Langjähriger ZDF-Sportreporter Michael Pfeffer tödlich verunglückt
Der frühere ZDF-Sportjournalist Michael Pfeffer ist bei einem Unfall in Rio de Janeiro ums Leben gekommen. Der 67-Jährige hatte über Jahrzehnte von den größten Sportereignissen der Welt berichtet – von der Tour de France über Olympia bis zum Wintersport. Sein ehemaliger Kollege Peter Leissl nimmt in einem bewegenden Nachruf Abschied.
Die Sportwelt trauert um Michael Pfeffer. Der langjährige ZDF-Reporter ist im Alter von 67 Jahren bei einem Sportunfall in der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro gestorben. Das geht aus einem Nachruf seines früheren Weggefährten Peter Leissl hervor, den der Verband Deutscher Sportjournalisten auf seiner Internetseite veröffentlichte.
Pfeffer und seine Ehefrau Sylvia, die aus Brasilien stammt, hatten eine Wohnung im Stadtteil Ipanema bezogen. Bis Dezember wollte das Paar dort bleiben. Doch der Aufenthalt endete tragisch: Pfeffer kam in der Brandung vor Rio ums Leben. Die genauen Umstände des Unglücks gehen aus dem Nachruf nicht hervor.
Leissl nimmt emotional Abschied
Sein ehemaliger ZDF-Kollege Leissl fand auf der Seite des Verbands Deutscher Sportjournalisten ergreifende Worte: "Ich kann es immer noch nicht glauben, dass das Schicksal so grausam sein kann." Leissl erinnerte an einen gemeinsamen Sommerabend, an dem die Vorfreude auf die Brasilien-Reise dem Paar förmlich anzusehen gewesen sei. Zugleich stellte er die Frage, ob Pfeffer "in deiner Risikobereitschaft, ja deinem Tempowahn, das Schicksal ein wenig zu sehr herausgefordert" habe.
Jahrzehnte im Dienst des ZDF-Sports
Pfeffer zählte über viele Jahre zu den prägenden Stimmen der ZDF-Sportredaktion. Besonders eng war seine Verbindung zur Tour de France: Von 1998 bis 2011 bildete er gemeinsam mit Leissl ein festes Duo bei der Frankreich-Rundfahrt.
Darüber hinaus berichtete Pfeffer regelmäßig von Olympischen Spielen und Wintersport-Wettbewerben. Seinen letzten Einsatz absolvierte er bei den Sommerspielen 2024 in Paris, danach endete seine Karriere im Zuge eines Generationenwechsels in der Redaktion.
Ein Leben voller Leidenschaft und Risiko
Auch abseits der Mikrofone war Pfeffer ein passionierter Sportler. Er liebte Kite-Surfen, Inline-Skaten und Radfahren – schnelle Disziplinen, die ihn immer wieder an Grenzen brachten. Bereits 1999 geriet sein Leben bei einer Tiefschnee-Abfahrt im US-amerikanischen Vail in akute Gefahr, als er in der Höhe das Bewusstsein verlor und stürzte. Doch Pfeffer erholte sich stets – Leissl bezeichnete ihn als "Stehaufmännchen".
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Pfeffer hinterlässt seine Frau Sylvia sowie Tochter Clara, die ihm als Journalistin beruflich nacheifert, und Sohn Matteo. "Unsere Gedanken sind bei ihnen. Und bei dir, lieber Michael, der du uns so unvermutet verlassen hast", schrieb Leissl. (red)