Langdock: Berliner KI-Spezialist verlegt Firmensitz aus den USA nach Deutschland
Dieser Ausdruck wurde am 16.09.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert.
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Abschied von den USA Langdock verlegt Firmensitz nach Deutschland zurück
Das Echo der Kunden gab wohl den Anstoß: Der Berliner KI-Spezialist Langdock verlegt seinen juristischen Hauptsitz aus den USA nach Deutschland zurück. Auch ein neues Rechenzentrum soll entstehen.
16.09.2026, 13.11 Uhr
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Das schnell wachsende Berliner KI-Start-up Langdock verlegt seinen juristischen Hauptsitz aus den USA zurück nach Deutschland. Wie das »Handelsblatt« unter Berufung auf die beiden Co-Chefs Lennard Schmidt und Judith Dada berichtet, wandelt das Unternehmen seine US-Muttergesellschaft in eine Europäische Aktiengesellschaft (Societas Europaea, SE) um.
Die Entscheidung gilt als ungewöhnlicher Schritt gegen den vorherrschenden Trend, bei dem viele europäische Gründer ihre Firmensitze vor allem wegen des Zugangs zu Wagniskapital in die Vereinigten Staaten verlagern. Außerdem werden in den USA geringere Steuern auf Gewinne fällig. Ausschlaggebend für die Rückkehr nach Europa seien neben strategischen Gründen auch Rechtsrisiken: US-Gesetze wie der Cloud Act und der Patriot Act, die Behörden unter bestimmten Bedingungen Zugriff auf Kundendaten erlauben, schafften zunehmend Vorbehalte bei Unternehmenskunden, so das »Handelsblatt«.
DSGVO-konforme KI-Lösungen
Langdock bietet Firmenkunden datenschutzkonforme Zugänge zu Sprach- und Bildmodellen verschiedener KI-Anbieter an. Nach Angaben des Start-ups nutzen bereits mehr als 13.000 Unternehmen die Plattform – darunter Konzerne wie Merck und Trumpf. Das erst vor drei Jahren gegründete Unternehmen arbeitet nach eigenen Angaben profitabel und erzielte zuletzt einen wiederkehrenden Jahresumsatz von mehr als 50 Millionen Euro.
Mit dem Umzug verbindet das Führungsteam zudem weitreichende Ausbaupläne: Langdock will mittelfristig zu einem europäischen Cloud- und KI-Infrastrukturanbieter (»Hyperscaler«) heranwachsen und damit die geforderte digitale Souveränität Europas stärken. Noch in diesem Jahr soll dafür ein erstes eigenes Rechenzentrum in Betrieb gehen, in das das Start-up zwischen 10 und 15 Millionen Euro investieren will.
mik/dpa