DAX +2,41 % 25.361,03 Pkt 18:00:00 MDAX +1,37 % 32.106,50 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,02 % 6.282,21 Pkt 18:00:00 Dow Jones +0,96 % 52.210,08 Pkt 22:52:48 S&P 500 +0,07 % 7.413,18 Pkt 22:52:41 Nasdaq -0,82 % 24.932,08 Pkt 23:15:59 Nikkei -4,20 % 62.201,03 Pkt 03:09:00 Gold -0,47 % 4.057,80 USD 03:13:55 Silber -1,77 % 57,68 USD 03:13:54 Brent -0,76 % 87,69 USD 03:12:53 WTI -1,14 % 81,67 USD 03:13:59 Bitcoin -0,86 % 63.155,77 USD 03:23:54 EUR/USD -0,14 % 1,13790 USD 03:23:23 EUR/GBP +0,25 % 0,85560 GBP 03:24:01 EUR/CHF +0,12 % 0,93120 CHF 03:24:01 EUR/JPY -0,09 % 186,266 JPY 03:24:01

Lage in Nahost: Anzeichen für US-Bodenoffensive im Iran

Welt

Startseite Politik Aktuelle Lage in Nahost: Anzeichen für US-Bodenoffensive im Iran – doch Trump sieht „gute“ Verhandlungschancen Von: Felix Busjaeger Uns auf Google folgen USA und Iran pausieren ihre Angriffe – doch die Huthis eskalieren: Angriffe auf Aramco, Schiffsverkehr bricht ein. Netanjahu fliegt zu Trump. Update, 20:40 Uhr: Donald Trump hat sich nach drei Nächten ohne gegenseitige Angriffe mit dem Iran optimistisch über eine mögliche Gesprächslösung gezeigt. Er sehe „eine gute Chance“ für erfolgreiche Verhandlungen mit Teheran, sagte der US-Präsident am Montag an Bord des Präsidentenfliegers Air Force One. „Wir werden sehen, was passiert“, sagte Trump zu Journalisten weiter. „Ich denke, es besteht eine gute Chance, dass etwas passieren könnte.“ Im Falle eines Misserfolgs der Gespräche drohte er mit neuen Angriffen. Wenn nichts passiere, würden die USA „zu dem zurückkehren, was wir vor zwei Tagen gemacht haben“, sagte Trump. Der US-Präsident spielte erneut Befürchtungen herunter, den USA könne im Iran-Krieg die Munition ausgehen. Die USA hätten „viel Munition“, sagte er. „Ehrlich gesagt hätte ich gerne mehr. Aber so viel davon wurde an die Ukraine gegeben“, fügte er hinzu. US-Bodenoffensive im Iran-Krieg? Geheimdienst warnt vor Plänen Update, 14:28 Uhr: Mehr als fünf Monate nach Beginn des Iran-Kriegs halten gut informierte Quellen aus Pakistan eine begrenzte US-Bodenoffensive für immer wahrscheinlicher. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen in Islamabad erfuhr, gehen pakistanische Geheimdienste davon aus, dass US-Präsident Donald Trump Warnungen seines eigenen Militärs ignorieren und mit einer begrenzten Offensive iranische Küstenregionen einnehmen könnte. Pakistan spielt eine zentrale Vermittlerrolle im Konflikt zwischen Washington und Teheran, der Anfang Juli im Streit um die Straße von Hormus erneut eskaliert war, nachdem iranische Streitkräfte Schiffe in der Meerenge beschossen hatten. Das US-Militär reagierte mit Bombardierungen zahlreicher Ziele an der iranischen Südküste; in den vergangenen drei Nächten hatten beide Seiten ihre Angriffe zunächst ausgesetzt. Mögliche US-Bodenoffensive im Iran höchst riskant Pakistan und der Golfstaat Katar übermitteln als Vermittler weiterhin Vorschläge zwischen den Kriegsparteien, hieß es aus pakistanischen Sicherheitskreisen. Irans Führung strebe jedoch einen dauerhaften Waffenstillstand an und lehne eine lediglich begrenzte Feuerpause ab. Irans Streitkräfte hatten die USA bereits zuvor vor einer Bodenoffensive gewarnt und erklärt, darauf vorbereitet zu sein. Experten halten eine US-Invasion im Iran für höchst riskant, da Soldaten dort Raketen- und Drohnenangriffen ausgesetzt wären – ohne den Schutz, den Stützpunkte in den Golfstaaten bieten würden. Nach Angaben der Denkfabrik IISS verfügen die iranischen Streitkräfte über rund 610.000 aktive Soldaten und paramilitärische Kräfte sowie 350.000 Reservisten. Zum Vergleich: Deutschland hat in etwa 190.000 Soldaten. Erstmeldung: Die aktuelle Lage im Iran-Krieg bleibt angespannt. Zwar haben die USA zuletzt ihre Angriffe ausgesetzt, dafür bildet sich immer deutlicher ein neuer Konfliktherd heraus: