DAX +0,15 % 26.338,61 Pkt 18:00:00 MDAX +0,29 % 32.356,98 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,14 % 6.530,45 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,71 % 53.459,78 Pkt 22:42:57 S&P 500 -0,69 % 7.745,06 Pkt 22:42:27 Nasdaq -0,59 % 26.644,91 Pkt 23:15:59 Nikkei +0,74 % 69.220,25 Pkt 08:45:03 Gold -0,07 % 4.470,70 USD 00:42:57 Silber -0,58 % 65,85 USD 00:40:06 Brent +0,37 % 91,21 USD 00:30:53 WTI +0,72 % 85,11 USD 00:42:55 Bitcoin +2,27 % 64.247,42 USD 00:52:58 EUR/USD +0,41 % 1,15820 USD 00:52:55 EUR/GBP 0,00 % 0,85490 GBP 00:52:59 EUR/CHF 0,00 % 0,93900 CHF 00:53:00 EUR/JPY +0,38 % 184,589 JPY 00:52:59

Kroatien trifft auf Portugal Modric oder Ronaldo: WM-Abschiedsspiel für einen Weltstar

Sport

Wenn zwei Spieler sich nahezu perfekt ergänzen, wird im Fußball ja gerne von "blindem Verständnis" gesprochen. Im Falle des Mittelfeld-Genies Luka Modric und des Ausnahme-Angreifers Cristiano Ronaldo ist dies mehr als eine Phrase. In ihren gemeinsamen sechs Jahren beim spanischen Topclub Real Madrid zeichnete sich das Duo für unzählige Tore verantwortlich. Das Muster war dabei fast immer gleich: Pass Modric in die Tiefe, Annahme und Abschluss Ronaldo. Auch außerhalb des Platzes harmonierte das Duo Je zwei Meisterschaften und Pokalsiege sowie vier "Königsklassen"-Titel gewannen die beiden mit Real. Als Ronaldo 2018 nach Italien zu Juventus Turin weiterzog, sagte er zu Modrić: "Es ist eine Ehre, so viele Momente mit dir geteilt zu haben." Worte, die von großer Dankbarkeit für einen herausragenden Mitspieler zeugten. Aber auch Worte, mit denen der Torjäger seine Wertschätzung für den Menschen Luka Modric ausdrücken wollte. Denn das Duo harmonierte nicht nur auf dem Rasen, sondern verstand sich auch außerhalb des Platzes gut. Am Freitagabend (1 Uhr MESZ, im Liveticker und Audiostream bei sportschau.de) kommt es nun im WM-Sechzehntelfinale zum Duell der beiden früheren Real-Granden, wenn in Toronto die Partie zwischen Portugal und Kroatien ansteht. Und damit dürfte auch entweder der 40-jährige Modric oder der noch ein Jahr ältere Ronaldo sein letztes WM-Spiel bestreiten. Modrić überzeugt bei WM, Ronaldo nur gegen Usbekistan Im Spätherbst ihrer jeweils großartigen Karriere wandeln die beiden Kapitäne ihrer Auswahlteams auf gänzlich unterschiedlichen Pfaden. Während Modric seit seinem Abgang im Vorjahr von Real im Trikot der AC Mailand weiter auf hohem europäischen Niveau spielt, läuft Ronaldo seit 2023 für Al-Nassr in der fußballerisch vergleichsweise schwachen Saudi Pro League auf. Dass der Portugiese in der Wüste den einen oder anderen Notgroschen für schlechte Zeiten zurücklegen kann, ist die eine Sache. Sportlich scheint dem Mann aus Funchal das Saudi-Arabien-Abenteuer nicht sonderlich gutzutun. Die Leistungen von "CR7" bei der Drei-Länder-WM sind bislang jedenfalls - gelinde ausgedrückt - ausbaufähig. Gut, gegen den nur bedingt konkurrenzfähigen Turnier-Neuling Usbekistan traf der Kapitän beim 5:0-Erfolg zweimal. Aber bei den Unentschieden gegen Kongo (1:1) und Kolumbien (0:0) war der 41-Jährige jeweils fast ein Fremdkörper im portugiesischen Team. Die Debatte über seinen Mehrwert für den Europameister von 2016 - sie bestimmt aktuell wieder einmal den "Blätterwald" in seiner Heimat. Tenor: Es sollte für Nationalcoach Roberto Martínez zumindest mal eine ernsthafte Überlegung wert