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Lager von deutschem Hersteller in Kiew zerstört

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Ukraine-Krieg aktuell: Drohnen greifen deutschen Frachter an – Ukraine baut eigenes Abwehr-System

Von: Nail Akkoyun, Ines Alberti, Franziska Schwarz, Simon Schröder, Felix Busjaeger

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Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg im Ticker: Russland überzieht Kiew mit Angriffen. Ein deutsches Unternehmen spricht von einem indirekten Angriff.

Update, 20:43 Uhr: Der frühere ukrainische Armeechef Walerij Saluschnyj ist in einer Umfrage zum vertrauenswürdigsten Politiker seines Landes gekürt worden. Auf den Plätzen unmittelbar dahinter landeten der erst vor kurzem entlassene Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow sowie der Kommandeur der ukrainischen Drohnen-Streitkräfte, Robert Browdy. Präsident Wolodymyr Selenskyj landete in der Umfrage des sozialen Umfrageinstituts „Sozis“ nur auf dem sechsten Rang, noch hinter dem neuen Armeechef Mychajlo Drapatyj und dem Leiter seiner Präsidialkanzlei, Kyryllo Budanow.

Die repräsentative Umfrage unter 2000 Ukrainern wurde nach Angaben von „Sozis“ zwischen dem 28. Juli und dem 2. August durchgeführt. Neben einer Reihe von Fragen zu möglichen Favoriten bei eventuellen Wahlen lautete die wichtigste Frage: „Inwieweit vertrauen sie den folgenden politischen Führern?“ Dabei schnitt Saluschnyj, inzwischen Botschafter in London, mit 27,8 Prozent „voll und ganz“ und 37,1 Prozent „eher ja“ am besten ab, ganz knapp vor Fedorow.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Update, 19:46 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj reist am Samstag erstmals seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen sein Land in das traditionell mit Russland verbündete Serbien. „Wir müssen die Serben von der Seite Russlands wegziehen“, sagte ein hochrangiger ukrainischer Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag. Selenskyjs Besuch in Serbien sei für die Russen „ein Schlag ins Gesicht“.

Selenskyj, der bei Reisen in zahlreiche Länder für Unterstützung für die Ukraine wirbt, hat Serbien seit seinem Amtsantritt 2019 noch nicht besucht. Serbien gilt als eines der Moskau am nächsten stehenden Länder in Europa.

Update, 18:40 Uhr: Großbritannien hat im Ukraine-Krieg ein neues Sanktionspaket gegen Russland verhängt. Die Maßnahmen richten sich gegen russische Banken, Unternehmen im Handel mit Seltenen Erden sowie sechs neu identifizierte Tanker der russischen Schattenflotte. Das berichtet der Kyiv Independent.

Russland nutzt ein weitverzweigtes Netzwerk oft veralteter und nicht versicherter Schiffe unter fremden Flaggen, um westliche Energiesanktionen zu umgehen. „Großbritannien wird seine Maßnahmen gegen Russland und seine Schattenflotten-Aktivitäten weiter verschärfen, um unsere nationale Sicherheit, unsere Wirtschaft und die globale Stabilität zu schützen“, sagte Finanzminister John Healey.

USA bereiten neue Verhandlungen über Ende des Ukraine-Kriegs vor

Update, 17:54 Uhr: Trumps Sondergesandte wollen in die Ukraine reisen, um die festgefahrenen Verhandlungen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs neu anzustoßen. Kiew warte auf die Ankunft der amerikanischen Delegation, wie der geschäftsführende Außenminister Andrij Sybiha am Donnerstag mitteilte. „Wir warten auf die Ankunft des amerikanischen Verhandlungsteams. Wir begrüßen die Bemühungen der amerikanischen Seite und wollen mehr Schwung und mehr US-Engagement sehen“, sagte Sybiha laut RBC-Ukraine. Er betonte, dass ein gerechter Frieden ohne Beteiligung Washingtons aus ukrainischer Sicht nicht erreichbar sei – ebenso wenig wie wirksame Sicherheitsgarantien für die Ukraine.

