Kult-Trainer Funkel packt über schlimmste Entlassung aus: „Feige Schweine!“
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Er gilt als eine der Trainer-Ikonen im deutschen Profi-Fußball. Friedhelm Funkel (72) war in Deutschland bei zwölf verschiedenen Vereinen, feierte insgesamt sieben Bundesliga-Aufstiege. Neben den Aufstiegen feierte Funkel vor allem im fortgeschrittenen Traineralter sensationelle Erfolge als Last-Minute-Feuerwehrmann. Ein negatives Erlebnis belastet ihn aber bis heute.
Funkel packt über seine schlimmste Entlassung aus
In einem Interview mit 11Freunde spricht er über seine Zeit bei Fortuna Düsseldorf von 2016 bis 2020 und das unrühmliche Ende. Funkel: „Es war die schlimmste Entlassung meines Lebens. Weil ich sie nicht erwartet habe und sie noch heute für völlig unnötig halte. Und weil ich sie einfach nicht verstehen konnte.“ Das Ganze ging alles andere als geräuschlos über die Bühne.
Nach einer sensationellen Vorsaison steckte Fortuna Düsseldorf mitten im Abstiegskampf. Der Verein hatte eine Negativserie hinter sich und war nach einer 0:3-Niederlage gegen Leverkusen auf den letzten Tabellenplatz (Rang 18) abgerutscht. Die Vereinsführung hatte den Glauben verloren, dass Funkel die Wende im Abstiegskampf noch einmal aus eigener Kraft schaffen würde.
Besonders die Umstände machten die Entlassung legendär. Nur wenige Stunden nachdem Funkel in Düsseldorf als „Trainer des Jahres“ gefeiert worden war, wurde er morgens am Trainingsgelände ins Büro zitiert. Funkel: „Ich hatte null Gedanken daran verschwendet, dass ich freigestellt werde. Wir haben eine sehr erfolgreiche Zeit gehabt, alles stimmte. Ich war fest davon überzeugt, wir schaffen den Klassenerhalt.“
Was folgte, war der Rauswurf durch Vereins-Boss Robert Schäfer und Sportvorstand Lutz Pfannenstiel. Funkel war völlig fassungslos, stand nach einem kurzen Moment auf, warf den Stuhl um und brüllte: „Ihr seid feige Schweine.“ Das Ende ist bekannt. Für Funkel übernahm Uwe Rösler, der den Abstieg nicht verhindern konnte.
Funkel selbst brauchte mehrere Wochen, um die Entlassung zu verdauen. Wenige Monate nach dem Ende seiner Fortuna-Ära beschloss er: „So kannst du nicht aufhören, obwohl ich ja gesagt hatte, ich trainiere keine andere Mannschaft mehr als Fortuna Düsseldorf.“ Stattdessen feierte er noch Erfolge ausgerechnet mit dem Erzrivalen 1. FC Köln und Kaiserslautern. Und offiziell beendet hat er seine Trainer-Karriere ja auch noch nicht.