"Lake America"-Sweatshirt: US-CEO verliert ihren Job
Trumps Streit über den Ontariosee
CEO postet "Lake America"-Pulli in Kanada – und verliert Job
Von t-online
Aktualisiert am 25.09.2026 - 12:51 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Foto aus dem Familienurlaub macht wegen einer umstrittenen Aufschrift Schlagzeilen. Wenig später ist die US-Managerin nicht mehr bei ihrem Arbeitgeber angestellt.
Die CEO einer US-Bank hat ihren Job verloren, nachdem sie mit einem Facebook-Foto mit einem "Lake America"-Sweatshirt Aufsehen erregt hatte. Jane Smith war bis dahin Chefin der "Family First Credit Union" im Bundesstaat Michigan und ist mittlerweile nicht mehr für das Unternehmen tätig. Das teilte das Kreditinstitut am Mittwoch mit, ohne Gründe für die Trennung zu nennen.
Foto wohl KI-generiert
Auf dem Foto war Smith gemeinsam mit drei Familienmitgliedern in Pullovern mit der Aufschrift "Lake America" zu sehen. Das Bild soll auf einer Reise in die kanadische Stadt Halifax entstanden sein. Vor allem in Kanada gab es Kritik dafür. Smith erklärte später, die Sweatshirts seien mithilfe von Künstlicher Intelligenz in das Foto eingefügt worden und der Beitrag sei als Scherz gedacht gewesen. "Wir haben nicht versucht, eine politische Aussage zu machen", sagte sie dem Sender ABC12 News. Das originale Foto ist mittlerweile gelöscht.
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Die Bank entschuldigte sich für die unangenehme Situation und betonte, das Vertrauen ihrer Mitglieder wahren zu wollen. Ob Smith selbst gekündigt hat oder die Entscheidung von ihrem Arbeitgeber kam, ist bislang unklar.
Streit über den Ontariosee
Hinter der Kontroverse um das Foto steht ein politisch aufgeladener Namensstreit zwischen den USA und Kanada. Der Handelskonflikt zwischen beiden Ländern war zuvor nach dem Scheitern von Verhandlungen eskaliert: Die US-Regierung hatte hohe Zölle auf Waren aus Kanada verhängt, worauf Ottawa mit Gegenzöllen reagierte.
In diesem angespannten Verhältnis hatte US-Präsident Donald Trump im August zudem angeordnet, den Ontariosee künftig als "Lake America" zu bezeichnen. Die Entscheidung stieß in Kanada und US-Grenzstaaten auf Widerstand. Premierminister Mark Carney betonte, der See werde für Kanadier "jetzt und immer" Lake Ontario heißen.