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Krösche vor Aus bei Eintracht Frankfurt? Differenzen mit Trainer Hütter

Sport

©IMAGO

Dieser Artikel erschien auf Transfermarkt in seiner ersten Fassung um 13:11 Uhr und wurde anschließend um ein Update ergänzt.

Markus Krösche erlebt intensive Transfertage bei Eintracht Frankfurt. Bis zum Deadline Day am Dienstag stehen noch einige offene Personalien auf der Tagesordnung. Hugo Larsson befindet sich für Vertragsgespräche in London, Arthur Theate steht vor einem Wechsel zu Bologna, Torhüter Michael Zetterer steht vor der Unterschrift bei Leeds und Verteidiger Lilian Brassier von Stade Rennes befindet sich im Anflug. Nach dem Schließen des Transferfensters kehrt bei den Hessen allerdings keine Ruhe ein – geht es nach einem brisanten Bericht der „Bild“. Dem Blatt zufolge könnte die Zeit Krösches wegen eines „Bebens in der Führungsetage“ schon im September enden.

Von ersten Trennungsgesprächen, die in Kürze anstehen sollen, ist die Rede. Einen Tag nach dem Deadline Day treffe sich der Aufsichtsrat um Chef Mathias Beck, um zu bereden, wie ein vorzeitiges Ausscheiden von Krösche trotz seines bis 2028 gültigen Vertrages aussehen könnte. Zudem müsse darüber befunden werden, wer überhaupt für eine Nachfolgeregelung infrage komme. Dass Krösche noch lange in Frankfurt weiterarbeite, sei in der gegenwärtigen Konstellation unwahrscheinlich. Eine Trennung in beiderseitigem Einvernehmen stehe im Raum.

Zwischen Erfolgsmanager Krösche, seit 2021 im Verein, und Trainer-Rückkehrer Adi Hütter gibt es demnach schon nach kurzer Zusammenarbeit Differenzen mit Blick auf die Kaderplanung. Hütter wolle größtenteils fertige Profis, die sofort eine Verstärkung darstellen, während Krösche auch die Perspektive mit möglichen künftigen Transferüberschüssen im Blick behalte. Auch das Verhältnis des Sportchefs zum Kontrollgremium und seinen Vorstandskollegen gelte als belastet, nachdem das Interesse der AC Mailand bekanntgeworden war und ein der Eintracht nicht gemeldeter Grundstückskauf über die Frau von Spielerberater Andy Bara für Kritik gesorgt hatte, wenngleich Krösche kein Fehlverhalten nachgewiesen werden konnte.

Seit Krösches Wirken im Sommer 2021 generierte die Eintracht 531 Millionen Euro durch Spielerverkäufe – dem gegenüber stehen Investitionen in Neuzugänge für 340 Mio. Euro Ablöse. Der 45 Jahre alte Ex-Profi erarbeitete sich den Ruf eines Top-Verkäufers: Der ablösefrei verpflichtete Randal Kolo Muani ging nach nur einem Jahr für 95 Mio. Euro nach Paris, Hugo Ekitiké wechselte für die gleiche Summe zu Liverpool und der Abgang von Omar Marmoush zu Man City brachte der SGE 75 Mio. Euro ein. Aber nicht alle Deals gingen auf: 26-Millionen-Einkauf Elye Wahi erwies sich in der vergangenen Saison als Flop. Und die kurze Amtszeit von Trainer Albert Riera wurde zum Fiasko.

Update 14:51 Uhr: Präsident und Aufsichtsratschef Beck sagte dem „Wiesbadener Kurier“: „Die Aufsichtsratssitzung am Mittwoch ist eine lange geplante turnusmäßige Sitzung. Selbstverständlich wird es um alle Themen des Sommers, auch um die sportlichen gehen.“ Berichte zu Krösche wolle er öffentlich nicht kommentieren. „Fakt ist, er hat einen laufenden Vertrag, sich vor zwei Monaten klar zu Eintracht Frankfurt bekannt und befindet sich mit seinem Team auf der Zielgerade des Transferfensters.“ Weiter sagte er: „Es besteht also kein Anlass, über die Zukunft von Markus Krösche zu spekulieren.“

Eintracht Frankfurt verlängert mit Verteidiger Maluze

Nach bislang nur einem Pflichtspiel bei den Profis hat Eintracht Frankfurt den Vertrag mit Jeremiaha Maluze vorzeitig verlängert. Der 21 Jahre alte Innenverteidiger unterschrieb bis 2031. Dies teilten die Adlerträger am Samstag mit. „Jeremiaha hat in den vergangenen Monaten eine sehr gute Entwicklung genommen und sich mit seinen Leistungen in der U21 für den nächsten Schritt empfohlen“, sagte Eintracht-Sportdirektor Timmo Hardung.

Maluze war im Sommer 2025 nach Frankfurt gewechselt und verhalf der U21 mit drei Toren und zehn Vorlagen zum Aufstieg in die Regionalliga. Die Saisonvorbereitung absolvierte er anschließend mit den Profis. Sein Pflichtspieldebüt gab Maluze am vergangenen Wochenende, in der ersten Runde des DFB-Pokals beim 11:0-Sieg gegen den SC St. Tönis. Maluze wurde in der zweiten Hälfte für Kapitän Robin Koch eingewechselt.

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