Update, 16:40 Uhr: Durch russische Angriffe sind in den ukrainischen Gebieten Dnipropetrowsk und Charkiw mindestens acht Menschen getötet worden. Mindestens drei Tote habe es bei einer Attacke auf die Industriestadt Pawlohrad gegeben, teilte der Militärgouverneur der südostukrainischen Region Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, bei Telegram mit. Sieben Menschen seien dazu verletzt worden. Einen weiteren russischen Luftangriff mit drei Toten und drei Verletzten gab es den Angaben nach auf die Gemeinde Wyschnewe, rund 70 Kilometer westlich der Gebietshauptstadt Dnipro.

Ukraine mit Fortschritten bei der Luftverteidigung: eigenes System in Arbeit

Update, 16:00 Uhr: Die Ukraine macht nach den Worten von Wolodymyr Selenskyj Fortschritte bei der Entwicklung ihres eigenen Systems zur Abwehr ballistischer Raketen. „Wir können feststellen, dass auch unsere Waffenhersteller bereits das erforderliche Niveau erreicht haben“, teilte der ukrainische Präsident nach einem Treffen mit Verteidigungs- und Sicherheitsexperten bei Telegram mit. „Wir gehen davon aus, dass die Ukraine im Zeitraum 2026-2027 die angestrebten Ergebnisse erzielen wird“, sagte er.

Die Ukraine setzt auf ein eigenes Abwehrsystem mit dem Namen Freyja, weil sie den Angriffen durch russische ballistische Raketen beinahe schutzlos ausgeliefert ist. Selenskyj beklagt immer wieder, dass der Ukraine die wirksamen Patriot-Abwehrraketen fehlen.

Ukraine-Krieg aktuell: Kiew kämpft „um jede einzelne“ Patriot-Rakete

Update, 14:43 Uhr: Der amtierende ukrainische Außenminister Andrii Sybiha hat die Beschaffung weiterer Patriot-Abfangraketen als zentrale Aufgabe für die ukrainische Luftverteidigung bezeichnet. Kiew kämpfe „um jede einzelne“ Rakete, sagte Sybiha laut Ukrinform. Hintergrund seien begrenzte Produktionskapazitäten in den USA von rund 600 PAC-3-Raketen pro Jahr sowie zusätzlicher Bedarf durch die Lage im Nahen Osten.

Sybiha erklärte zudem, Präsident Wolodymyr Selenskyj habe die möglichst weitgehende Lokalisierung der Produktion kritischer Waffentypen in der Ukraine angeordnet. In Kiew beraten derzeit Leiter ukrainischer Auslandsvertretungen über die Beschaffung weiterer Flugabwehrraketen; zuvor liefen Gespräche mit den USA und Herstellern über Lizenzen. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump laut Medienberichten eine ukrainische Bitte um Hunderte zusätzliche Patriot-Abfangraketen abgelehnt.

Ukraine-Krieg aktuell: Von Drohne anvisierte Flugzeug in Leipzig war mit Munition beladen

Update, 13:22 Uhr: Das Flugzeug in Leipzig, neben dem eine mit Sprengstoff versehene Drohne aufgetaucht war, war offenbar mit militärischer Munition beladen. Das berichten Süddeutsche Zeitung, NDR und WDR. Das ukrainische Antonow-Frachtflugzeug sei demnach mit Munition bestückt gewesen, die kurz zuvor von Frankreich nach Leipzig geliefert worden und für den Weitertransport vorgesehen gewesen sei. Der Bericht stützt sich auf vertrauliche Polizei-Quellen. Wer hinter dem Drohnenvorfall steckt, ist noch unklar.

