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Lage für Nato „ernster als im Kalten Krieg“: So schätzt der dänische Geheimdienst Putins Angriffslust ein

Welt

Die Geheimdienste von Tschechien, Lettland und Schweden warnten. Die CIA warnte. Jetzt gab auch Dänemark eine neue Geheimdiensteinschätzung zur Bedrohung aus Russland bekannt. Es geht um sogenannte hybride Attacken, zu denen Sabotage und Cyberangriffe gehören. Der dänische Nachrichtenkanal „TV 2 News“ schreibt dazu nach einer Pressekonferenz von Verteidigungsministerium, Militärnachrichtendienst und Generalstab:

Die Situation sei derzeit „ernster als zu jedem anderen Zeitpunkt seit dem Ende des Kalten Krieges“, berichtet „TV 2 News“ weiter unter Berufung auf die Pressekonferenz. Russland gehe davon aus, dass es momentan ein „Zeitfenster“ gebe, bevor der Westen ernsthaft aufgerüstet habe. Deshalb werde Russland mit noch härteren Mitteln versuchen, die Entwicklung in der Ukraine und die Unterstützung für das Land umzukehren.

Eine wichtige Unterscheidung besteht in den aktuellen Attacken Russlands auf den Westen einerseits und einem klassischen Angriff mit Bodentruppen oder Raketen andererseits.

Der dänische Geheimdienst sieht auch eine zunehmende Gefahr eines solchen Angriffs auf einen östlichen Nato‑Staat – dennoch sei ein Einmarsch in einen Mitgliedstaat in den kommenden Monaten „höchst unwahrscheinlich“.

Einmarsch in den kommenden Monaten möglich, aber unwahrscheinlich

„Es gibt ein geringes, aber wachsendes Risiko, dass Russland einen begrenzten militärischen Angriff gegen ein oder gegen mehrere Nato-Länder an der Grenze zu Russland ausführen wird“, sagte der Leiter des Auslands- und Militärnachrichtendienstes FE, Thomas Ahrenkiel. Es sei jedoch „höchst unwahrscheinlich“, dass Russland Interesse habe, in einen Mitgliedstaat des transatlantischen Verteidigungsbündnisses einzumarschieren, sagte Ahrenkiel.

Einen begrenzten militärischen Angriff auf einen Nato-Staat inmitten des Ukraine-Kriegs könnte Russland nach FE-Angaben ausführen, um die europäischen Staaten dazu zu bringen, ihre militärischen Ressourcen umzulenken. Dies wäre nach den Worten Ahrenkiels ein „verzweifelter Schritt Russlands“.

Rutte sieht Nato „bereit“ für Abwehr hybrider Angriffe

Die Nato ist nach Einschätzung ihres Generalsekretärs Mark Rutte „bereit“ für die Abwehr russischer Cyberangriffe und andere Arten der hybriden Kriegsführung. „Wir haben all diese Reaktionsmöglichkeiten parat, (…) wenn es um hybride Bedrohungen geht“, sagte Rutte am Donnerstag bei einer Veranstaltung in New York.

Einschätzung eines Militärexperten

Militärexperte Gustav Gressel ging am Mittwoch bei „zdf heute“ ebenfalls nicht davon aus, dass ein militärischer Angriff Russlands auf Nato-Gebiet unmittelbar bevorsteht. In diesem Szenario müsste Russland nämlich mit einer Schwächung in der Ukraine rechnen, wo die Truppen derzeit kämpfen. Was dagegen in zwei bis drei Jahren passiere, hänge von vielen Faktoren ab – etwa davon, wie der Krieg in der Ukraine ausgeht und wie sich die USA künftig verhalten werden. In einer Phase der politischen Schwäche in Europa könnte Putin dann einen klassischen Angriff auf einen europäischen Staat starten. (TMA mit AFP)

Hinweis: Die dänische Nachrichtenquelle wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz übersetzt.

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