DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,02 % 64.323,00 USD 08:09:33 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Kritik an Metas KI-Bildgenerator „Muse“: Not your Muse

Technologie

W ir haben die Verantwortung, eure Daten zu schützen. Wenn wir das nicht können, verdienen wir es nicht, euch zu dienen“, schrieb Mark Zuckerberg noch 2018 entschuldigend, als herauskam, dass sensible Daten von 87 Millionen Meta Nut­ze­r:in­nen für politische Werbung verkauft wurden. Acht Jahre und einer Rekordstrafe der EU von 1,2 Milliarden Euro später, weil Meta Nut­ze­r:in­nen­da­ten von EU-Bürgern an Regierungsbehörden der USA übermittelt hatte, bleiben das leere Worte. Zu sehen ist das an der vor wenigen Tagen eingefügten KI-Bildgenerierungsfunktion „Muse Image“. Schnell folgte massive Kritik: zum einen, weil sich solche Systeme für Deepfakes oder pornografische Inhalte missbrauchen lassen – eine Gefahr, die mit anderen KI-Tools längst Realität geworden ist. Zum anderen, weil Meta vorsah, öffentliche Profile für das Training der KI zu nutzen. Wer das nicht wollte, musste selbst aktiv widersprechen. Datenschutz per Opt-out: genau andersherum, als es sein sollte. Wer so viel Macht besitzt, trägt Verantwortung Es lag in Metas Hand, das so zu tun. Der Konzern betreibt Plattformen mit Milliarden Nutzer:innen, entscheidet über Sichtbarkeit und Teilhabe. Wer diese Macht besitzt, trägt Verantwortung. Mit einer so mächtigen KI verschiebt Meta die Grenzen dessen, was mit den Daten geschieht. taz debatte Die taz ist eine unabhängige, linke und meinungsstarke Tageszeitung. In unseren Kommentaren, Essays und Debattentexten streiten wir seit der Gründung der taz im Jahr 1979. Oft können und wollen wir uns nicht auf eine Meinung einigen. Deshalb finden sich hier teils komplett gegenläufige Positionen – allesamt Teil des sehr breiten linken Meinungsspektrums. Dass die Funktion nach öffentlicher Empörung nach nur vier Tagen wieder offline ging, ist kein Beweis für Einsicht. Es zeigt vor allem, worauf der Konzern reagiert: auf schlechten Ruf und wirtschaftliche Risiken. Der Datenschutz, auch wenn Zuckerberg es 2018 noch so bedeutungsschwer sagte, ist kein Anliegen des Konzerns. Das Geschäftsmodell von Meta basiert darauf, möglichst viele Daten auszuwerten. Solange sich damit Milliarden verdienen lassen, werden die Interessen der Nut­ze­r:in­nen nie die des Konzerns sein. Vier Tage sind zudem genug Zeit, Daten abzugreifen, Deepfakes zu erstellen und alles wer weiß schon wo zu speichern. Vertrauen wir nicht mehr darauf, dass Tech-Milliardäre unsere Interessen schon im Blick haben werden. 50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen

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