Die Huthis haben nach Angriffen auf saudische Ölanlagen den Schiffsverkehr durch die strategisch wichtige Meerenge Bab al-Mandab auf ein Mehrmonatstief gedrückt. Laut Daten des Analysehauses Kpler durchquerten am Sonntag nur noch elf Handelsschiffe die Wasserstraße an der Küste des Jemen. Auch der Verkehr durch die Straße von Hormus blieb am Wochenende gering. Sechs Schiffe versuchten demnach, eine „illegale und unsichere“ Route im Süden der Straße von Hormuz zu passieren, nachdem sie ihre Navigations- und Positionierungssysteme abgeschaltet hatten, berichtet der iranische Staatssender IRIB. Die Huthi-Miliz hatte zuvor Anlagen des saudischen Staatskonzerns Aramco in den Städten Dschisan und Janbu angegriffen. Ein Militärsprecher der Gruppe drohte in einer Videoerklärung mit einer „Eskalation in den kommenden Stunden und Tagen“. Am Sonntag meldete Huthi-Sprecher Jahja Saree zudem den Abschuss einer saudischen Drohne: einer „Aufklärungsdrohne aus türkischer Produktion“, die auf „feindlicher Mission“ unterwegs gewesen sei. Saudi-Arabien hatte in der Nacht zu Samstag seinerseits Ziele im Jemen attackiert, als Reaktion auf Angriffe im Roten Meer. Iran-Krieg aktuell: Huthi-Angriffe verschärfen Lage in Nahost Der Konflikt im Roten Meer ist eingebettet in den aktuellen Iran-Krieg, der seit dem 28. Februar mit erneuten gemeinsamen Angriffen der USA und Israels auf iranische Atomanlagen begann. Der iranische Armeesprecher Amir Akraminia drohte am Sonntag mit einer Ausweitung des Kriegsgebiets. Sollten die USA ihre Luftangriffe fortsetzen, werde das Gebiet noch weiter ausgedehnt, sagte er laut der Nachrichtenagentur Mehr. Das Kriegsgebiet reiche bereits von Jordanien bis zu den Anrainerstaaten des Persischen Golfs. Das iranische Militär habe entsprechende Strategien vorbereitet und sei auch auf eine großangelegte Luftoperation sowie eine Bodenoffensive des US-Militärs eingestellt. Gleichzeitig signalisierte Akraminia eine vorübergehende Zurückhaltung: Der Iran habe seine Angriffe auf arabische Verbündete der USA ausgesetzt, da die US-Streitkräfte ihre Luftschläge in den vergangenen zwei Nächten eingestellt hätten. Das eigene militärische Vorgehen sei ausschließlich auf Vergeltung ausgerichtet, begründete er den Schritt. Nach einer Angriffsserie von 13 aufeinanderfolgenden Nächten hatte das US-Militär am Wochenende keine neuen Attacken gegen den Iran gemeldet. US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, sagte im CBS in der Sendung „Face the Nation“, das gebe der Diplomatie „etwas Raum“. Gleichzeitig bestätigte er die Verlegung zusätzlicher US-Militärkapazitäten in den Nahen Osten, ohne Details zu nennen. US-Medien hatten bereits berichtet, dass weitere Kampf- und Tankflugzeuge in die Region verlegt werden. Kein Ende des aktuellen Iran-Kriegs: „Keine militärische Lösung“ für Huthi-Eskalation Auch der Iran setzt offenbar wieder auf die Diplomatie: Außenminister Abbas Araghtschi rief mit Blick auf die aktuellen Spannungen im Iran-Krieg zum Dialog auf. Es gebe „keine militärische Lösung“ für den Konflikt im Jemen und um die Meerenge Bab al-Mandab, sagte er der staatlichen Zeitung Iran Daily. Die Entwicklung wurzele in alten Streitigkeiten zwischen dem Jemen und Saudi-Arabien und könne nicht dem Iran zugeschrieben werden. Saudi-Arabien unterstützt seit 2015 die international anerkannte Regierung des Jemen gegen die vom Iran gestützten Huthis. Auf den Ölpreis hatte die angespannte Lage zunächst keine negativen Auswirkungen: Zu Beginn des asiatischen Handels gingen die Preise für Brent und WTI um mehr als fünf Prozent zurück – getragen von der Kampfpause zwischen den USA und dem Iran. US-Präsident Donald Trump hatte erklärt, Washington spreche derzeit mit Teheran, das in den Verhandlungen „von Tag zu Tag ernsthafter“ werde.

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