sein, seinem Kapitän eine Verschnaufpause zu gönnen. Doch bislang stellt sich der 52-Jährige demonstrativ vor Ronaldo, der seinerseits nach der Nullnummer gegen Kolumbien wortlos in den Katakomben verschwand. "Wir machen gemeinsam weiter", schrieb der Angreifer zwar später bei Instagram. Doch mit diesem Allgemeinplatz konnte er die Zweifel an der Stärke Portugals natürlich nicht ausräumen. Zumal es für die Iberer nun gegen Kroaten geht, die sich nach der 2:4-Auftaktniederlage gegen England sukzessive zu steigern wussten. Gegen Panama (1:0) und Ghana (2:1) brannte das Team von Coach Zlatko Dalic zwar keine Fußball-Feuerwerke ab, wusste aber durch strukturierte und kompakte Auftritte zu gefallen. Taktgeber und Herz der Mannschaft war dabei erneut Modric. Der Kapitän habe gespielt "wie ein 20-Jähriger", lobte Petar Sucic, Torschütze zum 1:0, den Routinier nach dem Ghana-Spiel, der tatsächlich wie ein Jungspund über den Rasen flitzte. Bestes Beispiel: In der Nachspielzeit half der 40-Jährige plötzlich als Linksverteidiger aus. "Er entscheidet immer noch WM-Spiele, strahlt Magie aus und beweist immer wieder, dass Klasse nie alt wird", adelte der frühere französische Nationalspieler Thierry Henry in seiner Funktion als Experte bei "Fox Sports" den Routinier. "Jüngere Generationen sollten ihn studieren. Fußball-Intelligenz ist zeitlos. Legenden verschwinden nicht, sie hinterlassen Geschichte. Jede Vorlage, jeder Pass und jedes Spiel, dass er spielt, schreibt in neues Kapitel ein einer Karriere, die niemals vergessen sein wird", so Henry: "Wahre Größe hat kein Ablaufdatum." Gegenseitige Wertschätzung zu Real-Zeiten Im fernen Madrid werden sie dieses Statement fraglos unterschreiben - wenn sie es denn mit Real halten. Von 2012 bis 2025 war Modric der Dirigent der "Königlichen". 597 Pflichtspiele bestritt der Kroate in diesem Zeitraum für die Spanier, in dem ihn 43 Treffer und 95 Vorlagen gelangen. An der Entstehung von unzähligen weiteren Toren war der geniale Spielmacher beteiligt. Von seiner Übersicht und seinen präzissen Pässen profitierte auch Ronaldo sechs Jahre lang. Das Verhältnis der beiden Superstars war von großem gegenseitigen Respekt geprägt. Modric schwärmte häufig von Ronaldos Trainingsintensität, seiner Mentalität und seinem Drang nach Perfektion. Der Portugiese war seinerseits angetan von der Spielintelligenz des Kroaten und seinem bescheidenen Auftreten. Wie groß die Wertschätzung des Angreifers für seinen Tor-"Butler" war, zeigte sich, als Modric 2018 zum "Weltfußballer" gewählt wurde und damit die Dominanz von Lionel Messi und eben Ronaldo beim Ballon d’Or durchbrach. Der Portugiese gratulierte dem Mittelfeldakteur öffentlich dazu, später gab es dafür von Modric Blumen in Form eines Kompliments zurück. Ronaldo habe großen Anteil daran gehabt, dass sich alle Spieler bei Real gesteigert hätten, so der Regisseur. Kroaten-Kapitän: "Jetzt beginnt ein anderes Turnier" Nun kommt es zu ihrem dritten Duell auf der ganz großen Bühne. Beim ersten jubelte Ronaldo - auf dem Weg zum EM-Titel 2016 schaltete Portugal im Achtelfinale Kroatien in der Verlängerung aus. 2018 hatte Modric sein Highlight mit "Vatreni", als sie Zweiter der WM wurden. Und diesmal? Die bisherigen Auftritte beider Teams beim Welt-Turnier sprechen eher für einen Sieg Kroatiens.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren