DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,21 % 64.443,67 USD 07:23:55 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Künstliche Intelligenz jagt Verkehrssünder: Italien testet neue Super-Verkehrs-Kamera

Technologie

In der Toskana hat eine neue Testphase für die automatisierte Verkehrsüberwachung begonnen. Auf der viel befahrenen Schnellstraße zwischen Florenz, Pisa und Livorno kommt ein modernes Kamerasystem mit künstlicher Intelligenz zum Einsatz. Dank integrierter Infrarottechnologie liefert das System auch bei Dunkelheit hochauflösende Aufnahmen. Die dahinterstehende Software ist darauf ausgelegt, riskante Verhaltensweisen und rechtliche Verstöße vollautomatisch zu erkennen. Handy am Steuer: Die KI erkennt's Dazu gehören die Nutzung von Mobiltelefonen am Steuer sowie das Fahren ohne Sicherheitsgurt. Zudem gleicht das System die Kennzeichen automatisch mit Datenbanken ab, um abgelaufene TÜV-Plaketten oder fehlenden Haftpflichtschutz aufzudecken. Autofahrer müssen sich während des Testzeitraums jedoch noch nicht vor Bußgeldern fürchten. Wie die italienische Tageszeitung „Corriere della Sera“ berichtet, dient das Projekt vorerst ausschließlich der Erfassung von Daten und der Überprüfung der Systemzuverlässigkeit. Auf Höhe Lastra a Signa Die Anlage ist auf einem Stahlträger über der Fahrbahn im Bereich der Gemeinde Lastra a Signa montiert. Von dieser Position aus scannt die Technik den Verkehr in beiden Fahrtrichtungen rund um die Uhr. Nach Angaben von „Corriere della Sera“ wurde die Technologie zuvor bereits auf kleineren Landstraßen getestet, nun soll sie sich unter den realen Bedingungen einer stark frequentierten Schnellstraße beweisen. ANZEIGE ANZEIGE Sollte die Testphase von maximal 90 Tagen erfolgreich verlaufen und das System eine Zulassung erhalten, könnten Verstöße künftig ohne direkten Polizeikontakt geahndet werden. Dies wirft allerdings erhebliche Fragen zum Datenschutz auf. Die Speicherung und der Zugriff auf die Bilddaten müssen strengen gesetzlichen Vorgaben entsprechen, bevor eine flächendeckende Einführung denkbar ist. Auch Rheinland-Pfalz jagt Handysünder mit KI Auch in Deutschland wird der Einsatz KI-gestützter Kameratechnik in der Verkehrsüberwachung vorangetrieben, auch hier vor allem mit Blick auf die Handynutzung am Steuer. Als Vorreiter gilt Rheinland-Pfalz: Dort sind seit März 2025 sogenannte Monocams im Einsatz, nachdem eine entsprechende Rechtsgrundlage geschaffen wurde. Die Kameras erfassen Fahrzeuge von erhöhten Positionen wie Autobahnbrücken aus; eine Software wertet die Aufnahmen aus und markiert mögliche Verstöße. Diese Fälle werden anschließend von Polizeibeamten geprüft, während Daten ohne erkennbaren Verstoß wieder gelöscht werden. In anderen Bundesländern ist die Technik dagegen noch nicht flächendeckend eingeführt. Baden-Württemberg prüft nach Angaben des Innenministeriums, ob solche Systeme künftig genutzt werden können und welche rechtlichen Voraussetzungen dafür nötig wären. Hintergrund ist die Bedeutung von Ablenkung als Unfallfaktor: Nach Angaben des baden-württembergischen Innenministeriums geht dort knapp ein Zehntel aller tödlichen Unfälle auf Ablenkung am Steuer zurück. Zugleich bleibt der Einsatz der Kameras in Deutschland umstritten, weil er weiterhin Fragen zu Datenschutz, Speicherung und Zweckbindung der Bilddaten aufwirft.

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