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KTM zieht offenbar Konsequenzen: Vinales droht das vorzeitige Aus

Sport

(Motorsport-Total.com) - Maverick Vinales könnte seinen Platz beim Tech3-Team für die zweite Hälfte der MotoGP-Saison 2026 verlieren. Nach Informationen der spanischsprachigen Ausgabe von Motorsport.com evaluiert der Hersteller aus Mattighofen derzeit die am besten geeignete Option, um den Spanier so schnell wie möglich von der Maschine zu nehmen. Vorerst haben die Verantwortlichen Pol Espargaro einberufen, um ihn beim Grand Prix von Großbritannien am kommenden Wochenende zu ersetzen. Dieser Einsatz könnte sich auf den gesamten Rest der Saison ausweiten. KTMs Entschluss ist die Folge der Verletzung, an der Vinales seit Juli vergangenen Jahres laboriert. Damals hatte er sich bei einem Sturz auf dem Sachsenring an der linken Schulter verletzt - ein Leiden, das ihn noch immer behindert. Vinales kritisiert KTM öffentlich Beschleunigt wurde die aktuelle Entwicklung durch die enormen Spannungen zwischen Vinales, KTM und Tech3-CEO Günther Steiner, die in den vergangenen Wochen öffentlich sichtbar wurden. Vinales hatte sich bei KTM verpflichtet, 2025 und 2026 für das Kundenteam Tech3 zu fahren, allerdings mit einem Vertrag, der ihn direkt an das Werk bindet. Nach einem sehr starken Saisonstart im Vorjahr stellte ihm der Hersteller einen Aufstieg ins Werksteam in Aussicht. In der Vereinbarung hielt KTM bis zum 30. Juni eine einseitige Option zur Vertragsverlängerung um ein weiteres Jahr. Vinales selbst hatte geplant, weiterhin für KTM an den Start zu gehen. Dann verpflichtete KTM aber Alex Marquez und Fabio Di Giannantonio für 2027 für das Werksteam, und von Tech3 kamen zuletzt keine Signale, die auf eine Verlängerung der Zusammenarbeit hindeuteten. "Im Winter war ich noch im Werksteam, jetzt weiß ich nicht einmal mehr, wo ich stehe. Wenn ich nicht in der MotoGP weitermache, gibt es dafür nur einen Schuldigen: KTM", hatte Vinales seinem Ärger über KTM am Rande des Grand Prix von Tschechien Luft gemacht. Im Rahmen des Deutschland-Grand-Prix auf dem Sachsenring ließ Vinales den Konflikt weiter eskalieren. "KTM hat mir einen Vertrag geschickt, ich habe ihn unterschrieben und zwei Wochen später sagten sie mir, er sei nicht gültig", hatte er gesagt. Das sorgte für Verstimmung bei Tech3-CEO Steiner, der andeutete, in der MotoGP-Saison 2027 auf neue Fahrer zu setzen. "Wir wollen keinerlei Altlasten aus der Vergangenheit. Deshalb passen Personen, die mit der Gruppe in Verbindung gebracht wurden - nicht nur mit Tech3 und KTM, sondern mit der Gruppe allgemein -, möglicherweise nicht mehr rein", sagte der Südtiroler. Suche nach einer gesichtswahrenden Lösung KTM-Motorsportdirektor Pit Beirer hielt sich während der gesamten Auseinandersetzung im Hintergrund. Der ehemalige Motocross-Profi betonte durchweg, dass er sich die Sommerpause als Zeitpunkt gesetzt habe, um die endgültige Entscheidung über die Tech3-Fahrerpaarung für 2027 zu treffen. Die Realität sieht jedoch so aus, dass im kommenden Jahr Luca Marini und Senna Agius für die französische Truppe an den Start gehen sollen - die offizielle Bestätigung steht hierzu noch aus.

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