Künstliche Intelligenz: KI-Kennzeichnungspflicht startet - das sind die Fallstricke
Düsseldorf, Brüssel. Am heutigen Sonntag tritt die nächste Stufe der europäischen KI-Verordnung (AI Act) in Kraft: KI-Assistenten müssen klar gekennzeichnet werden, ebenso Videos, Bilder und Texte, die mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt oder überarbeitet werden. Unternehmen, die gegen die Transparenzpflichten verstoßen, müssen mit hohen Bußgeldern rechnen. „Mit dem Beginn der Umsetzung machen wir einen wichtigen Schritt hin zu einer KI, die Menschen und Unternehmen verstehen und der sie vertrauen können“, sagte EU-Vizepräsidentin Henna Virkkunen am Freitag. Wer in den kommenden Wochen auf Unternehmenswebseiten unterwegs ist oder mit digitalen Assistenten kommuniziert, wird Hinweise wie „KI“ oder „KI-generiert“ sehen. Ziel der EU ist es, Täuschungen zu verhindern und den Einsatz Künstlicher Intelligenz für Nutzer nachvollziehbarer zu machen. Was nach einer klaren Vorgabe klingt, dürfte in der Praxis jedoch zahlreiche Auslegungsfragen aufwerfen.