Update, 13:16 Uhr: Eine russische Drohne hat am Mittwochmorgen zwei Bahnarbeiter in der Oblast Charkiw getötet. Wie Kyiv Independent berichtet, habe die Drohne den Bahnhof in Losowa getroffen. Acht weitere Menschen wurden bei dem Angriff verletzt.

Drohnen-Angriff auf deutschen Frachter

Update, 12:11 Uhr: Offenbar haben russische Drohnen einen Frachter einer deutschen Reederei attackiert. Das berichtet das Schiffsverfolgungsportal Vesseltracker.com. Das Schiff liegt vor Odessa und wurde demnach mehrfach getroffen. Die Crew sei evakuiert worden. Es gebe keine Verletzten, jedoch sei das Schiff manövrierunfähig. Laut dem Bericht handelt es sich um den Frachter „EMIL“, das zwar unter der Flagge Liberias fahre, aber zur Hamburger Reederei Johann M. K. Blumenthal gehöre.

Update, 11:55 Uhr: Bei einem russischen Raketenangriff ist das Lager einer Ulmer Firma in Kiew zerstört worden. Der Schmierstoffhersteller Liqui Moly gab bekannt, es sei bei dem Angriff und einem anschließenden Brand niemand verletzt worden. Ein niedriger Millionenbetrag an Schaden sei entstanden. Das Team arbeite mit Hochdruck daran, die Lieferketten wiederherzustellen, schrieb die ukrainische Vertretung bereits am Mittwoch.

Bei dem völlig zerstörten Objekt handelt es sich nach Auskunft von Unternehmenssprecher Sina Ataei um ein Lager, in dem ein langjähriger Kunde Waren lagerte. „Also ja, es ist natürlich schon ein Angriff auch auf uns indirekt“, sagte Ataei.

Mehrere Tote nach russischen Angriffen auf Wohngebiet

Update, 8:34 Uhr: Russische Angriffe auf die Ukraine haben mindestens drei Menschen das Leben gekostet. In Balaklia in der Region Charkiw wurden zwei Frauen und ein Mann getötet, als russische Streitkräfte ein Wohngebiet attackierten und Feuer auslösten, erklärte Stadtverwalter Witaliji Karabanow laut AFP.

Weitere Verletzte wurden aus anderen Landesteilen gemeldet: In Sumy erlitten 13 Menschen Verletzungen, in der Region Dnipropetrowsk zwei weitere. Russland gab derweil an, in der Nacht 605 ukrainische Drohnen abgefangen zu haben – darunter über der annektierten Halbinsel Krim.

Russische Drohne in Moldau entdeckt

Update, 6. August, 5:37 Uhr: Trümmer einer russischen Geran-2-Drohne sind im südlichen Moldau nahe der Grenze zur Ukraine entdeckt worden. Die moldauischen Behörden haben eine forensische Untersuchung eingeleitet, um zu klären, wie das Gerät in den moldauischen Luftraum gelangte.

Spezialisten identifizierten die Überreste anhand von Bauweise, Materialien und Markierungen als Geran-2 – die russische Variante der iranisch entwickelten Shahed-Langstreckendrohne. Laut Kyiv Post wurden die Trümmer im Distrikt Cahul nahe dem Dorf Văleni aufgefunden. Sprengstoff- und Technikexperten sind nun im Einsatz. Verletzte oder Sachschäden wurden zunächst nicht gemeldet.

Spezialisten identifizierten die Überreste anhand von Bauweise, Materialien und Markierungen als Geran-2 – die russische Variante der iranisch entwickelten Shahed-Langstreckendrohne. Laut Kyiv Post wurden die Trümmer im Distrikt Cahul nahe dem Dorf Văleni aufgefunden. Sprengstoff- und Technikexperten sind nun im Einsatz. Verletzte oder Sachschäden wurden zunächst nicht gemeldet.

