Kritik an Prime Video: Die neue "Carrie"-Serie wiederholt einen Fehler, der Stephen-King-Fans schon lange beschäftigt
Eine neue Verfilmung zu Stephen Kings "Carrie" steht vor der Tür. Während einige Fans Vorfreude zeigen, sind andere skeptisch.
Stephen Kings "Carrie" gehört zu den meist verfilmten Horrorstoffen überhaupt. Nach mehreren Kino-Adaptionen bekommt der Roman nun erstmals eine Serienversion – und die geht bewusst neue Wege.
Amazon Prime Video hat jetzt den ersten längeren Trailer zur kommenden Miniserie veröffentlicht. Die Reaktionen auf die Vorschau fallen gemischt aus.
Amazon verändert die "Carrie"-Geschichte
Wie schon der Roman erzählt auch die Serie die Geschichte von Carrie White (Summer H. Howell), einer Jugendlichen, die von ihrer Mutter kontrolliert und von Mitschüler:innen schikaniert wird. Als Carrie telekinetische Kräfte entwickelt, eskaliert die Situation schließlich in Gewalt.
Die neue Adaption verändert jedoch zentrale Elemente der Vorlage. In dieser Version lebt Carrie zunächst vollständig abgeschottet von der Außenwelt. Erst nach dem Tod ihres Vaters greift der Staat ein und zwingt ihre Mutter Margaret dazu, Carrie auf eine öffentliche Schule zu schicken.
Dadurch verlagert die Serie die Geschichte deutlich stärker in die Gegenwart. Neben klassischem Mobbing spielen jetzt auch Social Media und Cyberbullying eine wichtige Rolle. Der Trailer deutet bereits an, dass die Serie stärker auf psychologischen Druck und digitale Demütigung setzt als frühere Verfilmungen.
Erste Reaktionen auf Amazons "Carrie"
Die bisherigen Reaktionen der Fans auf die neue Adaption fallen denkbar unterschiedlich aus. Einigkeit besteht über die Zeitlosigkeit der Geschichte. "Das sieht gut aus, das könnte was werden. Und wie cool ist das, dass es so modern ist", schwärmt ein Zuschauer auf Youtube.
Andere stören sich daran, wie stark "Carrie" von der literarischen Vorlage abweicht und dabei in gewisser Weise durchaus zumindest auf einer Linie mit vorigen Verfilmungen ist. So gibt eine Person zu bedenken (via Youtube):
Was damit gemeint ist: Wie auch frühere Carrie-Darstellerinnen entspricht Summer H. Howell weitgehend gängigen Schönheitsidealen, wogegen die Figur im Buch unter anderem glanzloses Haar sowie Pickel an Schultern und Rücken hat – und vor allem nicht schlank ist.
Auch andere Fans monieren dies bei Youtube. So lautet ein weiterer Kommentar: "Ich hatte gehofft, dass man sich hier stärker an ihr Aussehen im Buch halten würde, da ich das für einen wesentlichen Aspekt der Figur halte."