Langstreckenflüge: Der clevere Schlaftrick für Economy
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Wie man sich bettet, so liegt man – in der Economy Class auf Langstreckenflügen. Da sind manche Passagiere schmerzfrei: Sie legen sich tatsächlich zum Schlafen in den Fußraum.
Auf Qantas-Flügen nach Asien wird deshalb bereits beim Boarding oft in Durchsagen gewarnt, dass es aus Sicherheitsgründen strengstens untersagt ist, auf dem Boden zu schlafen. Und unhygienisch obendrein.
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Wer fliegt schon wie die Flodders? Sie wissen schon, die chaotisch-dreiste Familie, bekannt aus den Kinofilmen der 1980er- und 1990er-Jahre sowie dem aktuellen, ziemlich lustigen RTL-Spin-off.
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Eine andere Taktik für müde Passagiere in der Economy Class ist aber ganz legal, wenn auch nicht schicklich – die „Business Class für Arme“. Die geht so: Kaum ist das Boarding abgeschlossen, springt man auf und checkt, ob noch eine Dreier- oder Vierer-Reihe frei ist und zieht dorthin um.
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Zu zweit als Dreamteam ist das noch vielversprechender: Dann werden die dortigen beiden Gangplätze strategisch besetzt und die Habseligkeiten mittig verteilt. Und schon hat man eine respektable Liegefläche erobert, um die Beine auszustrecken und horizontal zu schlummern. Bei einem Zwölf-Stunden-Flug ist das geradezu himmlisch, funktioniert aber nur auf halbleeren Flügen.
Legal, aber unhöflich
Die Australier, bei denen dieser Platzwechsel-Poker unterwegs über den Wolken seit jeher populär ist, nennen das humorvoll „Bogan Business Class“. Bogan ist Aussie-Slang für eine ungehobelte Person, die sich nicht um die Etikette schert. Fliegende Bogans schauen sich übrigens kurz vor dem Abflug die Sitzverteilung an und reservieren sogleich einen Sitz in einer leeren Reihe.
Langstreckenflüge von Australien nach Asien, von Europa nach Afrika, aber auch nach Südamerika gelten als aussichtsreich, da sie oft nicht ausgebucht sind. Auf Rennstrecken Richtung Malediven, Mauritius oder New York wird man freilich kaum leere Sitzreihen finden können, nicht einmal hinten bei den Toiletten.
Grundsätzlich ist der eigenmächtige Platzwechsel erlaubt, auch wenn sich jede Airline vorbehält, im Falle eines medizinischen Notfalls andere Passagiere umzusetzen. Wer höflich ist, fragt die Flugbegleiter, ob das in Ordnung geht. Normalerweise hat die Crew nichts dagegen – nach dem Motto: Wer schläft, nervt nicht.
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Doch einige Fluggesellschaften haben das Potenzial von unverkauften Sitzplätzen erkannt, und wie man Gästen für eine Mütze Schlaf Geld aus der Tasche ziehen kann. Immer mehr Airlines bieten deshalb freie Sitzreihen auf ausgewählten Strecken gegen eine hohe Gebühr zum Schlafen an – ab etwa 150 bis 400 Euro pro Strecke.
Lufthansa: „Sleeper's Row“
Bei Air New Zealand heißt das beispielsweise „Skycouch“, bei Air Astana „Economy Sleeper“ und bei All Nippon Airways „Couchii“. Auch Lufthansa bietet das grundsätzlich auf Langstreckenflügen in der Economy Class unter dem Namen „Sleeper’s Row“ an, freilich nur nach Verfügbarkeit und deshalb auch erst auf Nachfrage beim Check-in oder am Gate buchbar (ab 159 Euro).
Dafür gibt es drei Sitzplätze nebeneinander, also eine Liegefläche von etwa 1,50 Metern, was für einen erwachsenen Passagier zum Ausstrecken zu kurz ist. United Airlines plant eine ähnliche „Relax Row“ ab 2027.
Passagiere erhalten dann zusätzlich einen Topper überreicht, damit es sich etwas gemütlicher liegt. Die Unterlage erinnert zwar oft an einen Inkontinenz-Matratzenschutz, aber man darf da als Passagier in der Economy Class nicht zimperlich sein.