Selenskyj bittet NATO um Luftabwehr

Update, 20:56 Uhr: Selenskyj hat nach schweren russischen Raketenangriffen auf Kiew mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte über die Beschaffung weiterer Luftabwehrraketen gesprochen. Bei Angriffen auf die ukrainische Hauptstadt und die umliegende Region kamen mindestens 17 Menschen ums Leben, mehr als 40 wurden verletzt.

„Mark ist über die Bedrohungen gut informiert, und wir haben unsere Bemühungen in Bezug auf Länder koordiniert, die über die erforderlichen Raketen und die Fähigkeit zur Hilfe verfügen“, schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf X. Rutte erklärte, er bespreche mit den Verbündeten, wie man der Ukraine im Ukraine-Krieg weiterhin die dringend benötigten Luftabwehrmittel beschaffen könne.

Update, 19:36 Uhr: Laut dem Verteidigungsministerium in Moskau haben russische Streitkräfte im Schwarzen Meer drei zusätzliche Frachtschiffe ins Visier genommen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Videoaufnahmen der Einschläge wurden vom Ministerium bereitgestellt, jedoch ohne nähere Informationen. Derzeit intensivieren sowohl Russland als auch die Ukraine ihre Angriffe auf Schiffe im Schwarzen Meer.

Update, 18:14 Uhr: Wegen wachsender Gefahr durch russische Angriffe werden 525 Kinder und Jugendliche in und um die Stadt Kramatorsk in der Ostukraine nahe der Frontlinie zwangsweise evakuiert. Das berichtet die dpa. „Die Sicherheitslage verschlechtert sich, daher ist es inakzeptabel, Kinder der ständigen Gefahr russischer Angriffe auszusetzen“, teilte der Militärgouverneur der Region Donezk, Wadym Filaschkin, mit. Es sei eine schwierige, aber notwendige Entscheidung. Es geht demnach um 59 Minderjährige aus der Ortschaft Krasnotorka, 140 aus der Ortschaft Bilenke und 326 aus Kramatorsk. Die Kinder stammen demnach aus 424 Familien.

Update, 17:13 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hat vor einem drastischen Rückgang westlicher Luftabwehrlieferungen gewarnt: Die Zahl der gelieferten Raketen sei im Vergleich zu 2025 auf ein Drittel gesunken – obwohl die Partnerländer über ausreichende Bestände verfügten. Das berichtet die Kyiv Post. „Die Raketen existieren bei unseren Partnern“, sagte der ukrainische Präsident in einer auf Telegram veröffentlichten Erklärung und forderte politische Entscheidungen, um Lieferungen zu beschleunigen und die Rüstungsproduktion – auch durch Verlagerung der Fertigung in die Ukraine – auszuweiten. Der Rückgang betreffe nicht nur die jüngsten Monate, sondern das gesamte erste Halbjahr 2026.

Ermittlungen gegen die ukrainische Botschafterin in den USA wegen Korruptionsvorwürfen

Update, 16:25 Uhr: Die ukrainische Justiz ermittelt gegen die gerade von ihrem Posten zurückgetretene Ex-Botschafterin in den USA, Olha Stefanischyna. Vor dem obersten Antikorruptionsgericht werde über Auflagen für die frühere Vizeministerpräsidentin entschieden, berichteten örtliche Medien übereinstimmend. Zu den konkreten Vorwürfen wurde vorerst nichts bekannt.

Stefanischyna war bis zum vergangenen Montag ukrainische Botschafterin in den USA. Mit Berichten über ihren möglichen Rücktritt hatte Mitte Juli eine große Regierungsumbildung durch Präsident Wolodymyr Selenskyj begonnen. Medienberichten zufolge soll Stefanischynas Mutter im ersten Kriegsjahr 2022 eine Wohnung im Zentrum der Hauptstadt Kiew weit unter dem Marktpreis erworben haben. Stefanischyna war zu dieser Zeit Vizeregierungschefin und Justizministerin. Sie hat Korruptionsvorwürfe mehrfach zurückgewiesen.

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