorgehensweise sorgt für Ärger in der Community. Kritik an der automatischen Freigabe Nach Angaben von „ TechCrunch “ richtet sich die Kritik weniger gegen die Nutzung von KI selbst als gegen die Standardeinstellung. Betroffen sein können Livestreams , Aufzeichnungen, Clips, Chat-Nachrichten sowie Bilder und Texte eines Kanals. Viele Creator hätten sich stattdessen gewünscht, dass Twitch die Nutzung erst nach einer ausdrücklichen Zustimmung erlaubt. Wie groß der Unmut ist, zeigt sich auf der Twitch-Supportseite . Dort unterstützen innerhalb weniger Stunden mehr als 15.000 Nutzer die Forderung nach einer Änderung. Ein Nutzer schreibt: „Kreative Inhalte oder Leistungsmedien sollten standardmäßig nicht ohne die ausdrückliche Zustimmung des Urhebers bzw. Künstlers zum Training von generativer KI verwendet werden. Das ist schlichtweg Diebstahl fremder Werke.“ Einige Nutzer befürchten zudem, dass viele Betroffene die neue Einstellung gar nicht bemerken. Für zusätzlichen Ärger sorgte eine Aussage von Twitch-Produktchef Mike Minton. Auf die Frage, warum es kein Opt-in-Modell gebe, erklärte er, dass sich bei einer freiwilligen Zustimmung vermutlich nur wenige Nutzer beteiligen würden. Für diese Antwort erntete er in der Community heftige Kritik. So können Nutzer widersprechen Wer die Freigabe nicht erteilen möchte, kann die Funktion in den Kontoeinstellungen abschalten. Auf der Twitch-Webseite befindet sich die Option unter „Einstellungen“ und „Sicherheit und Datenschutz“ im Bereich „Training für generative KI“. In der App führt der Weg über „Profil“, „Einstellungen“ sowie „Sicherheit und Datenschutz“. Laut Twitch reicht eine einmalige Deaktivierung aus. Sie gilt anschließend für das gesamte Konto. Transparenz-Frage bleibt offen Doch die Deaktivierung greift nur begrenzt. Nach Angaben von Twitch verhindert sie lediglich die Nutzung der Inhalte für künftige generative KI-Modelle. Andere Systeme auf Basis maschinellen Lernens, etwa für Moderation, Empfehlungen oder automatische Untertitel, bleiben davon unberührt.