Künstliche Intelligenz: Dänemark verschärft Prüfungen wegen KI
Rund 9000 Schülerinnen und Schüler der Oberstufe verfassen jährlich eine umfangreiche Hausarbeit, bekannt als »Større skriftlige opgave«, die sie nun mündlich verteidigen müssen. Das Ministerium kündigte an, mit den Schulen darüber zu sprechen, wie die Maßnahme gut umgesetzt werden kann. Das Ganze ist Teil eines Pakets, das sofort in Kraft tritt, wie Bildungsminister Magnus Heunicke mitteilte. Das neue Schuljahr in Dänemark beginnt kommende Woche. »Leider haben wir ein Problem mit KI-gestütztem Betrug an Gymnasien«, sagte er. »Jetzt muss gehandelt werden.« Die dritte Maßnahme ist ein Appell an die Schulen, die Schüler zu ermutigen, ihre schriftlichen Hausaufgaben »unter kontrollierten Bedingungen in der Schule« zu erledigen. Sie sollen lernen, dass die Nutzung von KI ihnen selbst schadet. So können Lehrkräfte »den Arbeitsprozess der Schüler zu verfolgen, relevantes Feedback zu geben und eine genauere Grundlage für die Bewertung zu schaffen«. Historisch zeigte sich Dänemark KI an Schulen gegenüber offen: Vor einem Jahr erst erlaubten die Behörden in Form eines Pilotprojekts , dass KI in Vorbereitung für mündliche Englischprüfungen im Abitur genutzt werden darf. Im Nachbarland Schweden ergab hingegen eine Studie , dass die Zahl der Schüler, die wegen unerlaubter KI-Nutzung suspendiert oder verwarnt wurden, zwischen 2023 und 2025 um 688 Prozent gestiegen ist. Wie Schülerinnen und Schüler in Deutschland mit dem Thema umgehen, lesen Sie hier.