Künstliche Intelligenz: JPMorgan-Chef Dimon warnt vor breitem Zugang zu Mythos
New York. Jamie Dimon, Chef der größten US-Bank JPMorgan Chase, hat die Risiken des KI-Modells Mythos von Anthropic als „echtes Problem“ bezeichnet – und zugleich betont, dass die US-Regierung das Thema inzwischen ernst nehme. Die rasanten Fortschritte bei KI-Modellen haben Industrie und Behörden zuletzt gleichermaßen aufgeschreckt. Entwickler Anthropic hatte zuletzt selbst eingeräumt, dass sein Mythos-Modell beim Aufspüren von Software-Schwachstellen so leistungsfähig sei, dass es nicht für die breite Öffentlichkeit freigegeben werden könne. Dimon warnte am Mittwoch auf dem Pennsylvania Defense and Innovation Summit von Senator Dave McCormick vor den Folgen, sollte ein derart mächtiges System in falsche Hände geraten. „Mit Mythos gibt man Einzelpersonen im Grunde ballistische Raketen“, sagte er. JPMorgan gehört zu einer Gruppe von Unternehmen, die seit April Zugang zu Mythos haben und das Modell nutzen, um die eigene Abwehr zu testen sowie Erkenntnisse mit Zulieferern und Branchenkollegen zu teilen. Im Mai hatte Dimon erklärt, Hunderte Mitarbeiter arbeiteten bei seiner Bank in Vollzeit daran, die Systeme zu stärken.